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Ladies in Black ziehen vor knapp 900 Zuschauern mit 3:2 ins DVV-Pokal-Halbfinale ein

DVV-Pokal: Ladies in Black ziehen vor knapp 900 Zuschauern mit 3:2 ins DVV-Pokal-Halbfinale ein

25.11.2018 • DVV-Pokal • Autor: PTSV / Ladies in Black Aachen // André Schnitker 422 Ansichten

Aachen – Mit einem rekordverdächtigen 3:2 (25:27, 24:26, 25:23, 25:20, 18:16) – nach 0:2-Satzrückstand und unbändigem Kampf – zieht Aachen knapp, aber nicht unverdient ins deutsche Halbfinale des DVV-Pokals ein.

Ladies in Black ziehen vor knapp 900 Zuschauern mit 3:2 ins DVV-Pokal-Halbfinale ein - Foto: Ladies in Black Aachen // Andreas Steindl

Foto: Ladies in Black Aachen // Andreas Steindl

Dabei sah das Publikum zunächst zwei schwierige Sätze auf Aachener Seite mit unzählbar vielen Eigenfehlern, vor allem im Aufschlag – phasenweise musste man befürchten, dass dieses Element zu unverständlich großer Unsicherheit und letztendlich zum Spielverlust gegen furios aufspielende Suhlerinnen führen könnte. Der Gast aus Thüringen legte vor allem Kampfgeist und mutige Aktionen in die Waagschale der Begegnung, nach zwei klaren Niederlagen in den 7 Tagen zuvor (0:3 in Münster und 0:3 zu Hause gegen den Thüringer Konkurrenten Erfurt) und spielte sichtbar entspannt und locker. Jeder Gäste-Punkte wurde emotional abgefeiert, während die Heimmannschaft Aachens nachdenklich wirkte und irgendwie bei den beiden ersten Durchgängen die „Handbremse“ nicht los bekam. Ergebnis: zwar knapp (25:27 und 24:26), aber auf den Anzeigetafeln lesbar mit 0:2! Saskia van Hintum konnte wahrscheinlich noch nie eine 10-Minuten-Pause so gut gebrauchen wie bei dieser Partie. Wir wissen nicht, was sie in der Kabine gesagt hat, aber es schien ab dem dritten Durchgang zumindest der kämpferische Ruck durch das Team der Ladies in Black gegangen zu sein. Von nun an war es ein Spiel auf Augenhöhe, vor allem beim Element Aufschlag kam nun auch der Aachener Druck auf der Gegenseite an – die Folge: Suhl musste reagieren und machte nun auch die Fehler mehr, die in den Sätzen 1 und 2 eher die Aachenerinnen machten. Nach zwei Stunden gelang dem stark kämpfenden Aachener Team der Satzausgleich (25:23 und 25:20)! Der Tie-Break musste also die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale (Auslosung Sonntag 18 Uhr) bringen! Auch im Entscheidungs-Satz wechselten knappe Führungen und immer wieder Ausgleichs-Spielstände sich ab.

Für das Publikum attraktiv lange Ballwechsel machten das Match sicherlich zu einem, über das man in ein paar Monaten noch sprechen wird. Letztendlich sicherte sich Aachen nach den Zwischenständen 8:5, 8:10, 12:10 und 12:12 mit dem fünften Matchball (!) bei 18:16 den Sieg in diesem denkwürdigen Viertelfinale! Halbfinale erreicht! Vor allem Aachens Kapitänin Lisa Gründing hatte im fünften Satz ihren Anteil dran: zwei starke Aufschlagserien und vor allem das Blocken der auf Suhler Seite bis dahin immer punktenden 2,03 (!) Meter großen US-Amerikanerin McKenzie Jacobson (später auch MvP – mit 17 Punkten). Aachens MvP wurde mit 23 Punkten Taylor Agost, „Spielerin der Herzen Aachens Zuspielerin Denise Imoudu!

Bei Spielende gab es für beide Teams (die sich übrigens nächsten Samstag in der Liga – wieder in Aachen, wieder um 18 Uhr erneut gegenüber stehen) langanhaltenden Applaus – für ein außergewöhnliches, kampfbetontes und spannendes Match, welches, wenn man ehrlich ist, zwei Sieger verdient gehabt hätte!

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