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Nachruf: Die VBL trauert um Volker Schiemenz

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Bundesligen: Nachruf: Die VBL trauert um Volker Schiemenz

08.11.2023 • Bundesligen Autor: Dörfler, Josephine 473 Ansichten

Mit großer Trauer nimmt die Volleyball Bundesliga Abschied von Volker Schiemenz. Der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter, Schiedsrichter-Beobachter und Supervisor verstarb am 5. November im Alter von 65 Jahren für alle unerwartet.

Über Jahrzehnte hinweg hat sich Volker Schiemenz in ehrenamtlicher Arbeit für den nationalen und internationalen Volleyballsport verdient gemacht. Sein Einsatz für den Sport auf Funktionärsebene begann schon früh: Nach seiner aktiven Zeit als Spieler beim TuS Lörrach-Stetten stellte sich Volker Schiemenz 1986 dem Südbadischen Volleyball-Verband (SBVV) als Staffelleiter der damaligen Bezirksliga Hochrhein zur Verfügung. Es war der Beginn einer unvergleichlichen Geschichte für Volker Schiemenz und den deutschen Volleyballsport.
 
Neben seiner Tätigkeit beim SBVV wurde Volker Schiemenz in der deutschen Volleyballgemeinschaft rasch für sein außergewöhnliches Engagement als Schiedsrichter bekannt. Seit Mitte der 1980er-Jahre war Volker Schiemenz als Bundesliga-Schiedsrichter tätig und zählte bereits im Jahr 1998 zum Kreis der internationalen Top-Schiedsrichter. Insgesamt leitete er bis zu seinem Karriereende weit über 500 Spiele als Bundesliga-Schiedsrichter - hinzu kommen zahlreiche Einsätze in der Champions League, der Weltliga und bei Europameisterschaften. Nachdem er im Jahr 2014 sein letztes Spiel als internationaler Schiedsrichter bestritten hatte, setzte Volker Schiemenz sein Wirken als Regionalschiedsrichterwart, Einsatzleiter, Ausbilder und Beobachter auf nationaler und internationaler Ebene fort. So war er seit der Saison 2016/17 als Beobachter bzw. Supervisor in der Volleyball Bundesliga tätig.
 
Im Jahr 2016 wurde Volker Schiemenz zum Präsidenten des SBVV gewählt, nachdem er zuvor viele Jahre als Beisitzer im SBVV-Präsidium gedient hatte. Er führte den Verband als Teamplayer und repräsentierte den Verband bei Mitgliederversammlungen und Feierlichkeiten von Verbänden, Vereinen und Partnern. Die Zusammenarbeit und Kommunikation auf allen Ebenen waren ihm besonders wichtig, so ließ er sich 2022 als Sprecher der Landesverbände zum Vize-Präsidenten des DVV wählen. Sein aus seiner Sicht unausweichlicher Rücktritt in 2023 schmerzte ihn, dem es immer nur um den Volleyballsport ging, besonders.
 
Volker Schiemenz erhielt noch im Juli dieses Jahres als Anerkennung für sein deutschlandweites Engagement die DVV-Ehrennadel in Gold. Dieser Auszeichnung gingen die DVV-Ehrennadel in Silber, die goldene Erinnerungsnadel für 350 geleitete Länderspiele des DVV, die SBVV Ehrennadeln in Bronze, Silber und Gold, sowie die Ehrennadeln in Bronze und Silber des Volleyball-Landesverband Württemberg voraus.
 
Volker Schiemenz war einer, der das offene Wort liebte und auch ehrliche Antworten erwartete. Er war ein Mensch, auf den man sich absolut verlassen konnte. So hinterlässt er eine große Lücke. Nicht nur in seiner Familie, wenn da sicher auch am schmerzlichsten, sondern auch im Volleyballsport.
 
Die Volleyball Bundesliga ist in ihren Gedanken in diesen schweren Zeiten bei seiner Frau Claudia, seinen Kindern und allen Angehörigen.

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