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Ott und seine Aufrechten

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2. Bundesligen: Ott und seine Aufrechten

31.01.2022 • 2. Bundesligen Autor: Hermann Hummler, Südkurier, TSV Mimmenhausen 1899 e.V. 475 Ansichten

TSV Mimmenhausen - VC Dresden 3:2. - Das erschreckend kleine Häuflein Mimmenhausener setzte sich in einem rassigen Spiel doch noch 25:21, 25:20, 26:28, 13:25 und 18:16 gegen den Tabellenzehnten durch, der beinahe das Spiel gedreht hatte.

Ott und seine Aufrechten - Foto: Aimar Zabaleta Portraits

Dezimiert zum 3:2 (Foto: Aimar Zabaleta Portraits)

Am Ende aber feierten acht blau-gelbe Volleyballer einen teilweise nicht mehr für möglich gehaltenen Zwei-Punkte-Erfolg.

Der TSV startete erstaunlich gefestigt (8:5) in den ersten Satz. Gegen ein Dresden, das nach dem 3:2-Erfolg am Samstag in Friedrichshafen ein wenig Zeit benötigte, ums ins Spiel zu finden. Solange die Gastgeber ihre Fehlerquote gering hielten (16:10), war Dresden zweiter Sieger. Brachten aber Spielertrainer Christian Pampel & Co ihre Angriffe nicht durch, schlug es vor allem kräftig über die Mitte im TSV-Quadrat ein (20:18). Den Mannschaftsteil der Sachsen brachte Mimmenhausen das gesamte Match über nie unter Kontrolle. Mimmenhausen behielt die Nerven und holte sich den ersten Satz mit 25:21.

Annahmechef Joshua Müller und seine Kollegen hatten so gut wie alles im Spiel gehalten, was auf sie zukam, ihre Vorderleute machten daraus Punkt um Punkt. Auch im zweiten Satz. Tim Frings sorgte für die frühe Initialzündung. Der neue Mann im TSV-Dress, er vertrat Jonas Hoffmann so gut, dass er zum "Wertvollsten Spieler" gewählt wurde, hatte sich auf den Dresdener Libero Martin Kroß eingeschossen. Der war mit den Floataufschlägen des Öfteren überfordert - und schon führten die Hausherren 8:3. Über die zweite Technische Auszeit (16:12) hinaus raste der TSV-Volleyballexpress direkt zum zweiten Satzgewinn (25:20).

Noch einmal volle Konzentration, nur noch einmal, trotz der stärker werdenden Müdigkeit, dann wäre die unter solch schlechten Vorzeichen zu spielende Partie erstaunlich gut zu Ende gebracht. Dresden hatte etwas dagegen, war nun in der Partie angekommen. Je mehr Mimmenhausen in der Annahme schwächelte, kaum mehr Angriffe im ersten Zugriff zu Punkten machen konnte, nutzte Dresden nun gnadenlos seine deutliche Lufthoheit in der Mitte aus (8:6). Mimmenhausen hielt irgendwie dagegen (16:15), und erkämpfte sich mit sehr viel mehr Mühe als in den Sätzen zuvor dennoch den ersten Matchball. Birkenberg servierte den ins Netz (24:24), und mit dem 25:24 ging das Momentum beim 28:26 auf Dresden über. So sehr, dass die BZ-Arena angesichts der Souveränität der Gäste verstummte und zuschauen musste, wie das Team von Niklas Peisl den TSV Mimmenhausen mit 25:13 an die Wand spielte.

Ob sich Pampel & Co. davon noch mal erholen würden? Daran glaubten wohl die wenigsten. Aber den TSV Mimmenhausen zeichnet eine Charaktereigenschaft aus: nie aufgeben. Auch nicht unter diesen Umständen. Den Dresdner Matchball (14:13) wehrten Kapitän Lukas Ott und sein Häuflein Aufrechter ab. Und mit etwas Glück verwandelten sie ihren dritten zum 18:16. Neun glückliche Volleyballer feierten mit den Fans einen am Ende zwar glücklichen, aber aufgrund des unbändigen Willens doch verdienten Erfolg.

TSV Mimmenhausen: Ott, Streibl, Pampel, Frings (MVP), Birkenberg, Cipollone, Müller.

 

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