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DVV-Pokal: Schwerin fliegt zum siebten Pokal-Titel

28.02.2021 • DVV-Pokal Autor: VBL 1779 Ansichten

Titel Nummer sieben ist perfekt: Der SSC Palmberg Schwerin hat sich zwei Jahre nach dem letzten Triumph wieder zum DVV-Pokal Champion gekrönt. In der SAP Arena in Mannheim besiegte das Team von Coach Felix Koslowski den SC Potsdam klar in drei Sätzen mit 3:0 (25-19, 25-13, 25-18). Potsdam verpasste dagegen den historisch ersten Titel der Vereinsgeschichte.

Schwerin fliegt zum siebten Pokal-Titel - Foto: Conny Kurth

Anna Pogany (links) jubelt über ihren dritten DVV-Pokal (Foto: Conny Kurth)

Als der letzte Ball im Netz landete, brandete großer Jubel auf der Schweriner Seite auf. Dieser ließ kurz vergessen, dass die SAP Arena in diesem Jahr auf Zuschauer verzichten musste. Emotional wurde es trotzdem: Schwerins Coach Felix Koslowski ließ sich zu Boden fallen und tanzte anschließend mit Co-Trainer und Team.

"Das war beeindruckend"

"Wir haben uns im Team gegenseitig Vertrauen gegeben. Ich freue mich so sehr für diese Mannschaft und Gruppe. Ich bin einfach stolz", freute sich Koslowski und zeigte sich gleichzeitig überrascht: "Ich hätte mit dem Ergebnis nicht gerechnet. Auch nicht, dass unsere junge Mannschaft es so cool und mutig runter spielt - das war beeindruckend."

Zuvor sahen die TV-Zuschauer auf SPORT1 ein unerwartetes Match. Die Ergebnisse im Vorfeld des Finalspiels versprachen Spannung: In der Volleyball Bundesliga lieferten sich beide Teams in den vergangenen Liga-Duellen ausschließlich Fünf-Satz-Matches. Davon war im Pokalfinale dagegen nur noch selten etwas zu sehen.

"Es war ein einseitiges Spiel. Schwerin hat stark gespielt, man hat einfach auch die Erfahrung gemerkt, die sie in solchen Spielen haben. Auf der anderen Seite fehlt uns diese Erfahrung und wir waren wir vielleicht auch ein bisschen von der Situation überwältigt, da es das erste Finale war", sagte Potsdam-Trainer Guillermo Naranjo Hernández im Anschluss.

Lauren Barfield überragt

Dies machte sich im Spiel bemerkbar: Die US-Amerikanerin Lauren Barfield war im Angriff nicht zu stoppen. Mit 14 Punkten und einer Angriffsquote von überragenden 77 Prozent wirbelte sie die Abwehr der Potsdamerinnen durcheinander. Die Schwerinerinnen hatten wiederum in der Abwehr fast immer die Hände dran oder packten im Block zu (neun Punkte).

So zerschlug sich nach der 2:0-Satzführung auch im dritten Satz schnell die Hoffnung, als Potsdam kurzzeitig auf 15:16 verkürzen konnte. Fünf Schweriner Punkte in Folge ebneten den Weg zum siebten Pokal-Erfolg der Vereinsgeschichte, bei dem auch Anna Pogany ihre Erfolgsserie fortsetzen konnte.

Nummer drei für Pogany

"Wir konnten alles umsetzen, sind von der ersten Sekunde aggressiv gewesen. Der Pokal liegt mir wohl", freute sie sich. Es war ihr drittes Pokalfinale und ihr dritter Sieg. 2014, damals noch in Hallen/Westfalen, gewann sie mit den Roten Raben Vilsbiburg , 2019 folgte der Schweriner Sieg in Mannheim. Zwei Jahre später darf sie erneut die 61 Zentimeter hohe und sieben Kilogramm schwere Trophäe nach oben stemmen.

Weitere Finalstimmen

Schwerins Mittelblockerin Marie Schölzel: "Es fühlt sich großartig an. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Am Ende war es ein sehr deutliches Spiel, ich bin überglücklich. Auf der einen Seite erwartet man ein knappes Spiel, aber wir haben einfach mehr Spielerinnen, die Erfahrung mit solchen Finals haben. Ich denke, dass hat uns heute sehr geholfen. Trotzdem habe ich die Zuschauer sehr vermisst. Es ist nicht dasselbe mit leeren Rängen. Die Atmosphäre in der Halle fehlt, auch heute."

?Potsdams Kapitänin Antonia Stautz: "Schwerin hat deutlich besser ins Spiel gefunden, hat perfekt angenommen. Unsere Annahme war auch nicht schlecht, aber wir konnten keinen Druck im Aufschlag machen und unser Side-Out nicht halten. Bei Schwerin hat außerdem heute alles funktioniert, in jeder Abwehr hatten sie den Ball, waren an jedem Ball dran und haben uns das Spiel sehr, sehr schwer gemacht. Sie haben verdient gewonnen."

 

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