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Alles glänzt so schön neu: Dresden und Flacht bereiten Premierensaison vor

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Bundesligen: Alles glänzt so schön neu: Dresden und Flacht bereiten Premierensaison vor

05.09.2023 • Bundesligen Autor: Dörfler, Josephine 601 Ansichten

Alles auf Anfang: In der Saison 2023/24 gehen 13 Teams in der neueingeführten eingleisigen 2. Bundesliga Frauen Pro an den Start. Die zweithöchste Volleyball-Liga in Deutschland ist ein weiterer Schritt in Richtung Professionalisierung. Wir stellen alle Mannschaften der Premierensaison vor, heute den VCO Dresden und die Binder Blaubären TSV Flacht unter dem Motto "alles neu."

VCO Dresden

Richtig neu ist der VC Olympia Dresden im Profibereich nicht, das Ausbildungsteam hat bereits viele Jahre in der 2. Bundesliga Süd bestritten. Und doch ist der Begriff ziemlich treffend, denn auf die vielen jungen Talente warten neue Erfahrungen und Möglichkeiten, sich zu entwickeln.

"Die Ausbildung von Talenten für die Nationalmannschaften und die 1. Bundesliga bleibt der primäre Fokus", sagt Stützpunkt-Trainer Andreas Renneberg. Der Schritt in die neue 2. Bundesliga Pro war für ihn deshalb logisch: "Wir wollen weiterhin in der Lage sein, Talente an das höchste deutsche und internationale Niveau heranzuführen. Dies gelingt aus unserer Sicht nur, wenn die Spielerinnen in ihrer täglichen Arbeit auch auf ansprechendem Niveau gefordert sind."

Renneberg bereitet sein Team, das aus Spielerinnen der Jahrgänge 2004 bis 2007 besteht, ganzjährig auf die verschiedenen Herausforderungen vor. "Ich bin schon gespannt darauf, wie sich die Mädchen in diesem neuen Umfeld entwickeln. Es sind ja sehr junge Spielerinnen, da kann es viele Überraschungen geben - positive, wie negative", so der Coach.

Bundesstützpunkt-Leiterin Christiane Fürst glaubt nach mehreren Top-3-Platzierungen in der 2. Bundesliga Süd auch an einen Erfolg in der neuen eingleisigen zweiten Liga: "Die vorhandenen Strukturen sind kontinuierlich weiter professionalisiert worden. Der Ausbau der strukturellen und sportlichen Rahmenbedingungen wird uns aber weiter fordern." Das Ziel des Nachwuchsstandortes ist klar definiert: "Wir hoffen, dass wir uns dauerhaft als einer der Top-Nachwuchsstandorte in der Pro-Liga etablieren können und dies immer wieder mit ansprechenden Leistungen erarbeiten."

Am 30. September starten die Talente beim ETV Hamburg in die Saison. Das erste Heimspiel im Sportschulzentrum Dresden bestreitet der VCO am 15. Oktober gegen den TV Dingolfing. Bis dahin hat Trainer Renneberg Zeit, das neu zusammengestellte Team so gut wie möglich einzuspielen, um auf die anstehenden Herausforderungen vorbereitet zu sein.

Das sind die Fakten zum VCO Dresden:

Binder Blaubären TSV Flacht

So wirklich richtig neu ist die Situation der Binder Blaubären TSV Flacht. Der bisherige Bezirksligist, dem als Meister der abgelaufenen Saison der Aufstieg in die Landesliga gelang, überzeugte die Volleyball Bundesliga (VBL) mit dem Antrag auf eine Wildcard für die 2. Bundesliga Pro. Dementsprechend groß war die Freude beim württembergischen Stammverein aus dem Landkreis Böblingen.

"Tatsächlich ist für uns fast alles neu, da wir ja aus dem unteren Leistungsbereich kommen. Gewissen Bereichen begegnen wir mit Respekt und bis zum 1. Spieltag müssen wir noch viele Themen abarbeiten", sagt Teammanager Michael Kaiser. Er ist einer der Köpfe des zukunftsträchtigen Projektes. Neben ihm steht Jan Lindenmair, einst auf dem Trainerposten Pokalsieger mit Allianz MTV Stuttgart, als Sportdirektor.

Seit der Bewilligung des Antrags im März hat der Verein nicht nur auf struktureller Ebene eine schlagkräftige Truppe zusammengestellt. "Wir haben im Team einen Mix aus erfahrenen Spielerinnen und jungen Nachwuchstalenten, ergänzt um eigene Jugendspielerinnen. Besonders ist sicherlich die Erfahrung von Frauke Neuhaus und unserer Kapitänin Julia Wenzel, die ihr Know-how an die Mannschaft weitergeben können und schon in der 1. Liga gespielt haben", erzählt Kaiser. Die Diagonalangreiferin Neuhaus wechselt vom namenhaften SSC Palmberg Schwerin, Außenangreiferin Wenzel kommt vom VC Neuwied 77.


Die Binder Blaubären TSV Flacht wollen in der 2. Bundesliga Frauen Pro viel Grund zum Jubeln haben.
(Foto: Martin Binder / Bindershots.de)

Trainer der neuen Zweitligamannschaft ist Nicolas Reinecke. Er betreute zuletzt das Herrenteam des Stammvereins und führte dieses zum Aufstieg von der Landes- in die Oberliga. Zudem war er Coach der Drittliga-Mannschaft von Allianz MTV Stuttgart. Die Blaubären sind bereits seit einigen Wochen im Trainingsbetrieb, vier Einheiten pro Woche stehen derzeit auf dem Plan. Testspiele sollen folgen.

"Wir gehen den Weg in die 2. Bundesliga Pro, weil es uns unheimlich viel Perspektive bietet in allen Bereichen des Vereins und weil wir positiv verrückt sind", sagt Kaiser mit einem Schmunzeln. "Für uns ist die Teilnahme an dieser Liga eine Chance, sich als zweite Kraft in Baden-Württemberg langfristig zu etablieren." Mittelfristig will man in der Liga oben mitspielen und den Blick in die 1. Bundesliga wagen.

"Wir haben die Verträge mit unseren Sponsoren langfristig abgeschlossen. Wir wollen kein One-Hit-Wonder sein und schon heute über die erste Saison hinausdenken", erklärt Kaiser. Nicolas Reinecke, Cheftrainer der Binder Blaubären TSV Flacht , ergänzt: "Dieser Schritt vom Breitensport direkt in die zweithöchste Liga mag in den Augen vieler suspekt erscheinen, aber ich bin mir sicher, dass das mit den Leuten, die sich hier im Verein engagieren, möglich ist." Ihre Premiere im Profibereich feiern die Blaubären am 30. September gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen.

Das sind die Fakten zu den Binder Blaubären TSV Flacht:

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