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Ein Satz ist gegen Berlin nicht genug

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Bundesligen: Ein Satz ist gegen Berlin nicht genug

23.01.2022 • Bundesligen Autor: VfB Friedrichshafen e.V. 654 Ansichten

Mit 1:3 (20:25, 25:18, 22:25, 19:25) hat der VfB Friedrichshafen seine erste Partie in der Zwischenrunde der der 1. Volleyball Bundesliga verloren. Das Team von Cheftrainer Mark Lebedew holte sich gegen die Berlin Recycling Volleys zwar einen Satz, blieb aber ohne Punkte. In einem Spiel, bei dem das Pendel immer wieder in beide Richtungen ausschlug, nutzte Berlin die eigenen Chancen besser. Friedrichshafen steht damit weiterhin auf Rang vier in der Gruppe der besten vier Teams der Normalrunde.

Ein Satz ist gegen Berlin nicht genug - Foto: Gora

Daniel Muniz und der VfB stehen nach dem Berlin-Spiel mit leeren Händen da (Foto: Gora)

Der Applaus der fast 1500 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle war groß, als VfB-Cheftrainer Mark Lebedew offiziell vorgestellt wurde. Die Fans der Berliner wissen noch ganz genau, welche Verdienste der Australier um die Erfolgsgeschichte des Clubs hat, den er am Samstagabend im ersten Zwischenrundenspiel besiegen wollte. Doch nach langer Weihnachts- und vor allem Corona-Pause gab es auf beiden Seiten viele Fragzeichen. Bei Friedrichshafen fehlten Libero Blair Bann sowie sein nachverpflichteter Ersatz Nikola Pekovic. Auch Lucas van Berkel war am Bodensee geblieben. Berlin ging mit Marek Sotola und nicht mit Publikumsliebling Benjamin Patch ins Spiel.

Es war deutlich Sand im Getriebe zu Beginn - bei beiden Teams. Am Anfang konnte Friedrichshafen die Unsicherheiten der Berliner noch nutzen (2:1, 7:7). Im späteren Verlauf des Satzes ließ das Team in Orange dem Gegner weiterhin die Chancen. Friedrichshafen agierten allerdings oft unglücklich (8:10, 12:15). Sergej Grankin zauberte Sotola blockfrei (13:16) und Ruben Schott lieferte das Ass (14:18) - Berlin schlich sich Punkt um Punkt davon. Auch wenn Simon Hirsch zum Ende des Durchgangs so langsam in Tritt kam (17:22, 18:23), reichte es nicht. Die Volleys holten sich den finalen Punkt durch die Mitte (20:25).

Berlin bekam im ersten Satz mehr Bälle auf den Boden als die Häfler. Und das sollte sich nun ändern. Andri Aganits setzte das erste Zeichen (3:2) und Marcus Böhme verwandelte mit viel Gewalt einen Notball von Ruben Schott (7:6). Cacic holte im Aufschlag den Hammer raus (9:7) und Muniz punktete aus dem Hinterfeld (14:10), nachdem er selbst mit dem Service die Grundlage für den Punkt geschaffen hatte. Bei Berlin ging viel ins Aus und auch in Böhmes Block (19:10), sodass es Berlins Trainer Cedric Enard zu bunt wurde. Benjamin Patch schnürte sich die Stiefel und machte in der Folge auch seine Punkte (20:12, 20:13), ohne Zuspieler Grankin. Aber der Bundesliga-Rekordmeister war schon zu weit enteilt (25:18).

Patch blieb und Grankin kam zurück zu Beginn von Durchgang drei. Der Russe ließ das Zaubern aber erst einmal sein und konzentrierte sich auf seinen Aufschlag (6:6, 6:8). Das und ein paar vermeidbare Fehler im Angriff des VfB reichten, um Berlin das Heft des Handels zurückzuschieben (8:12). Patch war nun endgültig da und servierte sein erstes Ass (9:14). Ohne Daniel Muniz, dafür mit Luciano Vicentin, war es weiterhin ein Abziehbild von Durchgang eins. Friedrichshafen bekam zu selten die Angriffe ins Ziel. Berlin dagegen schon (12:17, 13:19). Lebedew rotierte seine erste Sechs auf die Bank und die hatte bei Lukas Maases Block (18:22) auch Zugriff. Am Ende brachte Berlin es aber noch ins Ziel (22:25).

Bis hierhin hatte immer ein Team das klare Momentum auf der eigenen Seite. Auch im vierten Durchgang sollte das so sein. Zum Leidwesen der Gäste machte diesen Vorteil das Duo Grankin-Patch aus (7:10). Und diesen Vorsprung hielten die Hauptstädter bis in die Schlussphase (17:20). Lebedew versuchte es noch mit Stefan Thiel und Lukas Maase, was zuvor noch große Wirkung zeigte. Aber Nehemiah Mote und Co kamen dieses Mal besser mit den Spielerwechseln zurecht. Ein Aufschlagfehler von Cody Kessel (19:22) war der letzte Häfler Punkt. Jeffrey Jendryk sicherte seiner Mannschaft mit einem direkten Aufschlagpunkt (19:25) den Sieg.

"Wir in einigen Phasen ganz gut gemacht und unsere Taktik so umgesetzt, wie wir das geplant hatten", sagte ein sichtlich enttäuschter Mark Lebedew nach dem Spiel. "In den entscheidenden Momenten waren wir aber zu hektisch, wollten direkt den Punkt machen und haben Fehler gemacht. Man hat beiden Teams die lange Zwangspause deutlich angesehen. Aber ich habe genug gesehen, um mich auf das Pokalhalbfinale im Februar zu freuen."

 

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