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2. Bundesligen: Berlin zu stark

26.09.2022 • 2. Bundesligen Autor: BSV Ostbevern 1923 e.V. 284 Ansichten

Die Zweitligadamen unterlagen zur Heimpremiere der neuen Saison gegen stark aufspielende Gäste vom BBSC Berlin mit 1:3 (19:25, 19:25, 25:23, 16:25).

Die knapp 130 Zuschauer in der Beverhalle konnten sich bereits im ersten Durchgang ein Bild davon machen, was die Qualität einer etablierten, erfahrenen Zweitligamannschaft ausmacht. Der BSV - hochmotiviert, dem eigenen Publikum eine couragierte Leistung zu präsentieren - kam glänzend in die Partie. Der Block war sehr präsent, dreimal kam der Schnellangriff durch, dreimal punktete Sophia Kerkhoff - der BSV brachte sich mit 6:3 in Front. Doch Berlin blieb ruhig und abgeklärt, reagierte auf den BSV-Sturm und schon zur ersten technischen Auszeit waren die Gäste wieder gleichauf. Über 10:13 und 12:19 setzten sie sich ab und sicherten sich die Satzführung. Was war geschehen? Die Hauptstädterinnen suchten im Angriff erfolgreich die Finger des BSV-Block, anstatt die Bälle herunterzuziehen, und zogen auf der Basis eines druckvollen, aber fehlerarmen Aufschlagspiels ihr kompaktes Abwehrspiel auf, das dem BSV das Punkten schwer machte. Der BSV seinerseits hatte Mühe, sich in der Abwehr auf die lang abgeschlagenen Angriffe und Blockabpraller einzustellen und beim Bemühen, im eigenen Service ähnlichen Druck aufzubauen, unterlief den Ostbeverner Damen einiges mehr an Fehlern. Dieses Übergewicht münzte Berlin auch in Durchgang 2 zur letztlich ungefährdeten 2:0-Satzführung um. 
Zwar kam das Heimteam in den ersten beiden Abschnitten nicht in die Nähe des Satzgewinns, es enttäuschte aber mitnichten. Das Engagement war hoch und immer wieder konnte auch der BSV mit starken Aktionen zu einer attraktiven Partie beitragen. "Wenn wir am Limit gespielt haben, konnten wir durchaus gegenhalten", urteilte Coach Dominik Münch. "Uns fehlte es aber noch an der Konstanz, das hohe Niveau in den eigenen Aktionen durchzuhalten."
Das gelang im dritten Durchgang. Der BSV hatte umgestellt. Auf der Diagonalposition war nun Amelie Strothoff im Einsatz, die in den ersten beiden Sätzen im Rahmen von Doppelwechseln schon mutig aufgespielt und Akzente gesetzt hatte und später die MVP-Auszeichnung auf BSV-Seite erhielt. Mit Esther Spöler am Service gelang die 6:3-Führung und den Vorsprung verteidigten die BSV-Damen hartnäckig über eine lange Phase. Als der BBSC bei 19:19 dann doch den Ausgleich markiert hatte, lag ein 0:3 in der Luft. Mit einem enthusiastischen Publikum im Rücken fightete Ostbevern jedoch um seine Chance und lieferte dem Kontrahenten ein packenden Finish. Und siehe da: Unter diesem Gegendruck blieb auch das routinierte Team von Jens Tietböhl nicht fehlerfrei. Zweimal punktete der BSV-Block, weil die Gäste ihrer Angriffslinie nicht treu blieben, zweimal wackelte die BBSC-Annahme mehr als zuvor und den zweiten BSV-Satzball legte Berlins Außenangreiferin an die Netzkante. Damit stand der erste Satzgewinn gegen die Hauptstädterinnen zu Buche - in der Saison 2019/20 war dies in beiden Spielen nicht gelungen.
Doch mit Abkühlung der Satzpause fand das Berliner Spiel wieder zu seiner Präzision zurück und die BSV-Euphorie nach dem Satzanschluss (4:2) wurde schnell wieder eingefangen. Zur ersten technischen Auszeit hatten sich die Gäste auf 4:8 abgesetzt. Berlins Diagonale Natalie Sabrowske (MVP), schon in den vorangegangenen Abschnitten eine häufige Punktlieferantin, war für den BSV kaum unter Kontrolle zu bringen. Die Gatsgeberinnen stemmten sich zwar noch ein-, zweimal gegen den Rückstand, verloren aber gleichzeitig auch häufiger die Ordnung und brachte so nicht mehr den Druck zustande, der nötig gewesen wäre, um Berlin gar einen Punkt abzuluchsen.

Fazit für den BSV: Verloren, aber doch einen Schritt nach vorn gemacht, weil die Mannschaft gemerkt hat, dass sie gegen die Qualität eines etablierten Zweitligateams nicht chancenlos ist. Nächste Woche gibt's schon die nächste Gelegenheit, sich zu bewähren, wenn am Sonntagnachmittag der VC Allbau Essen in der Beverhalle zu Gast ist.

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