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Überraschung verpasst: VCW verliert Pokalviertelfinale in Stuttgart

DVV-Pokal: Überraschung verpasst: VCW verliert Pokalviertelfinale in Stuttgart

25.11.2018 • DVV-Pokal • Autor: Micha Spannaus 422 Ansichten

Die Erstliga-Volleyballerinnen des VC Wiesbaden haben ihr DVV-Pokal-Viertelfinale bei Allianz MTV Stuttgart mit 0:3 (20:25, 15:25, 21:25) verloren und damit eine erneute Pokalüberraschung im Schwabenland verpasst. Die Gastgeberinnen zeigten trotz vorheriger Reisestrapazen in der Champions League, warum sie zu den Topteams in Deutschland zählen und ließen dem VCW keine Chance.

Am Kampfgeist der Hessinnen, bei denen Neuzugang Laura Philajamäki im Mittelblock debütierte, lag es nicht. Während beide Mannschaften zu Beginn der Partie viele Eigenfehler produzierten, hatte Stuttgart zunächst immer wieder die Nase vorne. Besonders im Block und in der Feldabwehr wusste der MTV über weite Strecken zu überzeugen. Ein in die rechte Feldecke gespitzelter Ball von VCW-Diagonalangreiferin Nele Barber sowie ein schnell vorgetragener Angriff über Morgan Bergren zu Tanja Großer waren prima Positivbeispiele aus dem hessischen Spielzug-Repertoire. Doch dies genügte nicht, um Stuttgart in Durchgang Eins ernsthaft in Gefahr zu bringen.

Mitte des zweiten Abschnitts hatte Wiesbaden dann seine stärkste Phase: Eine Aufschlagserie von Mittelblockerin Nathalie Lemmens drehten einen Drei-Punkte-Rückstand in einen Drei-Punkte-Vorsprung. Doch Stuttgart kam zurück, brach den Wiederstand des VCW und zog vorbei. Am Ende stand ein deutlicher Satzgewinn für die Schwaben im Spielberichtsbogen.

Auch wenn der VC Wiesbaden im dritten Durchgang kämpferisch alles in Waagschale warf, den notwendigen Druck, um dem MTV noch einmal in die Bredouille bringen zu können, konnte er nicht mehr entwickeln. So sahen die 1.723 Zuschauer in der „SCHARRena“ – davon etwa 50 lautstarke Fans aus Wiesbaden – am Ende einen verdienten Sieg des favorisierten Stuttgarter Teams.

„Der MTV war heute deutlich besser“, resümierte VCW-Chef-Trainer Dirk Groß nach der Partie. Groß attestierte seinem Team zwar Kampfgeist, bemerkte aber auch, dass die Qualität gegen eine solche Topmannschaft gefehlt habe. „Wir haben heute unsere Chancen nicht genutzt und hatten in der Annahme und im Zuspiel zu viele Probleme“, analysierte Groß.
Karolina Bednářová, erfolgreichste Angreiferin (13 Punkte) und MVP-Medaillen-Gewinnerin ihres Teams, sah es ähnlich: „Stuttgart hat zwar stark gespielt, aber wir hatten auch unsere Chance. In einer Partie, in der es vor allem um Kleinigkeiten geht, hat uns die Präzision gefehlt“, ärgerte sich die Tschechin. „Wir haben heute in allen Bereichen keinen guten Lösungen gefunden und die kleinen Dinge aus der Hand gegeben.“

Der VCW beendet seine vier Auswärtswochen am Stück am kommenden Samstag in Niederbayern. Dann steht ab 19:30 Uhr die Partie bei Aufsteiger NawaRo Straubing auf dem Programm.

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