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Tie-Break-Sieg gegen Essen

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2. Bundesligen: Tie-Break-Sieg gegen Essen

03.10.2022 • 2. Bundesligen Autor: BSV Ostbevern 1923 e.V. 288 Ansichten

Die Zweitligadamen des BSV haben in einem packenden Spielverlauf die ersten Heimpunkte eingefahren.

Tie-Break-Sieg gegen Essen - Foto:  Andreas Schneider

Siegerfoto mit den Feldhelfern (Lizenz: kostenfreies Nutzungsrecht für redaktionelle Zwecke mit Urheberangabe) (Foto: Andreas Schneider)

Nach 0:2-Satzrückstand konnten sie die Partie gegen den VC Allbau Essen noch mit 3:2 für sich entscheiden (17:25, 18:25, 25:22, 30:28, 15:6). 

Die rund 150 Zuschauer in der Beverhalle erlebten wieder einmal, was den Reiz der Zählweise bei Rückschlagspielen wie Volleyball ausmacht: Man kann eine klare Führung nicht über die Zeit bringen - Sieger wird, wer den letzten Satz gewinnt. Und der BSV-Anhang honorierte, als die Heimmannschaft im dritten Durchgang besser in die Partie kam und auf eine Wendung im Spiel drängte, machte mächtig Stimmung und pushte das Team, bis es im Tie-Break voll im Flow war.
Dabei waren die Gäste, die sich mit Platz 3 in der Saison 20/21 und Platz 4 im letzten Jahr mittlerweile als stärkste Kraft hinter den Topteams aus Borken, Köln und Leverkusen etabliert haben, in den ersten beiden Abschnitten vollkommen "Frau der Lage" gewesen. Ohne Routinier Sandra Ferger angereist, dafür erstmals mit Ex-Erstligaprofi Alisha Ossowski zeigte sich die Mannschaft von Marcel Werzinger gut auf den BSV eingestellt und unbeeindruckt von ihren beiden Auftaktniederlagen der noch jungen Saison. Bei Ostbevern dagegen blieben die Waffen vorerst stumpf. Im Service lief es ähnlich wie gegen Berlin, der rechte Druck auf die Essener Annahme wollte nicht gelingen, diverse Aufschlagfehler kamen hinzu. Im Angriff ließen die BSV-Damen Dynamik und Durchschlagskraft vermissen. Zwar brachten Luisa Lüpken und Anna Dreckmann vorübergehend frischen Wind und im Zweiten pirschte sich der BSV nach 9:16 auf 16:17 heran, dann aber übernahmen wieder die "Pottperlen" die Regie und sicherten den ersten Punktgewinn der Saison. 
Wenn es auch spielerisch noch nicht lief, was das Heimtteam gut machte: Es blieb ruhig, bei sich und zuversichtlich und lauerte auf seine Chance. Die bot sich im dritten Satz. Die ersten Wirkungsaufschläge von brachten Ostbevern neue Energie und einen 8:5-Vorsprung zur ersten technischen Auszeit. Noch kämpften die BSV-Damen mit der Stabilität in ihrem Spiel, kamen aber auch im Angriff allmählich besser in Schwung und verteidigten die Führung lange. Als Essen bei 18:17 in Front ging, musste man um den BSV bangen. Doch mit dem "Nein-wir-woll'n-noch-nicht-geh'n"-Gefühl zeigte das Heimteam Mut und Entschlossenheit und verdiente sich den Satzanschluss redlich gegen eine Gästemannschaft, die an Kaltschnäuzigkeit inzwischen eingebüßt hatte.

Der vierte Durchgang entwickelte sich zu einem Sonntagnachmittagskrimi. Bis 17:17 lieferten sich beide Kontrahenten ein zähes Ringen um das Übergewicht, dann zog der BSV mit Lea Dreckmann am Service auf 21:17 weg und hatte bei 23:18 den Tie-Break schon dicht vor Augen. Doch Essen konterte. Die Aufschläge von Carlotta Strube wirbelten die BSV-Annahme mächtig durcheinander und der schöne Vorsprung schwand dahin. Den Matchball bei 23:24 verzog die Essener Diagonale allerdings knapp und auch beim zweiten Matchball leisteten sich die Gäste einen Servicefehler. Die nächsten Ballwechsel waren allesamt umkämpft, teils dramatisch. Zwischenzeitlich hatte der BSV einen Satzball, dann Essen zwei weitere Matchbälle, ehe BSV-Kapitänin Sabrina Roer per Block den Sack für Ostbevern zumachen konnte.
Der fünfte Satz setzte das Kopf-an-Kopf-Rennen zunächst fort. Dann gelang es dem BSV, sich leicht abzusetzen, und als auch der erste Punkt nach dem Seitenwechsel spektakulär ans Heimteam ging (9:5), gab es kein Halten mehr. Einen Punkt holte Essen noch, den Rest gewann ein nun entfesselt aufspielender und von einem enthusiastischen Publikum unterstützter BSV.

Die MVP-Medaillen gingen auf beiden Seiten an Akteure, die in dieser Partie ihr Saisondebüt und ihrer Mannschaft eine Menge Stabilität gegeben hatten:

MVP Gold: Anna Dreckmann
MVP Silber: Alisha Ossowski

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