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Arbeitssieg in Unterhaching

Bundesligen: Arbeitssieg in Unterhaching

15.11.2020 • Bundesligen Autor: Matthias Liebhardt 1615 Ansichten

Der VfB Friedrichshafen hat am Sonntagabend im vierten Spiel der Volleyball Bundesliga den dritten Sieg eingefahren. Das Team von Cheftrainer Michael Warm besiegte den TSV Unterhaching mit 3:1 (25:20, 20:25, 25:18, 25:13), tat sich lange schwer, ins Spiel zu kommen und überzeugte erst im finalen Durchgang vier. Mit Avery Aylsworth und Ben-Simon Bonin feierten gleich zwei Häfler ihre Bundesliga-Premiere.

Arbeitssieg in Unterhaching - Foto: Edmund Zuber

Vor allem im Block war Friedrichshafen gegen Haching eine Macht (Foto: Edmund Zuber)

Der junge Wilde auf Häfler Seite, mit Namen Linus Weber, hatte gegen die jungen Wilden aus Haching ein paar Probleme mit der Visiereinstellung (1:2, 2:3). Deshalb mussten es erst einmal die anderen VfB-Akteure richten. Zuspieler Dejan Vincic und David Fiel blockten ihr Team zur Führung (5:4, 7:5). Die Marschroute für das Team von Michael Warm war dann deutlich erkennbar: viel Druck im Aufschlag, den nicht optimalen Angriff der Gäste sichern und seinerseits schnell zum Punkt kommen. Vor allem durch die Mitte mit David Fiel und Arno van de Velde klappte das prima (10:6, 14:10). Als Linus Weber dann auch in Stimmung war (19:12), war Friedrichshafen nicht mehr zu stoppen. Arno van de Velde erblockte den Satzball, den Zahar mit einem Auschlagfehler für seinen Gegner verwandelte (25:20).

Bei Friedrichshafen änderte sich dann vor allem eins: der Libero. Neuzugang Avery Aylsworth löste Steuerwald in der Defensive ab. Am jungen Amerikaner lag es aber nicht, dass Weber zwei Mal übertrat (5:4, 7:7) und Rares Balean mit einem Angriff ins Aus Haching zum ersten Mal in Führung brachte (7:8). Friedrichshafen ließ sich einlullen und lag plötzlich sogar mit drei Zählern zurück (7:10). Erst van de Velde stoppte den Lauf der Rand-Münchener (9:13), die am ersten Satzgewinn der aktuellen Saison schnupperten. Mit Martti Juhkami, Joe Worsley, Ben-Simon Bonin und Lukas Maase wechselte Warm erneut und damit seine Anfangsformation heftig durcheinander. Es blieb aber beim Schlafwagen-Volleyball des Rekordmeisters. Haching machte nichts besonders gut, allerdings auch wenig falsch (14:17, 15:21). Juhkami und Worsley waren on fire (17:21, 18:21) - allerdings reichte das nicht. Fiels Block ging ins Aus (20:25).

Michael Warm vertraute weiterhin auf seinen vermeintlich zweiten Anzug, der sich jetzt mühsam in die Passform zwängte (4:2, 4:4). Erst als Worsley und van de Velde gegen Sagstetter im Block standen und Maase am jungen Hachinger vorbei schlug (6:4, 8:4), war das Grinsen aus Patrick Steuerwald s Gesicht wieder weggewischt. Der TSV-Coach nahm die Auszeit, Friedrichshafen spielte nicht unbedingt schöner, aber wieder effektiver (11:5). Mit wieder mehr Druck im Aufschlag - wie bei Juhkami Ass zum 16:11 - und der deutlichen Dominanz im Block , vor allem von van de Velde und Fiel (17:12), segelte der VfB den Satz durch den Hachinger Sturm, für den vor allem Diagonalangreifer Simeon Topuzliev verantwortlich war. Juhkami machte es mit Köpfchen (21:15) und Fiel schließlich mit Gewalt (25:18).

Friedrichshafen hatte jetzt das Heft des Handelns in der Hand und Juhkami wollte das mit zwei Assen auch nicht mehr hergeben (2:1, 4:1). Der TSV Unterhaching kämpfte weiter tapfer - Juhkami servierte allerdings auch in der nächsten Rotation so, dass Fiel im Block leichtes Spiel hatte (14:9) und der estnische Nationalspieler gleich selbst noch zwei Asse nachlegen konnte (16:9, 17:9). Den größten Jubel des Abends ließ aber Ben-Simon Bonin ab. Der 17-Jährige blockte sich zum 18:9 und somit zu seinem ersten Punkt in Liga eins. Der Rest war dann noch Formsache. Bonin schnappte sich den Ball zum Aufschlag und gab ihn erst beim 24:13 wieder her. Ein Aufschlagfehler der Hachinger besorgte dann die drei Punkte für den VfB.

"Wir haben sehr lange die Konsequenz vermissen lassen, um das Spiel klar zu gestalten", sagte Cheftrainer Michael Warm nach dem Arbeitssieg. "Wir konnten trotzdem viele Spieler einsetzen und ihnen somit Spielpraxis ermöglichen."

 

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