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Das nächste ganz bittere Ende

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Bundesligen: Das nächste ganz bittere Ende

14.01.2024 • Bundesligen Autor: SVG Lüneburg 161 Ansichten

Ein Punkt ist besser als keiner, aber mindestens einen zweiten hat die SVG Lüneburg am Bodensee liegen lassen. Und wieder war es ein im Tiebreak verlorenes Spitzenspiel, das eine noch bessere Platzierung kostet.

Nach dem 2:3 (25:23, 22:25, 25:21, 21:25, 8:15) beim VfB Friedrichshafen steht derzeit Rang 4 zu Buche, mit zwei Punkten Rückstand auf die Süddeutschen, die alle Mühe hatten, ihren zweiten Platz zu verteidigen. Noch also ist längst nichts verloren für die LüneHünen, aber wie schon beim 2:3 gegen Berlin und Giesen war das eine bittere, vermeidbare Niederlage, die am Ende der Hauptrunde noch einmal richtig weh tun könnte.

Guter Start und
stark zurück gekommen

Wieder viel stärker als zuletzt beim zaghaften Champions-League-Auftritt in Budejovice (0:3) präsentierte sich die in der gleichen Startaufstellung angetretene SVG im Bundesliga-Verfolgerduell vor 1000 Zuschauenden, war hoch konzentriert in Annahme (60%) und Angriff (59%) und druckvoll im Service. Zugute kam ihr vor allem aber auch, dass die Gastgeber ihren Aufschlag überhaupt nicht fanden (u.a. 8 Fehler). Dennoch machten sie nach verpatztem Start (8:10) aus einem 12:13 ein 15:13.

Doch nach einer Auszeit waren die Norddeutschen wieder in der Spur, glichen beim 18:18 durch Erik Röhrs gegen einen Dreierblock mit einem seiner fünf Punkte aus. Der holte sich auch Tim Peter mit einem Block und legte einen weiteren Punkt nach, 19:20. Noch einmal konterten die Hausherren in diesem spannenden Schlagabtausch (21:20), dann sorgten Jesse Elser und Matt Knigge für den ersten Satzball (22:24) - Nummer 2 brachte die Satzführung durch einen Fehlaufschlag.

In Durchgang zwei meldete sich dann der Kubaner Jose Israel Masso Alvarez nachdrücklich an. Der Mittelblocker stoppte gleich mal einen Pipe von Röhrs und legte einen Schnellangriff nach, zeigte mit 5 seiner am Ende 16 Punkte, welch wertvolle Verstärkung er für die Häfler ist. Und auch Diagonalangreifer Michal Superlak kam ins Rollen (6). Selbst eine Auszeit beim 13:8 konnte die Hausherren nicht stoppen, sie hatten ihren Rhythmus gefunden und gingen mit einem 20:16 in die Crunchtime.

Doch der Satzausgleich beeindruckte die LüneHünen nicht, in Durchgang 3 waren sie wieder die klar bessere Mannschaft. Denn nun ging es auch öfter mal durch die Mitte, und zudem stand der Block (3 Kills), so bei einem Monsterblock von Knigge gegen Masso zum 7:11. Der Vorsprung wuchs (11:17), weil auch der Aufschlag eine Waffe war - nur 5 Fehler bei 2 Assen - und außer Knigge auch Röhrs 5 Punkte sammelte. Superlak (7) brachte den VfB noch einmal auf 18:20 heran, aber die starke SVG, die auch in schwierigen Situationen gute Lösungen fand, band den Sack zu.

Und dann dreht
Michal Superlak auf...

In Abschnitt 4 wogte das Geschehen hin und her, die Kontrahenten schenkten sich nichts, auch nicht im Blockspiel (Bilanz in diesem Satz 5:5). Zunächst führten die Gäste 4:3, woraus ein 4:7, dann ein 7:7 wurde. Das ging so weiter bis kurz vor der Crunchtime, dann häuften sich plötzlich die Eigenfehler bei der SVG - eine unnötige Netzberührung, ein Übertritt an der Aufschlaglinie, ein Service, das an der Netzkante hängenblieb, plötzlich stand es 22:19 und der VfB war zurück im Match und witterte Morgenluft.

Superlak machte den Satz zu und sorgte für den Tiebreak, in dem der Pole gar nicht mehr zu halten war. Der Diagonale, der der SVG schon so oft Probleme bereitet hat, sammelte hier noch 7 seiner 28 Punkte (57% Erfolgsquote), die Gäste dagegen bekamen kaum noch einen Ball auf den Boden. Mit 8:4 wurden nochmal die Seiten gewechselt, Superlak punktete weiter und verwandelte nach 123 Minuten schließlich auch den Matchball mit einem Ass. Und wieder einmal zog bei der SVG Frust ein, den Röhrs im Interview bei Dyn deutlich machte: "Wie schon so oft in dieser Saison spielen wir guten Volleyball und verlieren dann den Faden, kriegen es nicht hin, das konstant durchzuziehen. Das tut weh."

Chefcoach Stefan Hübner zog ein bitteres Fazit: "Wir machen lange viele gute Sachen und können 3:1 gewinnen. Dann steigt im vierten Satz auf einmal unsere Eigenfehlerquote, wir werden zerfahren und zögerlich und geben dem Gegner die Möglichkeit, zurück zu kommen. Klar ist das frustrierend. Und dieses Gefühl muss jetzt auch mal einen Moment bleiben, das können wir jetzt nicht schnell verdrängen, darüber muss man nochmal nachdenken. Die lange Busfahrt ist dafür vielleicht genau richtig."

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