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Der Pokal und seine Gesetze: „RedSox“ eiskalt im Alpenland

DVV-Pokal: Der Pokal und seine Gesetze: „RedSox“ eiskalt im Alpenland

03.11.2019 • DVV-Pokal • Autor: Moritz Liss 213 Ansichten

Reichlich verschlafen begann zunächst die Begegnung für den TVR. Rottenburgs Coach Christophe Achten musste seine Spieler beim Stand von 6:1 für Innsbruck vom Feld rufen und zur Auszeit beten. Anschließend wachte seine Mannschaft auf: Rottenburg kämpfte sich heran (10:8), verlor wieder den Kontakt (16:12), ehe Leon Dervisaj mit einem Zuspiel-Trick zum 19:16 verkürzte und Hoffnung aufkeimte. Die favorisierten Gastgeber ließen jedoch keine Zweifel und holten sich Durchgang eins (25:20).

Früher Ausgleich hilft

Deutlich besser startete Rot-Weiss dagegen in den zweiten Satz. Immer wieder war es Außenangreifer Tim Grozer, der Punkte für seinen TVR sammelte. So kam es, dass Rottenburg führte und diesmal Innsbruck die Mannschaft war, die den Anschluss zu halten versuchte. Innsbrucks Coach Stefan Chrtiansky musste gar mit einer Auszeit reagieren, um den Rottenburger Lauf zu stoppen (12:15). Den gewünschten Effekt zeigte diese Maßnahme nur bedingt. James Weir’s Block vollendete schließlich zum 1:1 Satzausgleich (24:26).

Innsbruck holt sich die Führung zurück

Vom Ausgleich beflügelt starteten die Rottenburger in den dritten Durchgang. Wieder war es der TVR, der führte, wieder musste Gastgeber Innsbruck, der aufholen musste. Und das taten die AlpenVolleys auch: Nach dem 12:12-Ausgleich drehte sich das Spiel und Innsbruck baute die Führung aus (16:12). Die „RedSox“ aus Rottenburg verkürzten zwar mehrmals (19:16, 20:18), an der Innsbrucker Führung im Gesamtspielstand änderte das nur wenig (25:20).

TVR nutzt Momentum und gleicht aus

Es hatte sich längst eine Partie auf Augenhöhe entwickelt. Das spiegelte auch der Spielstand wieder, der selten eine Führung eines Teams mit mehr als drei Punkten anzeigte. So auch in Durchgang vier: Zur ersten technischen Auszeit führte Innsbruck (8:7), in der zweiten technischen Auszeit lag Rottenburg vorn (15:16). Jetzt war der TVR an der Reihe, für den zuerst James Weir beim 23:23 zur Führung blockte und anschließend der Satzausgleich folgte. Dem Hallensprecher blieb lediglich, eine Runde „Dem Land Tirol die Treue“ in der Halle zu spielen.

Eine Sensation ist nicht mehr zu verhindern

Es roch nach Sensation in der weiten Olympiahalle. Die Sensation nahm nämlich im Tie-Break zügig konkrete Formen an. Kaum begann der entscheidende Satz, führte der TVR mit 6:2. Es gab schon Spiele, in denen ein solcher Vorsprung vergeigt wurde. Der TVR wuchs in diesem Moment jedoch über sich hinaus. Es folgte Block um Block und der schwäbische Auswärtssieg war nicht mehr zu verhindern. 15:9 hieß der Schlussspielstand, mit dem die Rottenburger am Ende ins Pokal-Viertelfinale einzogen.

MVP-Grozer: „Das fühlt sich toll an!“

MVP Tim Grozer war nach der Begegnung überglücklich: „Wir hätten das nicht gedacht. Die Anreise war nicht optimal, aber wir haben als Team zusammengehalten.“ Hintergrund: Die Rottenburger hatten sechs Stunden Busfahrt in den Knochen, verzichteten zuvor auf eine Übernachtung im Alpenland. Grozer weiter: Gratulation an das Team. Wir haben den Kopf nie hängen gelassen, haben Lösungen gefunden und stehen nun als Sieger über eines der großen Teams da. Das fühlt sich toll an!“

 

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