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Ladies in Black zeigen NawaRo Grenzen auf

Bundesligen: Ladies in Black zeigen NawaRo Grenzen auf

13.01.2019 • Bundesligen • Autor: Georg Kettenbohrer 628 Ansichten

NawaRo Straubing zeigte sich am Samstag beim Heimspiel stark verbessert im Vergleich zu den vergangenen Spielen in Erfurt und zu Hause gegen Münster. Trotzdem gab es vor über 800 Zuschauern am Ende eine 0:3 Niederlage. Das lag aber vor allem an der souveränen Vorstellung des letztjährigen Halbfinalisten Ladies in Black Aachen.

Ladies in Black zeigen NawaRo Grenzen auf - Foto: Schindler

Lorena Sipic (schwarzes Trikot) machte ein gutes erstes Spiel für (Foto: Schindler)

Abgesehen von ein paar schwächeren Phasen in der Annahme präsentierte sich NawaRo am Samstagabend gut. Die Straubingerinnen hielten phasenweise gut mit dem übermächtigen Gegner mit. Der mit fast ausschließlich Nationalspielerinnen auf dem Feld agierende Gast aus Westfahlen dominierte das Spiel, trotz starker Gegenwehr der Niederbayern fast nach Belieben und gewann am Ende auch verdient alle Sätze klar (14:25, 16:25, 18:25).

Im ersten Satz erwischte NawaRo einen schlechten Start und lag schnell zurück (0:3), doch kurz vor der ersten technischen Auszeit waren die Straubingerinnen wieder dran (6:7). Das war jedoch nur eine Momentaufnahme, denn wenig später kam die belgische Nationalspielerin Aziliz Divoux zum Aufschlag für Aachen und legte eine sensationelle Serie hin. Vor allem Straubings Libera Sophie Dreblow fand in dieser Phase kein Mittel gegen die Flatter-Aufschläge der Belgierin. Die Folge war ein deutlicher Rückstand, den Aachen im Stile einer echten Spitzenmannschaft bis zum Satzende kontinuierlich ausbaute (14:25).
Der zweite Durchgang verlief ähnlich, wie der Erste. NawaRo geriet schnell in Rückstand (0:3), kam wieder heran (6:8) und wurde in der Satzmitte von einer Aufschlagsserie aus der Bahn geworfen. Diesmal war es die deutsche Nationalspielerin Lisa Gründing, die die Weichen für Aachen stellte. Auch sie deckte die Schwächen in der Straubinger Annahme schonungslos auf. So war auch der zweite Satz eine klare Angelegenheit für die Gäste (16:25).

Im dritten Satz keimte bei den NawaRo-Fans noch einmal Hoffnung auf. Die Straubingerinnen gingen sogar in Führung (2:1), doch nach einem Aufschlag, der knapp ins Aus gesegelt war, bekam Aachen wieder den Zugriff aufs Spiel, wie in den vorangegangenen Sätzen. Bis zur Satzmitte leistete NawaRo noch Gegenwehr, als sich die Aachenerinnen nach der zweiten Technischen Auszeit wieder absetzen konnten, war klar, dass NawaRo auch in diesem Satz nichts holen würde. Der Durchgang ging mit 18:25 an die Gäste.

Somit hatte das Spiel den Verlauf genommen, den die Experten erwartet hatten. Das Team von National-Co-Trainerin Saskia van Hintum war seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hatte dem Underdog keine Chance gelassen. Das musste auch Straubings Coach Benedikt Frank anerkennen. „Aachen hat heute unfassbar gut gespielt. Das war die beste Leistung einer Gastmannschaft in dieser Saison in unserer Arena“, zollte Frank den Gästen Respekt. „Aber unser Team hat eine deutliche Leistungssteigerung gezeigt, im Vergleich zu den Spielen in Erfurt und gegen Münster. Das macht mich optimistisch für die Heimspiele gegen Gegner auf Augenhöhe.“ Positiv war auch der erste Auftritt von Neuzugang Lorena Sipic. Die Mittelblockerin stand nach nur wenigen Trainingseinheiten mit ihrem neuen Team selbstbewusst auf dem Feld und ließ durch einige Blocks aufhorchen. Auch die zweite Mittelblockerin Celin Stöhr zeigte eine gute Leistung und wurde am Ende der Partie als wertvollste Spielerin von NawaRo ausgezeichnet. Beste Spielerin bei Aachen wurde die Diagonalspielerin Maya Storck. Die Schweizer Nationalspielerin steuerte 16 Punkte zum Sieg der Ladies in Black bei.

Für NawaRo stehen jetzt zwei sehr schwere Auswärtsaufgaben an. Am Mittwoch geht es zum Dresdner SC (19 Uhr) und am kommenden Samstag beim Deutschen Meister SSC Palmberg Schwerin (19 Uhr). Bei beiden Partien wäre ein Punktgewinn von NawaRo nichts weniger als eine Sensation. Anders ist die Lage am 26. Januar beim nächsten Heimspiel. Dann kommt der VfB Suhl in die turmair Volleyballarena. Ein Gegner, mit dem NawaRo in der Hinrunde bereits gut mithalten konnte und nur knapp einen Sieg in der Suhler Wolfsgrube verpasst hatte. „Gegen Suhl da wollen wir gemeinsam mit unseren Fans alles geben und die Punkte bei uns behalten“, erklärt Frank. Tickets für die Partie gibt es bereits an den lokalen Vorverkaufsstellen und im Internet auf www.nawaro-straubing.de.

 

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