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Lebedew: "Dieser Krieg geht uns alle an"

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Bundesligen: Lebedew: "Dieser Krieg geht uns alle an"

28.02.2022 • Bundesligen Autor: VfB Friedrichshafen e.V. 415 Ansichten

Die ganze Welt schaut in diesem Moment fassungslos in die Ukraine. Nach dem Überfall Russlands auf das Land herrscht Krieg - mitten in Europa. Viele Volleyballer demonstrierten in den vergangenen Tagen ihr Unverständnis über das Festhalten des Volleyball-Weltverbandes FIVB an der Weltmeisterschaft 2022 in Russland.

Lebedew: "Dieser Krieg geht uns alle an" - Foto: Günter Kram

Mark Lebedew bezieht klare Stellung zum Krieg in der Ukraine (Foto: Günter Kram)

VfB-Trainer Mark Lebedew ist gleichsam geschockt, schließlich hat der Australier seine familiären Wurzeln in der Ukraine und sagt deutlich: "Dieser Krieg geht uns alle an."

"Das Thema Nationalität war für meinen Vater schon immer eine große Sache", sagt Mark Lebedew, der Australier - der er nur ist, weil seine Familie aus der Ukraine eben genau dorthin ausgewandert ist. Lebedews Vater wuchs in Dnepr auf, lebte bis zum zehnten Lebensjahr in Mariupol. Es folgte mit sechs Jahren die Flucht quer durch Europa, die schließlich in Australien endete. "Ich habe dort auch noch Familie", sagt Lebedew nachdenklich. "Trotzdem geht dieser Krieg in der Ukraine uns alle an. Es ist eine völlig unnachvollziehbare Aktion, die fassungslos macht."

Gestern floh einer von Lebedews Cousins nach Moldawien, um diesem Krieg zu entkommen. Auch in seiner Wahlheimat Polen spürt der VfB-Cheftrainer, dass "die Leute dort sehr betroffen sind, weil sie auch eine andere Geschichte mit Russland und der Ukraine haben." Lebedew denkt kurz nach und wiederholt noch einmal den Satz, der ihm am wichtigsten zu sein scheint: "Dieser Krieg geht uns alle an."

Mit dieser Meinung ist er nicht allein. Weltweit stehen Athleten auf und stellen sich gegen die russischen Angriffe auf die Ukraine. "Profisportler sind ständig in der Welt unterwegs und treffen auf unterschiedliche Nationalitäten und Kulturen", erzählt der 54-Jährige. "Wir müssen nur in unsere Kabine schauen. Da treffen sich mit mir neun unterschiedliche Nationalitäten. Für Sportler ist das normal und vielleicht verstehen wir das besser als die Politiker. Wir Menschen sind alle gleich, es gibt keine Unterschiede. Die Unterschiede werden immer von außen gemacht."

 

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