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Berlin Recycling Volleys: Reaktion gezeigt

Bundesligen: Berlin Recycling Volleys: Reaktion gezeigt

11.02.2016 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 680 Ansichten

Die Berlin Recycling Volleys melden sich mit einem 3:0-Erfolg (25:20, 29:27, 25:20) bei den SWD powervolleys Düren zurück an der Tabellenspitze der Volleyball Bundesliga. Nach zuletzt zwei Bundesliga-Niederlagen in Folge und dem kurzzeitigen Verlust der Spitzenposition haben die Berliner beim Tabellenvierten eine starke Reaktion gezeigt. Vor 1150 Zuschauern in der Arena Kreis Düren war eine furiose Aufholjagd im zweiten Satz der Schlüssel zum Auswärtssieg.

BR Volleys Coach Roberto Serniotti reagierte auf die letzte Niederlage gegen den VfB Friedrichshafen und brachte mit Kapitän Robert Kromm und Mittelblocker Tomas Kmet zwei frische Kräfte in der Startformation. Neben den langjährigen Berlinern begannen Paul Carroll, Nicolas Le Goff, Paul Lotman, Tsimafei Zhukouski und Libero Erik Shoji.

Es wurde von Beginn an das erwartet schwere Auswärtsspiel in Düren. Beide Mannschaften leisteten sich kaum Fehler in Annahme und Angriff und so ging es zunächst ausgeglichen zu (5:5, 9:9). Dann erhöhte der Hauptstadtclub mit erst Carroll und anschließend Kromm schlagartig den Druck von der Aufschlaglinie und konnte sich ein erstes Mal absetzen (18:13). Mit nun auch verbesserter Blockarbeit und einem weiter konstant agierenden Kromm erarbeiteten sich die BR Volleys einen ersten Satzball, den Lotman sofort nutzen konnte (25:20).

Der zweite Durchgang in der Arena Kreis Düren sollte der Schlüssel zum Auswärtssieg werden. Zunächst zeigten sich viele Parallelen zum ersten Durchgang (5:5, 9:9). Zwar konnte Berlins Volleyballteam Nr. 1 den kurzzeitigen Rückstand (9:11) mit Le Goff am Aufschlag wieder ausgleichen (12:12), doch der Niederländer Bas van Bemmelen verhalf den kampfstarken Dürenern zur erneuten Führung (13:16). Diesem Rückstand liefen die BR Volleys bis in die Endphase von Satz zwei hinterher (18:21). Eine kuriose Rettungsaktion von Le Goff, kombiniert mit einem Kromm-Block, wurde zur Initialzündung für die Berliner Aufholjagd. Kühner kam aufs Feld und brachte seine Farben mit krachenden Aufschlägen dichter heran. Obwohl mit dem 23:23 der Ausgleich geschafft war, mussten die Berliner insgesamt vier Satzbälle abwehren. Während das Heimteam fahrlässig mit seinen Möglichkeiten umging, nutze der Hauptstadtclub seine erste Chance zur 2:0-Satzführung (29:27).

Düren versuchte noch einmal alles und stemmte sich in der Anfangsphase von Satz drei der drohenden Niederlage entgegen (3:5), aber die BR Volleys blieben fokussiert. Lotman blockte zum Ausgleich und wenig später brachte Le Goff den Hauptstadtclub zur technischen Auszeit mit 8:6 in Front. In der Folge wurde das Berliner Spiel teilweise zur One-Man-Show. Der US-Amerikaner Lotman zeigte sein komplettes Repertoire und erhöhte mit einem Ass und einem spektakulären Hinterfeldangriff auf 13:9. Der Kampfgeist der "Powervolleys" schien gebrochen. Weiterhin stabil in Annahme und Angriff setzte Lotman die Highlights (21:16). Nach zwei erfolgreichen Angriffen von Kapitän Kromm, der zeigte, wie wichtig er für das Berliner Spiel ist, gab es fünf Matchbälle für die Gäste. Im Einklang mit der Netzkante blockte Kmet zum 3:0-Auswärtssieg (25:20).

Manager Kaweh Niroomand zeigte sich im Anschluss sichtlich erleichtert: "Ich möchte zwar nicht von Krise sprechen, aber es war heute schon ein sehr wichtiges Spiel für uns. Letztendlich war es kein schöner aber ein immens wichtiger Sieg. Ich hatte dem Team heute beim Training gesagt, dass wir hier um jeden Punkt kämpfen müssen. Das haben Sie vor allem im zweiten Satz getan. Natürlich können speziell Robert und Paul Carroll im Aufschlag noch mehr, doch es war wichtig, dass wir gegenüber unseren letzten Bundesliga-Auswärtsspielen in Coburg und Bühl unsere Eigenfehlerquote senken."

Sehr angetan zeigte sich der "Macher" der BR Volleys von der Leistungssteigerung von US-Boy Paul Lotman: "Lotman hatte heute einen überragenden Abend. Er war vor der Weihnachtspause schon sehr stark, fiel aber leider im Januar in ein Loch. Dies ist aber ganz normal bei der Belastung, die unsere internationalen Spieler über das gesamte Jahr hinweg haben. Die Einzelgespräche mit ihm haben gefruchtet."

Bereits am kommenden Samstag (13. Feb um 18.30 Uhr Max-Schmeling-Halle) haben die Berliner im Duell mit den Netzhoppers KW-Bestensee die Möglichkeit, ihre ansteigende Form zu bestätigen. Manager Niroomand blickt aber bereits über den Tellerrand hinaus: "Wir wollen den Platz an der Sonne nun nicht mehr abgeben. Bedenkt man, dass wir noch in Lüneburg und bei den United Volleys antreten müssen, ist der heutige Sieg nochmals wertvoller."

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