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2. Bundesligen: Doppelt gemoppelt

22.01.2022 • 2. Bundesligen Autor: Jakob Schönhagen, FT 1844 Freiburg e.V. 715 Ansichten

Nach dem erfolgreichem Auftaktwochenende empfangen die Breisgauer am zweiten Doppelspieltag des Jahres zwei Schwergewichte aus dem Osten der Republik: Samstags geht es gegen den GSVE Delitzsch, sonntags gastieren die LE Volleys aus Leipzig im Dschungel.

Doppelt gemoppelt - Foto: Patrick Seeger

Foto: Patrick Seeger

GSVE Delitzsch

Benedikt Bauer war ein gefürchteter Zweitligaspieler. Der großgewachsene, imposante Außenangreifer galt als bayrische Axt der Gymnasialen aus Delitzsch. Ein gutes Jahrfünft lang lehrte er die Gegner der 2. Bundesliga das Fürchten. Mit messerscharfen Floataufschlägen durchwühlte er gegnerische Abwehrreihen, mit Ballgefühl entschärfte er Aufschläge und Angriffe und im Angriff behielt er auch in stürmischen Phasen die Übersicht.

In der Barockstadt Delitzsch hat Bauer diese Saison ein großes Erbe angetreten. Seit vergangenen Sommer trainiert der Jungspund das Zweitliga-Team der Delitzscher. Sein Vorgänger Frank Pietzonka war eine Koryphäe und feste Instanz des Bundesligaunterbaus. Er führte den GSVE bis in die Beletage und schaffte es immer wieder, aus den Sachsen eine schlagkräftige Gruppe zu formen. Auch nach dem Abstieg in die Dritteliga.

Nun also trainiert Bauer die Gymnasialen. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Delitzscher haben sich es im großen Tabellenmittelfeld bequem gemacht. "So gesehen wird das am Samstag eine schwierige Aufgabe", sagt FT-Manager Florian Schneider vor dem Spiel seiner Freiburger gegen den GSVE Delitzsch.

Trumpf der Sachsen ist ihr starker Mittelblock. Aus einer sicheren Annahme heraus sorgen Robert Karl und Philipp Maaß immer wieder für Verzweiflung in den gegnerischen Block-Feldabwehrreihen. "Sie wollen wir vom Netz halten. Im Hinspiel ist uns das gut gelungen", sagt Schneider.

Das besagte Spiel endete kurios. Weil der spielstarke Libero Julius Fritsche beim Matchball der Freiburger sich über eine Schiedsrichter-Entscheidung erboste und mit seiner Faust auf den Neztpfosten eindrosch, wurde er mit einer roten Karte geahndet: Punkt- und Spielgewinn Freiburg. Zumindest den Sieg würden die Freiburger am Samstag gerne wiederholen.

LE Volleys

Christoph Rascher war ein Bär von einem Mittelblocker. Er schaffte als Spieler das Kunststück mit Delitzsch und Leipzig Meister zu werden. Sein harter Sprungaufschlag sorgte für schlotternde Annahmeknie, sein Schnellangriff war hart, sein Block turmhoch. Diese Zeiten liegen mittlerweile schon einige Jahre zurück. Seither leitet er bei den LE Volleys als Chefcoach die Geschicke.

Er ist mit seinem Team in dieser Runde in eine missliche Lage geraten. Das Team, das vor der Saison als ein Anwärter auf die vorderen Ränge gehandelt wurde, ist in den Sog der unteren Tabellengefilde geraten. Und wenn man dort hineingerät, passieren kuriose Dinge. So auch vergangenes Wochenende, als die Leipziger gegen den TSV Mühldorf im Tiebreak eine 14:7-Führung noch aus der Hand gaben.

"Leipzig kommt sicherlich mit voller Kapelle und will unbedingt gewinnen. Wir müssen aufpassen", warnt Sportchef Florian Schneider. Volle Kapelle - das heißt bei den Sachsen, dass am Ende vermutlich auch Jannick Kühlborn für den LE auflaufen wird. Kühlborn ist im Breisgau gern gesehen. Zwei Saisons schnürte er für die Freiburger die Schuhe und gehörte dabei zu einem Stabilisator für das junge Team. Schlägt Kühlborn am Sonntag im Dschungel auf, wird er der Dreh- und Angelpunkt der Sachsen sein. "Ihn gilt es zu stoppen", sagt Schneider.

 

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