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Bronze in Kuala Lumpur

Beach World-Tour: Bronze in Kuala Lumpur

04.05.2019 • Beach World-Tour • Autor: Tom Bloch 477 Ansichten

Kuala Lumpur (tob). Premiere No. 1 für Karla Borger und Julia Sude : Sie hatten beide zuvor noch nie an einem FIVB-Turnier in Kuala Lumpur teilgenommen. Das Drei-Sterne-Turnier an der Saujana Beach in Port Jackson, südlich Kuala Lumpur, diente quasi auf dem Rückweg von Xiamen nach Deutschland als angenehmer Zwischenstopp. Premiere No. 2 für das Nationalteam: Sie holten sich ihre erste gemeinsame FIVB-Medaille.

Das Turnier war geprägt von extrem heißen Temperaturen um die 35°C im Schatten. Dafür lagen die Courts nur wenige Schritte von den sanften Wellen des Indischen Ozeans entfernt, direkt an der Straße von Malakka.
Doch bei aller Urlaubsstimmung, die diese Atmosphäre verbreitete, war der Grund des Aufenthalts in Malaysia doch ein ganz anderer…

Los ging es mit der Partie gegen Sara Olivova/Karolina Rehackova aus Tschechien, die auf der World Tour eher noch ein unbeschriebenes Blatt sind. Das klar favorisierte deutsche Nationalteam schnappte sich den 2:0-Auftaktsieg (21:11, 21:14) in 32 Minuten.

„Wir sind on fire“, meinte Karla Borger und die beiden bewiesen dies gleich wenige Stunden später mit dem 2:1-Erfolg (19:21, 21:17, 15:10) in 48 Minuten über Aline Chamereau/Alexandra Jupiter aus Frankreich. „Es war immer noch sehr heiß, aber beim zweiten Spiel eher nur der Sand, und der Wind hat für erträgliche Temperaturen gesorgt. Allerdings hat dieser Wind die Sache eben auch nicht einfacher gemacht“, berichtete Julia Sude .
Sportdirektor Dr. Burkhard Sude meinte in seiner Analyse: „Gegen die Asse per Sprungaufschläge haben wir fast nichts ausrichten können. Und nach dem ersten Satz war klar, es geht nur über Kampf und nur über hochkonzentrierten Side-Out. Und das ist gelungen. Aber die Ballwechsel waren bei diesem ständig drehenden Wind schon sehr schwierig, und es war nicht einfach diesen Sieg nach Hause zu fahren, aber verdient und souverän.“

Nach zwei Siegen und dem damit verbundenen Gruppensieg waren Borger/Sude direkt ins Achtelfinale eingezogen und trafen dort auf Lézana Placette/Alexia Richard. „Die beiden haben sich gegen die Französinnen ein bisschen schwer getan, aber 2:0 gewonnen. War ein Arbeitssieg in extremer Hitze, unter der alle hier leiden“, sagte Dr. Burkhard Sude über den 2:0-Erfolg (21:15, 21:15) in 37 Minuten.


Der Einzug ins Halbfinale war nach 36 Minuten durch den klaren 2:0-Erfolg (21:13, 21:12) über die US-amerikanischen Qualifikantinnen Amanda Dowdy/Corinne Quiggle geschafft.

Dort wartete die wohl erfolgreichste Beachvolleyballerin aller Zeiten, Kerri Walsh Jennings, die 2004, 2009, 2012 Olympia-Gold holte und 2016 in Rio die Bronzemedaille. Dazwischen gestreut tummeln sich in der Ausnahmekarriere der dreifachen Mutter noch ein paar Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften 2003, 2005, 2007 und die Vizeweltmeisterschaft 2011. Seit Oktober 2018 spielt Walsh mit Partnerin Brooke Sweat auf dem Weg zu ihren fünften olympischen Spielen. Die 40-Jährige präsentierte all ihre Erfahrung am Netz und blockte nahezu jeden deutschen Angriffsball. Borger/Sude blieben im ersten Satz chancenlos und verloren am Ende mit 0:2 (11:21, 18:21).
„Im ersten Satz hat sich doch die Reichhöhe von Kerri bemerkbar gemacht, die war da echt übermächtig. Die haben zu einfach ihre Punkte machen können“, meinte Dr. Burkhard Sude. „Im zweiten Satz sah es besser aus, nachdem wir taktisch umgestellt haben. Aber leider haben wir uns etwas unter Wert verkauft.“

Im kleinen Finale gegen die Qualifikantinnen Paula Soria Gutierrez/Maria Carro aus Spanien entwickelte sich dann standesgemäß ein Kampfspiel. Doch am Ende war es der größere Wille und die größere Erfahrung, die sich durchsetzte. „Es war ne geile Teamleistung bei uns. Also klar, bei den Spanierinnen auch, aber bei uns eben noch mehr“, meinte Karla Borger und lachte. Im dritten gemeinsamen Turnier schnappten sich die beiden nach 42 Minuten und dem 2:0-Erfolg (23:21, 21:19) die Bronzemedaille – ihre erste gemeinsame FIVB-Medaille, der noch viele folgen sollen. „Wir freuen uns sehr über die erste FIVB-Teammedaille. Auch wenn es ‚nur’ ein Drei-Sterne-Turnier war, waren wir schon ein wenig unter Druck, weil wir ja an Zwei gesetzt waren. Aber dem haben wir standgehalten. Und durch eine wirklich gute Zusammenarbeit auf dem Feld, hat es in dem engen Spiel geklappt“, ergänzte Julia Sude .

Von Malaysia geht die Reise zurück nach Deutschland. Das Nationalteam wird zum Start der Techniker Beach Tour, also der nationalen Turnier-Serie, am kommenden Wochenende in Münster an den Start gehen.

 

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