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Ohne Chance in Österreich

Bundesligen: Ohne Chance in Österreich

03.12.2018 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 370 Ansichten

0:3 (19:25, 22:25, 16:25) – so deutlich wie das Ergebnis war auch der Spielverlauf. Am Sonntagabend mussten die BR Volleys bei den Hypo Tirol AlpenVolleys Haching die dritte Niederlage der noch jungen Saison 18/19 einstecken. Der „Dämpfer“ in der Innsbrucker Olympiahalle deckte erneut die Baustellen im Spiel der Hauptstädter auf und lässt die Männer von Cheftrainer Cedric Enard auf Rang fünf der Bundesligatabelle abrutschen.

Ohne Chance in Österreich - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Die BR Volleys begannen in der Olympiahalle von Innsbruck zunächst konzentriert und nahezu fehlerfrei. Samuel Tuia, Moritz Reichert und Libero Dustin Watten hielten die Annahme zusammen und so konnte Jan Zimmermann seine weiteren Angreifer Nicolas Le Goff, Jeffrey Jendryk und Benjamin Patch immer wieder variabel in Szene setzen (4:2, 10:7). Ein erster Ball ins Aus von Reichert und ein Angriff von Tuia in den Block ließen die Gastgeber aber ins Spiels kommen (16:15). Plötzlich lief bei den Hauptstädtern nichts mehr zusammen und die selbstbewussten Alpenvolleys nutzten nun jede sich bietende Chance zu punkten (17:19, 18:22). Der bis dato sehr treffsichere Patch blieb im Hachinger Dreierblock hängen (19:24) und die Gastgeber legten vor (19:25).

Der Tabellenführer hatte auch im zweiten Satz weiter Oberwasser und mit Kirill Klets einen kaum zu stoppenden Diagonalangreifer (2:5, 7:12). Enard reagierte mit der Einwechslung von Georg Klein und Kapitän Sebastian Kühner. Ein Reichert-Ass und ein Le Goff-Block machten Hoffnung und mit nun besserer Block-Abwehr gelang kurzzeitig der Ausgleich (14:14). Aber das Heimteam von Cheftrainer Stefan Chrtiansky ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und hatte in Danilo Gelinski einen raffinierten Ballverteiler, der auch im Service seine Klasse zeigte (19:22). Mit ihrer emotionalen Spielweise gewannen die Österreicher auch den zweiten Durchgang verdient (22:25).

Der mittlerweile wackelnden Annahme sollte im dritten Satz Adam White (für Reichert) Sicherheit geben. Mit dem Australier hielt man noch einmal dagegen (9:9), doch wieder musste Enard mit ansehen, wie sein Team den Faden verlor (10:16). Die Berliner fanden weiter kein Mittel, um die Hachinger entscheidend unter Druck zu setzen. 13 Fehlaufschläge zu nur einem Ass spiegelten eines der Probleme im BR Volleys Spiel wider. Einem letzten Aufbäumen von Kühner & Co (16:20) nahm Chrtiansky mit einer Auszeit den Wind aus den Segeln und ohne weiteren Punktgewinn nahmen die Dinge ihren Lauf. Der Matchball stand schließlich sinnbildlich für des gesamte Spiel: Außenangreifer De Leon legte den Ball abgezockt longline am Berliner Block vorbei und die Abwehr streckte sich vergebens (16:25).

„Uns hat es heute vielleicht an der letzten Aggressivität gefehlt. Haching hatte diesen Siegeswillen. Außerdem haben wir Diagonalangreifer Klets kaum in den Griff bekommen, zu viele leichte Fehler gemacht und ihr Zuspieler war ebenfalls sehr gut“, analysierte Mittelblocker Georg Klein das eindeutige Ergebnis. Vor den Berlinern liegen nun zehn spielfreie Tage, um die Niederlage aufzuarbeiten: „Wir müssen uns weiter alles im Training hart erarbeiten – an unserer Technik und dem Zusammenspiel feilen.“ Nachdem die BR Volleys in der Bundesliga nun die Spitzengruppe ziehen lassen mussten, möchte man am 13. Dezember in Hamburg gegen die SVG Lüneburg unbedingt ins Pokalfinale einziehen.

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