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FT 1844 Freiburg wagt Sprung ins Oberhaus

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Bundesligen: FT 1844 Freiburg wagt Sprung ins Oberhaus

25.10.2022 • Bundesligen Autor: FT 1844 Freiburg e.V. 246 Ansichten

Es ist der nächste logische Schritt in der Entwicklung des Bundesliga-Volleyballs bei der FT 1844 Freiburg.

Und doch kommt er überraschend: Zur Saison 2023/24 wollen die Freiburger in der 1. Bundesliga aufschlagen. Der Hintergrund: Weil die Volleyball-Bundesliga die höchste Spielstaffel vergrößert, bietet sich Freiburg die Chance zum Aufstieg. 

Die Freiburger Sportlandschaft erhält einen neuen Impuls. "Die Volleyball-Bundesliga ist an uns herangetreten, weil sie die Staffelstärke ausbauen will, für unseren Verein ist es angesichts der großartigen Entwicklung in den vergangenen Jahren der logische und folgerichtige Schritt", sagt FT-Abteilungsleiter Dirk Ebel. "Wir starten nun offiziell das Projekt 1. Bundesliga." Zur kommenden Spielzeit also wollen die Volleyballer aus dem Breisgau im Oberhaus aufschlagen und gehen dazu ab sofort auf die Suche nach weiteren Unterstützern und Sponsoren.

Seit 20 Jahren eine feste Größe in der 2. Bundesliga

Seit zwanzig Jahren spielen die Volleyballer der FT 1844 Freiburg mittlerweile in der 2. Bundesliga, länger als alle anderen Teams der Liga. Freiburg steht für beständigen Erfolg wie kein zweiter Club. Mit dem wegweisenden Entschluss im Jahr 2009, als einer der ersten Zweitliga-Vereine den Großteil des Budgets in einen 100% hauptamtlichen Jugendtrainer zu investieren, wurde ein wichtiger Grundstein für die bisherige Entwicklung gelegt. Seitdem gehört Freiburgs Jugendarbeit zur besten im Land. Im aktuellen Kader schmettern acht Spieler, die hier das Volleyballspiel lernten.

2019 folgte überraschend der sportliche Abstieg. Letztlich gelang der wichtige Klassenerhalt doch, weil der Verein eine Wildcard beantragte. "Und im Grunde geht damit die ganze Geschichte los", sagt Sportdirektor Florian Schneider. Er hat den Verein in den vergangenen beiden Jahrzehnten eng begleitet, erst als Spieler, nunmehr aber vor allem seit 15 Jahren als Sportlicher Leiter und Teammanager. 

"Mit der Wildcard haben wir uns verpflichtet, die wirtschaftliche und strukturelle Weiterentwicklung voranzutreiben, um uns auch sportlich als Topteam in der 2. Bundesliga zu etablieren", erklärt Schneider. Und das gelang mit Bravour: Die vergangene Saison schloss Freiburg auf dem dritten Rang ab, in der aktuellen Spielzeit ist das Team von Trainer Jakob Schönhagen noch ungeschlagen. 

Hoher Zuschauerschnitt und Hallenneubau ermöglichen erste Liga

Eng mit dem Fokus auf die eigene Jugendarbeit und der Wildcard verbunden sind zahlreiche weitere Entwicklungsschritte, die der Verein in den vergangenen Jahren gemacht hat. Noch in der Saison 2012 schmetterten die Volleyballer im Schnitt vor 200 Zuschauern, in der letzten Spielzeit ohne Pandemiebeschränkungen waren es 650 und zum letzten Heimspiel vergangene Spielzeit strömten 1.200 Volleyballbegeisterte. 

"Auch hier haben wir eine fantastische Entwicklung hingelegt und haben den besten Zuschauerschnitt aller Zweitligisten", freut sich Schneider. Ein Hauptgrund für die Attraktivität des Freiburger Volleyball-Events liegt zudem im Hallenneubau, den der Verein 2019 abgeschlossen hat. Das neue Schmuckkästchen der Volleyballer erfüllt alle Bedingungen für die 1.Bundesliga.

Gleichzeitig initiierte die FT 1844 Freiburg mit der Wildcard zahlreiche weitere infrastrukturelle Maßnahmen, die das gesamte Umfeld professionalisiert haben. Darüber hinaus wurden zur Weiterentwicklung des jungen Kaders punktuell erfahrene Spieler verpflichtet, um einerseits die Trainingsqualität zu erhöhen und andererseits Ruhe im Spiel zu gewährleisten. Seit zwei Jahren haben die Verantwortlichen zudem eine hauptamtliche Stelle für die Sponsorenbetreuung und Akquise geschaffen. 

Außerdem hat sich der Vorstand breiter aufgestellt. Die sportliche Leitung im weiblichen und männlichen Jugendbereich ist rundum erneuert worden. Hinzu kommt, dass sowohl die zweite Herrenmannschaft als auch das erste Frauenteam seit dieser Saison in der Regionalliga schmettern. 

Veränderte Lizenzbedingungen begünstigen Aufstieg - Sponsorensuche läuft

"In vielerlei Hinsicht also zeigt unsere eigene Entwicklung seit Jahren nach oben", erklärt Schneider, der gleichzeitig aber auf das Angebot der Volleyball Bundesliga verweist, die den Aufstieg überhaupt erst möglich macht.

Weil seit Jahren kein Verein mehr den Aufstieg aus der 2. Bundesliga gewagt hat, haben die Erstligisten diesen Sommer die Lizenzanforderungen deutlich zurückgenommen und entwicklungsfähige Clubs direkt angesprochen. Von diesem Angebot macht Freiburg nun Gebrauch. 

Schneider erläutert das ganze metaphorisch: "Wir haben in den vergangenen Jahren hier ein feines Segelschiff gebaut und das Angebot der 1. Liga verschafft uns jetzt unverhofft früh zusätzlichen Wind, den wir nutzen wollen. Damit das ganze aber nachhaltig wird, brauchen wir weitere Sponsoren, die uns auf unserem Weg begleiten und uns auf unserer Fahrt unterstützen." Dazu hat die Volleyball-Abteilung einen Wirtschaftsbeirat gegründet, der nun die Finanzierung des Projekts angeht. 

Gesamtverein unterstützt Vorhaben

Insgesamt ist das Abenteuer Oberhaus ohnehin nur möglich, weil hinter der Abteilung mit der FT 1844 Freiburg einer der größten Sportvereine Südbadens steht. Peter Gerspach, der Geschäftsführer des Vereins, erläutert. "Aufgrund der sportlichen Entwicklung und der infrastrukturellen Verbesserungen der vergangenen Jahre, ist der Aufstieg der nächste folgerichtige Schritt. Präsidium und Vorstand befüworten die neue Zielsetzung der Volleyballabteilung und stehen voll und ganz hinter dem Projekt."

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