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SSC Karlsruhe besteht im grünen Dschungel mit 3:1

Bundesligen: SSC Karlsruhe besteht im grünen Dschungel mit 3:1

09.12.2018 • Bundesligen • Autor: Seweryn Sadowski 310 Ansichten

Der grüne Dschungel ist besiegt, der positive Trend geht weiter. Am Samstagabend haben die Volleyballer des SSC Karlsruhe bei der Turnerschaft aus Freiburg mit 3:1 gewonnen (22:25, 25:23, 27:25 und 25:22). Durch diesen Erfolg rückt der SSC vorübergehend auf Rang sieben der Tabelle.

Die letzten Partien hatten es angedeutet: Der SSC befindet sich in einer guten Form. Was fehlte, war der im Sport sprichwörtliche Dosenöffner. Endlich mal gegen ein Team aus der oberen Hälfte nicht nur für die gute Leistung gelobt werden, sondern Punkte holen. An diese Marschroute hielt sich am Samstagabend das Team von Stefan Bräuer. Zwar musste man den ersten Satz (22:25) in der Endphase nach einem 20:20 abgeben, dennoch berappelte sich der SSC wieder. „Wir haben dieses Mal die Geduld bewahrt“, konstatierte Bräuer nach dem Spiel. Er erkannte auch das „schwache Aufschlagsspiel“ seiner Mannschaft, was den Hausherren einfache Spielzüge ermöglichte.

Dieses Problem behoben Bräuer und seine Jungs aber im zweiten Satz. Zunächst konnte sich zwar keine der beiden Mannschaften wirklich absetzen. 5:5, 15:15 oder auch 22:22 lauteten die Spielstände, nachdem zumeist der SSC immer mal wieder mit einem oder zwei Punkten in Führung lag. Dieses Mal war der Unterschied aber der, dass die Gunst der „Crunchtime“ auf Seiten der Karlsruher lag. Mit einem 25:23 glichen die SSC-Volleys nach Sätzen aus und holten sich Selbstvertrauen für den dritten.

Hier sollte es im grünen Dschungel die Emotionen noch einmal richtig hochkochen lassen. Vor einer insgesamt großartigen und sehr fairen Kulisse fand Karlsruhe etwas besser in den Durchgang und lag zwischenzeitlich vorne. Freiburg gelang es beim 16:16 oder 24:24 jedoch immer wieder auszugleichen. Bräuers Jungs schienen aber die richtigen Schlüsse aus den zu oft zu knapp verlorenen Sätzen gezogen zu haben. Eine ausreichende Portion Konzentration sowie Konsequenz besiegelten den 27:25-Satzerfolg. Mitentscheidend in dieser Phase waren auch Bräuers Wechseloptionen. Er konnte nahezu nach Belieben neue Impulse setzen. So war es beispielsweise Felix Roos, der in der Endphase mit zwei wichtigen Annahmen seine Kollegen im Spiel hielt.

Auch wenn die Karlsruher ab der Hälfte des vierten Satzes mit 7:10, 14:16 oder 17:19 zurücklagen, Hektik kam dabei nicht auf. Zu stark war das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten an diesem Abend. Bräuer wurde Zeuge einer souveränen Schlussphase, in der die Gastgeber nicht in der Lage waren, den Vorsprung nach Hause zu bringen. Der SSC holte sich auch diesen Satz mit 25:22 und somit auch das ganze Spiel. „Die Entwicklung der Jungs ist definitiv zu sehen“, freute sich Bräuer nach dem verwandelten Matchball.

Nach dem Erfolg stehen die SSC-Volleys in der Mitte der Tabelle, mit nur drei Punkten Rückstand auf Freiburg und Rüsselsheim. Mit einem Erfolg am letzten Heimspiel vor Weihnachten gegen Gotha, würden sie sich dort oben erst einmal ein wenig festsetzen. Dass die Fans ein spannendes Spiel erwarten können, dürfte nach dem jüngsten 3:0-Erfolg von Gotha gegen Unterhaching klar sein. ¬

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