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2. Bundesligen: Karlsruhe beweist Moral

02.03.2022 • 2. Bundesligen Autor: SSC Karlsruhe 926 Ansichten

Die BADEN VOLLEYS SSC Karlsruhe bezwangen am vergangenen Samstagabend den GSVE Delitzsch in einem packenden Spiel mit 3:2 (25:22, 25:21, 23:25, 21:25, 15:12).

Karlsruhe beweist Moral - Foto: Andreas Arndt

Karlsruhe freut sich über die gelungene Revanche. (Foto: Andreas Arndt)

Nach einer 2:0 Satzführung verpassten es die Karlsruher, den Sack zuzumachen und Delitzsch schaffte den 2:2 Ausgleich. Am Ende behielt Karlsruhe jedoch die Nerven und fuhr den 18. Saisonsieg ein.

Im vergangenen November mussten die Volleyballer des SSC Karlsruhe ihre erste Saisonniederlage einstecken. Gegner damals: der GSVE Delitzsch. Entsprechend vorgewarnt gingen die Karlsruher in die Partie am Samstag gegen den Tabellenachten, die besonders für ihre Angriffswucht durch die Mitte Liga weit gefürchtet sind. Wiedergutmachung in Form eines Sieges war das klare Ziel vor der Partie, auch wenn die Vorzeichen durch die kurzfristigen Ausfälle von Laurin Derr und Chefcoach Antonio Bonelli nicht perfekt waren. Für Bonelli übernahm Co-Trainer Joachim Greiner die Verantwortung an der Seitenlinie.

Die Partie verlief zunächst ausgeglichen. Früh zeigte sich, wie die beiden Teams den weiteren Spielverlauf gestalten würden. Während bei Karlsruhe vor allem das Außen-Annahme-Trio bestehend aus Kapitän Jens Sandmeier, Lukas Jaeger und Felix Roos für die Punkte sorgte, hatte auf Delitzscher Seite Mittelangreifer Robert Karl einen Sahnetag erwischt. Perfekt in Szene gesetzt von seinem Zuspieler Felipe Pardini-Glaser versenkte er einen Ball nach dem anderen in beeindruckender Manier im Feld. Der Karlsruher Block und Abwehr sollten ihn über das gesamte Spiel zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekommen. "Da haben wir einfach kein Mittel gefunden", musste Mittelblocker Thorben Sandmeier nach dem Spiel zerknirscht zugeben. Dennoch gingen beide Teams in einem sehr Side-out-lastigen Spiel im Gleichschritt dem Satzende entgegen. Beim Stand von 20:20 sorgten je ein Ass von Aufschlagjoker Tobi Hosch und Jens Sandmeier für die entscheidenden Breaks, Karlsruhe gewann mit 25:22.

Anfang des zweiten Durchgangs dann der nächste Ausfall: Mittelblocker Jonathan Finkbeiner hatte sich an der Hand verletzt und konnte nicht mehr weitermachen. Für ihn übernahm Leon Zimmermann. Bis zum Stand von 13:13 schenkten sich beide Teams nichts. Drei krachende Karlsruher Blocks innerhalb kürzester Zeit sorgten dann für die 19:15 Führung, die sie bis zum 25:21 verteidigen konnten.

Wer nun dachte, Delitzsch würde aufstecken, der sah sich getäuscht. Die lautstarken Gäste legten sogar nochmals eine Schippe drauf, vor allem im Aufschlag. Im eigenen Angriff weiterhin vor allem über die Mitte erfolgreich schafften sie es nun, den Karlsruher Annahmeverbund gehörig unter Druck zu setzen und so ihrerseits in den entscheidenden Momenten zu Breaks zu kommen. Satz drei verlief noch lange ausgeglichen, am Ende hatte Delitzsch das bessere Ende für sich und gewann mit 23:25. Im vierten Durchgang kam Karlsruhe bereits Mitte des Satzes durch Schwächen in der Annahme und unnötige Eigenfehler ins Hintertreffen, Delitzsch gewann verdient mit 21:25.

Doch auch Karlsruhe bewies Moral. Angepeitscht durch die eigenen Fans ließen sie sich auch durch einen schnellen 2:4 Rückstand nicht aus der Ruhe bringen, mit starken Abwehraktionen kämpften sie sich wieder zurück und gingen bis zum Seitenwechsel mit 8:6 in Führung. Auch die Annahme stand nun wieder stabil und Fabian Schmidt verteilte die Bälle sehr geschickt, sodass nur noch ein weiteres Side-Out abgegeben wurde. Über 10:8 und 12:10 ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen und konnten schlussendlich den Sieg in einem packenden Spiel gegen einen starken Gegner feiern. "Gegen Delitzsch ist es immer schwierig. Die geben nie auf und können sich enorm pushen. Zum Glück hatten wir unsere sehr geilen Zuschauer im Rücken, die haben uns den extra Schub gegeben der heute nötig war", so Thorben Sandmeier. Als MVPs wurden völlig verdient Robert Karl und Felix Roos ausgezeichnet.

 

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