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Bundesligen: Gelingt der Heimauftritt dieses Mal?

04.05.2022 • Bundesligen Autor: Robert Raff, MTV Stuttgart 1843 e.V. 295 Ansichten

Es war eine gehörige Portion Erleichterung, die da auf der Rückfahrt im Stuttgarter Mannschaftsbus den Platz im Gepäckraum gebucht hatte.

Gelingt der Heimauftritt dieses Mal? - Foto:  SC Potsdam

Simone Lee zeigte im zweiten Finalspiel eine starke Leistung. (Foto: SC Potsdam)

Es geht doch. Nach zwei Spielen ohne Satzgewinn gegen Potsdam ist der Knoten am Freitag scheinbar geplatzt. Das 3:0 auswärts in der MBS-Arena war die richtige Antwort auf die Niederlage zum Auftakt. Und hat gezeigt, dass man dem geordneten und disziplinierten Spiel der Potsdamerinnen durchaus beikommen kann. Durch hohen Aufschlagdruck setzte man die in Stuttgart so sichere Annahme der Brandenburgerinnen unter Druck, das US-Duo Rivers/Lee funktionierte wieder so einwandfrei wie in der Hauptrunde. Doch entscheidend war vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung. So hatte die stark aufgelegte Zuspielerin Ilka Van de Vyver - ihres Zeichens auch spätere MVP - bei beinahe jedem Angriff ausreichend Optionen. Mal das erste Tempo mit Eline Timmerman, mal schickte sie Maria Segura auf Außen ins Rennen. Wenig ausrechenbar war das Spiel des Hauptrundensiegers, dazu kam die dieses Mal exzellente Blockarbeit. Ganze neunmal scheiterte der Potsdamer Angriff am Block von "Stuttgarts schönstem Sport" - sicher auch ein Schlüssel für den am Ende deutlichen Sieg. Und vielleicht ist der Erfolg von Potsdam nun ein Brustlöser für die Stuttgarter Mädels. Weil am Freitag eben viele Dinge in die Stuttgarter Richtung liefen.   Und weil man das sonst so sichere und positiv unorthodoxe Spiel des Gegners aus den Angeln heben konnte.

Der Gegner wird jedoch in kleinster Weise klein beigeben. In jedem Duell zwischen beiden Teams in dieser Saison gewann steht's die Auswärtsmannschaft. Der Statistik zufolge wäre also nun wieder Potsdam an der Reihe. Guillermo Hernandez wird von dem Auftritt seiner Truppe als Freitag wenig angetan gewesen sein - umso eher sind die Seinen wohl auf eine Reaktion aus. Aus Stuttgarter Sicht sollte man also genauso auftreten, wie in der MBS-Arena. Kommen wieder die Unsicherheiten und die Fehler hinzu, dann wird der ohnehin starke SCP noch stärker gemacht. Auf Potsdamer Seite sollen vor allem Top-Angreiferin Anett Nemeth, die im zweiten Spiel eher blass blieb, und Mittelblockerin Maja Savic das Spiel lenken. Gerade die zuletzt herausragende hatte Allianz MTV am Freitag aber gut im Griff.

Es wird drauf ankommen, ob Allianz MTV Stuttgart das Momentum aus dem Auswärtsspiel mitbringen kann. Ist das der Fall, dann hat das Team aus dem Neckarpark gute Chancen, sich den "Meisterschaftsmatchball" zu sichern. Im Stuttgarter Lager hoffen sie darauf, dass der Heimauftritt dieses Mal gelingt.

Um 20:10 fliegt in der SCHARRena der erste Ball, wie alle Finalpartien wird auch diese live im TV bei Sport1 zu sehen sein. Ansonsten ist die SCHARRena ausverkauft - 2251 Zuschauer werden für eine eindrucksvolle Atmosphäre sorgen.

 

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