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SVLG vergibt Derby-Heimsieg

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2. Bundesligen: SVLG vergibt Derby-Heimsieg

27.11.2022 • 2. Bundesligen Autor: Matthias Schütt, Lindower SV Grün-Weiß e.V. 305 Ansichten

Beim 3:2 (25:19, 25:18, 25:19, 25:20, 15:11)-Auswärtserfolg des PSV Neustrelitz in der 2. Bundesliga Nord im Brandenburg-MV-Derby gegen den SV Lindow-Gransee boten die zwei Teams einen wahren Volleyball-Krimi über 114 Minuten reine Spielzeit - mit dem besseren Ende für die Residenzstädter.

SVLG vergibt Derby-Heimsieg - Foto:  Matthias Schütt

Jantos Ritter erspielte sich beim ersten Einsatz den Titel des MVP (Foto: Matthias Schütt)

Dennoch gab es nach der Partie Lob von SVLG-Coach Peter Schwarz für seine Mannschaft: "Wir haben erwachsenen Volleyball gespielt und nehmen den Punkt gerne mit." In der Tabelle belegen die Grün-Weißen Rang fünf.

Dabei warteten die Hausherren in der Startaufstellung mit dem erst 17 Jahre alten Jantos Antonin Ritter auf. Dieser vertrat den verhinderten Zuspieler Ole Schwerin und machte seine Aufgabe - nach nur knapp zweiwöchigem Training im Vorfeld mit dem Team - mehr als gut. Am Ende wurde der 1,92 Meter große Volleyballer, der per Doppelspielrecht normalerweise für die zweite Mannschaft des VCO Berlin in der 3. Liga Nord spielt, als MVP (wertvollster Spieler) der Gastgeber ausgezeichnet. "Es war mein erstes Spiel in der 2. Volleyball-Bundesliga. Eine MVP-Medaille habe ich noch nie erhalten", sagte der "Aushilfszuspieler", "die bekommt bei mir einen Ehrenplatz."

Mit einem gut aufgelegten Zuspieler dominierten die Grün-Weißen die ersten beiden Sätze, nutzten die zahlreichen Eigenfehler der Gäste aus und führten durch ein 25:19 und 25:18 schon mit 2:0. "Der PSV hat in der Anfangsphase nicht so den Aufschlagsdruck entfachen können. Unsere Annahme war stabil und wir haben die Punkte gemacht", sagte der SVLG-Coach. Die Neustrelitzer, die die vergangenen beiden Derbys in der Vorsaison bereits gewannen, kämpften sich zurück in die Partie und erzwangen durch ein 25:19 und 25:20 den abschließenden fünften Satz. Denn ab dem dritten Durchgang fanden die Neustrelitzer, die auf Mittelblocker Paul Sprung verzichten mussten, zurück zu ihrem Spiel. "Es war eine ungewohnte Stimmung gegen uns.  Als unsere Annahme funktionierte, konnten wir unser gewohntes Spiel aufziehen", resümierte PSV-Spieler Johannes Mönnich.

Im Tiebreak waren beide Teams auf Augenhöhe bis zum 10:9 für die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern. Dann hatte der Lindower Sechser den Angriffen nichts mehr entgegenzusetzen und mit dem zweiten Matchball entschieden die Neustrelitzer das Match. "Der Stolz und die Freude überwiegt dennoch", sagt Peter Schwarz. Dieser verteilte nach der Partie noch ein Extra-Lob an seinen Zuspieler: "Er hat ein Spielverständnis an den Tag gelegt, damit hätte ich niemals gerechnet." Der 17-Jährige hofft nach seinem Debüt auf weitere Einsätze: "Es war unfassbar. Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und würde gerne wiederkommen", sagte Jantos Antonin Ritter, der noch einen Extra-Beifall von den Fans bekam.

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