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Wenig Vergnügen im Gorki-Park

Beach World-Tour: Wenig Vergnügen im Gorki-Park

12.08.2018 • Beach World-Tour • Autor: Tom Bloch 1078 Ansichten

Das Stuttgarter Beachvolleyball-Nationalteam Chantal Laboureur /Julia Sude landet trotz Magenproblemen beim 4-Sterne-Turnier im Moskauer Vergnügungszentrum Gorki Park auf dem vierten Platz.

Wenig Vergnügen im Gorki-Park - Foto: FiVB

Chantal Laboureur & Julia Sude (Foto: FiVB)

Moskau (tob). Nach einer schmerzlichen Niederlage wieder aufstehen, durchatmen, und die nächste Aufgabe anzunehmen, um dann sich dann doch noch eine Medaille zu holen, ist keine leichte Aufgabe. Erst recht nicht, wenn man nicht ganz fit ist. Obwohl eine Nacht zwischen der Halbfinal-Niederlage und dem kleinen Finale lag, hat das Nationalteam Chantal Laboureur /Julia Sude gegen Nina Betschart/Tanja Hüberli nicht in den notwendigen Spielfluss gefunden.

Die Schweizerinnen, die im Viertelfinale die neuen Europameister Madelein Meppelink/Sanne Keizer, aus den Niederlanden aus dem Turnier warfen, und sich so für die EM-Finalniederlage revanchierten, blieben in der Endphase des ersten Satzes nervenstark und entschieden diesen nach einem 19:19-Zwischenstand für sich. Im zweiten Satz waren Betschart/Hüberli mit hohem Aufschlagdruck schnell enteilt – uneinholbar, wie sich dann herausstellte.
„Mit einer Holzmedaille will man eigentlich nie nach Hause fahren. Aber im Grunde sind wir happy, dass wir trotz Magenprobleme bis ins Halbfinale vorgestoßen sind“, fasste Julia Sude zusammen.

Der deutsche Meister verpasste zwar das Podium, sammelte aber als Vierter der Gesamtwertung noch 560 Punkte für die Weltrangliste sowie 8000 Dollar Preisgeld.

Auch der Auftakt ins Turnier im Pool C begann mit einer Niederlage. Gegen die Brasilianerinnen
Elize Maia/Maria Clara Salgado, wie zuletzt ein Team, dass sich bereits durch die Qualifikation kämpfen musste, unterlagen Laboureur/Sude äußerst knapp mit 1:2 (16:21, 21:10, 13:15) in 43 Minuten. „Da waren aber noch fit, also an den Magenproblemen lag es da nicht, dass wir so knapp verloren haben“, meinte Julia Sude .

Diese knappe Niederlage, erneut im Auftaktspiel wie in den vergangenen Turnieren, heizte aber den „Jetzt-erst-recht“-Kessel an. Am nächsten Tag folgten gleich drei Spiele – die alle drei mit Siegen endeten.
Joy Stubbe/Marleen van Iersel, bei der EM im eigenen Land vor drei Wochen von Laboureur/Sude knapp mit 2:0 geschlagen, unterlagen dem deutschen Meister nun auch in Moskau mit 19:21, 15:21 in 37 Minuten.
Weiter ging es in der K.o.-Runde dann gegen erneut ein Team aus der Niederlande. Laura Bloem/Jolien Sinnema, ebenfalls durch die Qualifikation ins Hauptfeld von Moskau gespielt, trotzten dem erfahreneren Team aus Deutschland vieles ab. Doch nach 43 Minuten schnappten sich Laboureur/Sude den zweiten Sieg des Tages mit 19:21, 21:13, 15:13.

Die dritte Aufgabe an diesem denkwürdigen Freitag war dann ein ungleich schwereres Kaliber: Gegenüber, auf der anderen Seite des 2,24 Meter hohen Netzes standen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes. Das Duell mit den aktuellen Weltranglistenfünften aus Kanada ging in dieser Saison in die fünfte Auflage, wobei es vor dem Anpfiff ausgeglichen stand. Jeweils zwei Siege gingen zuvor an jedes Team. Der umkämpfteste davon war sicherlich das Finale von Gstaad vor vier Wochen, als die Kanadierinnen das deutsche Nationalteam auf Platz zwei verbannte und die Wiederholung des Vorjahreserfolges zunichte machte. Kein Wunder war also wieder gehörig Druck auf dem „Jetzt-erst-recht-Kessel“. Und mit einer beeindruckenden Dominanz erarbeiteten sich die Stuttgarterinnen einen 2:0-Erfolg (21:14, 21:14) in schnellen 31 Minuten und erreichten damit das Viertelfinale.

Erstmals auf dem Center Court und teilweise mit im Beachvolleyball eigentlich unüblichen unschönen Zuschauer-Zwischenrufen ging es dann gegen Nadezda Makorguzova/Svetlana Kholomina aus Russland, die Ende Juli die U-22-Europameisterschaft gewonnen hatten und seitdem ganz schön frech auf der World Tour auftreten. Dementsprechend kess war auch der Beginn der Partie. Einen leichten Vorsprung der Lokalmatadorinnen konnten Laboureur/Sude nicht einholen. Ähnlich verlief der zweite Satz, nur anders herum: schnelle deutsche Führung (7:3), die sie sich nicht mehr nehmen ließen. „Wir waren da auch konsequenter in der Taktikumsetzung, was uns geholfen hat“, meinte Chantal Laboureur . Im Tiebreak wurde es beim 13:13 noch einmal höchstspannend, ehe sich die Stuttgarterinnen nach 46 Minuten mit 15:13 ins Halbfinale schmetterten.

Dem Einzug ins Finale standen nur noch Summer Ross/Sara Hughes aus den USA im Weg. Der erste Satz war erneut knapp. „Schade, da hatten wir oft Chancen in der Hand, die wir nicht genutzt haben. Da haben wir zu viele Geschenke verteilt“, erklärte Chantal Laboureur . Im zweiten Satz war bis zum 10:11 alles offen, doch nach einer Auszeit zogen die Amerikanerinnen durch und gewannen nach 34 Minuten mit 2:0 (23:21, 21:14).

An den Abenden verfolgten die beiden intensiv am Fernseher die Leichtathletik-Europameisterschaften und drückten selbstverständlich ihren Stuttgarter Trainingskollegen Fabian Heinle und Marie-Laurence Jungfleisch die Daumen. „Wir freuen uns mega für Fabi und Marie, gerade weil wir sie so oft sehen und am Olympiastützpunkt gemeinsam trainieren. Und dass das SchwabenSport Management-Team nun gleich zwei Medaillen mehr hat“.

Mit einem kurzen Abstecher zum Roten Platz am Sonntagabend verabschiedet sich das Team von Moskau und dem idyllischen Gorki-Park.

Am Montag fliegt das Team nach Hamburg, zu den mit 400.000 Dollar Preisgeld pro Geschlecht ausgestatteten World Tour Finals (15.-18. August), an denen nur die besten acht Teams der Weltrangliste sowie zwei Wildcard-Inhaber teilnehmen dürfen. Die amtierenden Deutschen Meisterinnen sind zum beeindruckenden vierten Mal in Folge qualifiziert für das höchstdotierte Turnier des Jahres, das erneut im ehrwürdigen Tennisstadion am Rothenbaum ausgetragen wird.

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