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DSHS SnowTrex Köln mit knapper Derbyniederlage

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2. Bundesligen: DSHS SnowTrex Köln mit knapper Derbyniederlage

18.12.2023 • 2. Bundesligen Autor: DSHS SnowTrex Köln 133 Ansichten

Die Zweiligavolleyballerinnen des Teams DSHS SnowTrex Köln müssen sich in der Ostermann-Arena dem Gastgeber vom TSV Bayer 04 Leverkusen im Tiebreak knapp geschlagen geben. Im vierten Spiel in Folge musste Köln über die volle Distanz von fünf Sätzen gehen und erspielte sich auch einen Matchball. Die Gastgeberinnen hatten wie vielfach in dieser Partie aber eine passende Antwort parat und gewannen das Derby am Ende.

DSHS SnowTrex Köln mit knapper Derbyniederlage - Foto: Florian Zons

Bitteres Ende des Derbys ? die Mannschaft von DSHS SnowTrex Köln ist enttäuscht nach der Derbyniederlage. (Foto: Florian Zons)

Für die Kölnerinnen war es alles andere als eine optimale Trainingswoche. Die Krankheitswelle, die derzeit über Deutschland hinweggeht, machte auch nicht Halt vor dem Kölner Team. Die Zuspiel-Diagonal-Achse mit Annika Stenchly und Emelie Siegner lag flach und konnten wenig bzw. gar nicht trainieren. Auch Julia van den Berghen kränkelte in der Woche.

Insgesamt hatte das nicht nur eine Auswirkung auf die Vorbereitung auf das Derby, sondern auch direkt während des Spiels, denn je länger das Spiel dauerte, desto deutlicher wurde, dass die Kölnerinnen auf der einen Seite zwar kämpferisch dagegenhielten, aber auf der anderen Seite machte sich auch der Kräfteverschleiß bemerkbar.

Der Beginn in die Partie war geprägt von vielen Aufschlagfehler auf beiden Seiten. Mitte des ersten Satzes begannen dann die Gastgeberinnen das Spielgeschehen in die eigenen Hände zu nehmen, v. a. Laurine Vinkesteijn, die später als MVP ihrer Mannschaft ausgezeichnet wurde, versenkte ein ums andere Mal den Ball auf der Kölner Seite. Der komfortabel herausgespielte Vorsprung wurde durch den Satz transportiert und dieser mit 25:17 von Leverkusen gewonnen.

Im zweiten Satz wendete sich das Blatt. Köln konnte sich freispielen und dominierte dann doch deutlich, sodass mit 16:25 der 1:1-Satzausgleich hergestellt werden konnte. Dieser Aufwind wurde auch in den dritten Satz mitgenommen. Auch da war bis zur Mitte des Satzes eher Köln dominierend und konnte eine Führung herausarbeiten. Diese Führung wurde dann aber durch besser aufspielende Gastgeber immer weiter verkürzt. Die Aufholjagd unterbrach Köln noch einmal, gewann den Satz mit 25:22 und konnte so 2:1 in Führung gehen.

Im vierten Satz häuften sich die individuellen Fehler auf Kölner Seite und Leverkusen nahm diese Schwächephase im Kölner Spiel dankend an und ließ den Gästen in diesem Satz wenig Chancen, sodass der Abschntt erneut mit 25:17 zu Gunsten Leverkusen ausging und der 2:2-Satzausgleich hergestellt war.

So musste der Tiebreak entscheiden, in welchem Bayer 04 den besseren Start erwischte, aber Köln diesen bis zum Ende hin offen gestalten konnte, auch wenn der Kräfteverschleiß immer sichtbarer wurde. Beim Stand 13:14 hatte Köln auch einen (den ersten) Matchball. Der Aufschlag blieb jedoch am Netz hängen. Leverkusen nutze das Momentum und sicherte sich vor heimischem Publikum den Sieg im Derby. Im elften Ligaderby in Leverkusen war es das sechste Fünf-Satz-Spiel. Leverkusen konnte mit dem Sieg ebenfalls den sechsten Derby-Heimsieg (in der Liga) feiern und in der Bilanz damit in Führung gehen.

Der Trainer zum Spiel
Trainer Jimmy Czimek war am Ende zwar nicht ganz zufrieden mit der gezeigten Leistung, weil die vorgegebene Taktik nicht komplett umgesetzt werden konnte und sicher auch ein Sieg im Rahmen des Möglichen gewesen wäre, aber ob der schon erwähnten Voraussetzungen vor dem Spiel ist es gut, dass man am Ende nicht ganz mit leeren Händen dasteht und hinter dem einsamen Tabellenführer Erfurt auf Platz zwei in der 2. Bundesliga Pro - powered by SnowTrex ins neue Jahr geht:

"Erst einmal hat es uns gefreut, dass wir nach Ansicht von Leverkusen als Favorit auf die andere Rheinseite reisen und wollten diese Favoritenrolle auch gern annehmen. Es ist uns aber nur zwei (vielleicht zweieinhalb) Sätze gelungen. Nach einem schwachen Start haben wir in Satz zwei und drei es geschafft, unser Spiel aufzuziehen.

Schon am Ende von Satz drei hat aber Leverkusen gezeigt, dass sie sich heute nicht so leicht geschlagen geben werden. Leider haben wir in Satz vier und fünf nicht geschafft, unsere Leistung abzurufen, zu viele individuelle Fehler gemacht und damit Leverkusen das Spiel leicht gemacht.

Und in Satz fünf, wenn es dann um zwei Punkte geht, gewinnt dann natürlich auch das Team mit dem nötigen Quäntchen Glück, was aber in dem Spiel auch völlig in Ordnung geht, denn nach den zwei gewonnen Sätzen hätten wir es vorher auf unsere Seite ziehen können.

Man hat durchaus gemerkt, dass drei Spielerinnen nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren und zum Ende des Spieles zunehmend die Kräfte nachließen.

Leider haben wir nicht geschafft konsequent unsere Block-Feld-Verteidigungsstrategie einzuhalten und das hat uns wichtige Punkte gekostet.

Aber man muss auch sagen, cool, dass wir nach dem verkorksten ersten Satz, dass die Mannschaft es geschafft hat, das Spiel an sich zu reißen. Aber, woran wir arbeiten müssen, ist, solche Spiel auch nach Hause zu bringen. Das haben wir in den letzten vier Begegnungen überwiegend nicht geschafft. Das ist, was wir uns für's neue Jahr vornehmen müssen.

Dass die Mannschaft das kann, da bin ich mir sehr sicher, denn wir überwintern auf Tabellenplatz zwei und das ist für das Team schon einmal aller Ehren wert und da kann die Mannschaft auch stolz auf sich sein."

Eine Spielerin zum Spiel
Auf Kölner Seite wurde Marina Müller zur MVP gewählt und sie gab nach dem Spiel folgendes Statement ab:

"Nachdem wir den ersten Satz verschlafen haben, ist es uns gelungen ab Satz 2 den Schalter umzulegen und in Derby-Stimmung zu kommen. Es waren attraktive Ballwechsel dabei und für die vielen Zuschauer war es ein unterhaltsames Spiel.

Auch wenn wir die Sätze 2 und 3 für uns entscheiden konnten, ist es uns dennoch nicht gelungen, unsere Leistung konstant genug auf?s Parkett zu bringen. Zu viele individuelle Fehler jeder einzelnen Spielerin kosten uns am Ende den Sieg. Das ist bitter.

Wir wissen, woran wir im Training arbeiten müssen und sind motiviert in den nächsten Spielen die Dinge besser und konstanter umzusetzen! Einen großen Dank an unsere mitgereisten Fans. Das fühlte sich fast wie ein Heimspiel an!"

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