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Gute Ansätze gezeigt, inkonstant gespielt

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2. Bundesligen: Gute Ansätze gezeigt, inkonstant gespielt

04.10.2022 • 2. Bundesligen Autor: TuB Bocholt 1907 e.V. 404 Ansichten

Die Volleyballer von TuB Bocholt haben die große Chance verpasst, sich in der oberen Hälfte der Zweiten Volleyball-Bundesliga festzusetzen.

Gute Ansätze gezeigt, inkonstant gespielt - Foto:  Martin Beltinger

Der Angriff dieses mal nicht erfolgreich (Foto: Martin Beltinger)

Gegen den Aufsteiger Orderbase Volleys Münster mussten sich die TuB-Schrauber überraschend 1:3 (20:25, 25:21, 21:25,23:25) beugen. Somit bleiben die Bocholter mit vier Punkten im Mittelfeld der Tabelle stecken. Für Münster war es der erste Sieg, der entsprechend euphorisch gefeiert wurde.

"Dieses Spiel hätten wir gewinnen können. Aber die Jungs haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht. Einige Spieler erreichten auch nicht ihre Normalform. So konnten wir keinen Druck erzeugen und hatten in der Annahme zudem Schwierigkeiten. Ein Blockspiel habe ich bei meiner Mannschaft total vermisst", kommentierte TuB-Trainer Raimund Schneider die erste Saisonniederlage.

Sein Gegenüber Kai Annacker sprach von einem verdienten Sieg seiner Truppe: "Die Jungs kennen sich aus der Jugend untereinander sehr gut. Das hat uns zusätzlich motiviert. Da war Feuer im Spiel. Wir konnten unsere Fehlerquote gegenüber den Vorspielen erheblich reduzieren, haben auch viel besser geblockt. Diesen Sieg haben wir uns redlich erarbeitet."

Der erste Satz verlief lange Zeit sehr ausgeglichen. Allerdings glänzte Münster mit sehr schönen schnellen Angriffen durch die Mitte. Diese bereitete ihr Zuspieler Moritz Lembeck, der hinterher als bester Akteur ausgezeichnet wurde, immer wieder glänzend vor. Überhaupt kein Gegenmittel fand die TuB-Abwehr gegen Münsters Diagonalspieler Lenard Exner, der fast jeden Ball ins Feld schlug und permanent punktete.

Dagegen musste sich TuB die Punkte fleißig erarbeiten. Luis Kubo, der trotz Oberschenkelbeschwerden auflief, fehlte logischerweise etwas die Dynamik. Dennoch wurde er hinterher als bester Bocholter Akteur ausgezeichnet. Auch Ben Stoverink machte seine Punkte, konnte aber auch nicht an seine Glanzleistungen aus dem ersten Heimspiel gegen Warnemünde anknüpfen. Andreas Tins und Tom Dörpinghaus im Mittelblock punkteten lediglich, wenn die Annahme sicher kam. Aber die schwächelte, was ungewohnt war. Dagegen lieferte Diagonalangreifer Rudy Schneider eine überragende Partie ab. Er punktete permanent und riss mit seiner Dynamik die 150 Zuschauer immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Mit seinen Punkten hielt er TuB im Spiel. Am Ende schlug Ben Stoverink allerdings zwei Bälle ins Aus, sodass Münster den ersten Satz 25:20 gewann.

Für den zweiten Satz hatten sich die Bocholter viel vorgenommen. Und immer wieder war es Rudy Schneider, der die Gäste mit begeisterten Angriffsschlägen vor unlösbare Probleme stellte. TuB zog Mitte des Satzes auf 18:14 davon. Als Tom Dörpinghaus den Ball durch die Mitte zum 25:21 verwertet hatte, gelang der Satzausgleich.

Dieses Niveau konnte die Schneider-Sechs allerdings nicht halten. Im Angriff scheiterten die Bocholter mehrmals am gegnerischen Block und es wurden oft die falschen Entscheidungen getroffen. So ging Münster mit 22:15 in Front. Mit einer tollen Aufschlagsserie von Ben Stoverink kam Bocholt noch mal auf 20:22 heran. Aber die Gäste konzentrierten sich wieder und gewannen diesen Durchgang mit 25:21 Punkten.

TuB reagierte und zeigte im vierten Satz eine andere Körpersprache. Die Bocholter zogen mit guten Angriffen auf 8:5 davon. Die Partie stand jetzt auf einem hohen Niveau, weil Münster konterte. Leider bekam Bocholts bester Angreifer Rudy Schneider zu wenige Bälle zugespielt, was auch Trainer Raimund Schneider hinterher bemängelte. "Rudy war heute unser bester Mann. Ihn hätten wir gerade in den entscheidenden Phasen mehr ins Spiel bringen müssen."

Beim Stande von 15:16 hämmerte Ben Stoverink den Ball ins Aus. Er ärgerte sich über diese vergebene Chance und trat vor die Stange. Dafür bekam er die Rote Karte und Münster einen Punkt zusätzlich geschenkt. Mit Wut im Bauch kämpfte sich Bocholt noch auf 22:21 vor. Doch am Ende reichte es nicht mehr. Münster besaß das bessere Ende für sich und gewann diesen Satz mit 25:23 und damit die Partie.

Schneider: "Wir haben sehr gute Ansätze gezeigt, aber leider auch inkonstant gespielt. Da kann ich mich nicht ausnehmen. So konnten wir uns heute nicht belohnen."

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