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Ein Derby mit „freundschaftlicher Rivalität“

Bundesligen: Ein Derby mit „freundschaftlicher Rivalität“

09.03.2018 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 449 Ansichten

Das Berlin-Brandenburg-Derby in der Max-Schmeling-Halle ist seit jeher ein Zuschauermagnet. Am Samstag (10. Mrz um 18.30 Uhr) dürfen sich die Volleyballfans im Großraum der Hauptstadt auf den nächsten Vergleich zwischen den BR Volleys und den Netzhoppers SolWo Königspark KW freuen. Sportlich geht es für die Mannschaft von Cheftrainer Stelian Moculescu darum, den zweiten Tabellenplatz endgültig sicherzustellen und sich gleichzeitig optimal auf das dreifache Duell mit dem VfB Friedrichshafen vorzubereiten.

Lange Zeit mussten die Berliner in dieser Saison um ihren zweiten Platz nach Abschluss der Hauptrunde bangen, den man in den letzten fünf Jahren immer mindestens belegt hat. Nach den wichtigen Bundesliga-Siegen gegen die Konkurrenz aus Frankfurt (3:1) und den Alpenvolleys (3:0) ist Position zwei und damit auch das Heimrecht in einem möglichen Playoff-Halbfinale zum Greifen nah. Drei Punkte fehlen noch, um den Platz hinter dem Spitzenreiter vom Bodensee endgültig zu sichern. Diese sollen am Samstag im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Netzhoppers KW eingefahren werden.

Die Königs Wusterhausener bestreiten ihre letzten Saisonspiele indes fast schon unter „ferner liefen“ und werden den neunten Rang wohl nicht mehr verlassen. Bei drei noch ausstehenden Partien und dreizehn Punkten auf der Habenseite läuft man bei den Grün-Weißen weder große Gefahr von den Rottenburgern (5 Punkte) eingeholt zu werden, noch kann man zu Herrsching (25) aufschließen. Für die Männer von Trainer Mirko Culic, mit dem der Vereinsvorstand in Königs Wusterhausen aktuell über eine Vertragsverlängerung verhandelt, wird das Derby also ein Spiel ohne sportlichen Druck. Der 55-jährige Serbe zeigt sich deshalb gelassen: „Sicherlich wird dieses Match eine ganz große Herausforderung für uns werden, aber es ist immer wieder schön, dort vor vielen Zuschauern zu spielen.“

Dazu werden – wie im Hinspiel - sicher auch zahlreiche Fans aus dem Berliner Umland beitragen. Dort boten die Dahmeländer dem Favoriten gut Paroli, dennoch gewann der Deutsche Meister letztlich mit 3:0 (25:19, 25:20, 25:23). Neben Topscorer Paul Carroll war vor allem MVP Graham Vigrass einer der Sieggaranten für Berlins Volleyballteam Nr.1. Der Kanadier hofft auch am Samstag auf ein hochklassiges Match: „Leicht kann man diesen Gegner nicht nehmen, denn sie haben ein paar erfahrene Spieler, die genau wissen, wie es geht. Es wäre natürlich gut, wenn die Netzhoppers alles zeigen und uns richtig fordern. Das bringt uns weiter in der Vorbereitung auf die drei kommenden Friedrichshafen-Spiele.“

Vigrass will daheim gegen den „kleinen“ Nachbarn keinesfalls verlieren: „Die freundschaftliche Rivalität dieser Begegnung habe ich in den letzten zwei Jahren gespürt. Natürlich kennen wir Spieler uns auch untereinander und da möchte man den Jungs von den Netzhoppers nicht demnächst als Verlierer begegnen.“ Noch treffender formuliert es der gebürtige Hauptstädter Sebastian Kühner: „Als Berliner darfst du gegen Brandenburger einfach nicht verlieren“, sagt der Zuspieler mit einem Augenzwinkern. Das war in insgesamt 25 Aufeinandertreffen erst einmal der Fall und soll sich am Samstag nicht wiederholen.

Tickets für das Berlin-Brandenburg-Derby gibt es auf www.br-volleys.de/ticketshop

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