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Comeback auf Französisch

Bundesligen: Comeback auf Französisch

16.08.2018 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 544 Ansichten

Das BR Volleys Team für die Saison 18/19 ist komplett. Das letzte Puzzlestück im Kader von Cedric Enard ist ein Landsmann des neuen Berliner Cheftrainers und zugleich ein Rückkehrer: Nicolas Le Goff wechselt nach zwei Jahren in der Türkei und Italien zurück zum Deutschen Meister. Schon in der Saison 15/16 trug der Mittelblocker das orange Trikot, nun will er mit dem Hauptstadtclub erneut auf Titeljagd gehen.

Comeback auf Französisch - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

„Ich hatte ein langes Gespräch mit Cedric, welches sehr positiv war. Er wollte mich gern zurück nach Berlin holen und ich habe mich natürlich an die unglaubliche Saison 15/16 erinnert. Danach haben wir gemeinsam mit Kaweh einen Weg gefunden, der mein Comeback möglich macht“, berichtet Nicolas Le Goff, wie es dazu kam, dass der französische Nationalspieler im neuen Spieljahr 18/19 sicherlich zur Freude vieler Fans wieder in der Max-Schmeling-Halle auflaufen wird.

Der bullige und 2,06 Meter große Mittelblocker wurde mit den BR Volleys im Jahr 2016 Triplesieger, gewann also in nur einer Saison die Deutsche Meisterschaft, den DVV-Pokal und den CEV-Cup. Ein lukratives Angebot von Istanbul BBSK verschlug ihn anschließend in die Türkei, danach versuchte er sich in Italien bei Top Volley Latina. Mit beiden Vereinen reichte es in der Liga nur zum achten Rang, wobei es auch für Le Goff persönlich nicht immer rund lief. Er kämpfte regelmäßig mit Verletzungen, hat diese aber nun überwunden und konnte im Sommer in der "Volleyball Nations League" mit Frankreich die Silbermedaille gewinnen.

„Wir hatten zahlreiche Bewerbungen für diese Position, letztlich haben wir uns für Nicolas entschieden, weil wir bei ihm wissen, woran wir sind. Für mich ist Nicolas einer der renommiertesten Mittelblocker in Europa“, schätzt BR Volleys Geschäftsführer Kaweh Niroomand die Qualitäten des Franzosen, den er vor zwei Jahren mit den Worten „Du bist jederzeit wieder herzlich willkommen“ verabschiedete. Nun erwartet ihn an alter Wirkungsstätte ein runderneuertes Team, in dem Sebastian Kühner der letzte verbliebende Akteur aus der damaligen „Triple-Saison“ ist.

Neben den Erinnerungen an diese erfolgreiche Zeit und die begeisterungsfähige Berliner Fangemeinde war auch das Engagement von Enard ein wesentlicher Grund für die Rückkehr des 26-Jährigen: „Ich kenne Cedric schon lange und glaube, er wird dem Verein und uns Spielern guttun. Es war und ist mir immer eine Freude mit ihm zu arbeiten, weil er ein guter Trainer und Mensch ist. Mir kann er natürlich ganz speziell helfen, weil Cedric als ehemaliger Mittelblocker genau weiß, worauf es auf meiner Position ankommt.“

Enard kennt Le Goff seit seiner Zeit im Nachwuchsleistungszentrum von Montpellier, Vorteile wird es jedoch für ihn dadurch nicht geben, stellt der Trainer klar: „Für mich ist es nicht wichtig, ob Nico französisch spricht, sondern was er in unser Team einbringt. Als ich mit Kaweh über ihn und auch Samuele Tuia sprach, ging es natürlich um ihr Volleyballniveau, genauso wie um ihren Kampf- und Teamgeist. Ich weiß, beide können uns davon viel geben.“

Während Enard schon in der kommenden Woche für eine kurze Stippvisite zum Trainingsauftakt (20. Aug) in die deutsche Hauptstadt kommt, lässt das finale Comeback von Le Goff noch eine Weile auf sich warten. Beide hoffen, mit der französischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Bulgarien und Italien möglichst bis zum Endspiel am 30. Sep im Wettbewerb zu bleiben. Danach hat Le Goff mit seinem alten und neuen Club wieder Großes vor: „Klar möchte ich an meine erfolgreiche Zeit von damals anknüpfen und hier neue Titel gewinnen. Ich freue mich schon jetzt ungemein auf die Fans und die einzigartige Atmosphäre im Volleyballtempel.“

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