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Vierte auf der Tour/Bestes deutsches Team/Borger+Büthe bereit für die WM

Beach World-Tour: Vierte auf der Tour/Bestes deutsches Team/Borger+Büthe bereit für die WM

22.06.2015 • Beach World-Tour • Autor: Tom Bloch 1307 Ansichten

Karla Borger und Britta Büthe holen sich als bestes deutsches Team beim smart Grand Slam in St. Petersburg in Florida den vierten Platz - die bislang beste Platzierung in dieser Saison. Saint Petersburg (tob). Zum ersten Mal in dieser Saison hatte der Beachvolleyball-Zirkus den Atlantik überquert. Eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in den Niederlanden haben sich die weltbesten Sandathleten beim smart Grand Slam in Saint Petersburg in den USA getroffen.

Vierte auf der Tour/Bestes deutsches Team/Borger+Büthe bereit für die WM - Foto: FiVB

Karla Borger und Britta Büthe (Foto: FiVB)

Die temporäre Beachvolleyball-Anlage auf dem Gelände des Spa Beach Parks war vom Wasser umzingelt, und zwar im Prinzip von allen Seiten. Zum einen waren die Temperaturen im Schatten über 30°C, was auf dem weißen Sand zu flirrender Hitze führt. Hinzu kam eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Und dann haben Gewitter mit Blitzeinschlägen in allernächster Nähe zu Unterbrechungen und Verschiebungen geführt. "No more games today", hieß es am Freitag. Der Spielplan kam gehörig durcheinander. "Wir sind einmal sogar alle in einen Container gepfercht worden, weil wir uns nicht mehr im Freien aufhalten durften", berichtete Britta Büthe .

Doch aus sportlicher Sicht ließ sich das Nationalteam vom MTV Stuttgart nicht aus der Ruhe bringen. Nach drei Siegen stand der Gewinn der Gruppe fest und zur Belohnung gab es am Samstag einen freien Vormittag zur Regeneration.
Der Auftakt ins Turnier geriet nicht nur schnell zur sich als dann üblich zeigenden Hitzeschlacht sondern auch zur Frage, welches Team am frühen Morgen (8 Uhr Ortszeit) schon rund läuft und die besseren Nerven hat. Gegen die Brasilianerinnen Liliane Maestrini/Carolina Horta Maximo erkämpften sich die Stuttgarterinnen einen knappen 2:1-Erfolg (21:14, 19:21, 15:13) in 52 Minuten. "Im ersten Spiel haben wir es unnötig spannend gemacht. Dafür lief es in der zweiten Partie deutlich besser. Da haben wir schnörkellos unser Spiel durchgezogen", meinte Britta Büthe . Die US-Amerikanerinnen Lane Carico/Kimberly Dicello wurden in 34 Minuten mit 21:14 und 21:13 bezwungen. Nach den Blitzeinschlägen und der Unterbrechung klarte der Himmel an der Küste des Golfs von Mexiko wieder auf. Das Deutsche Meister-Duo schlug die fünf Plätze besser gesetzten Heather Bansley/Sarah Pavan aus Kanada am Samstagmittag in 38 Minuten mit 21:18 und 21:12.

Den Einzug ins Viertelfinale besiegelten die beiden äußerst nervenstark gegen die Chinesinnen Fan Wang/Yuan Yue mit 21:13, 24:22. Im zweiten Satz musste erst ein Rückstand ausgeglichen werden doch am Ende konnte mit viel Kraftaufwand und knitzem Spiel ein Tiebreak gerade noch vermieden werden.
Im Viertelfinale des smart Grand Slam kam es dann zum Showdown der Nationalteams. Laura Ludwig /Kira Walkenhorst gegen Karla Borger /Britta Büthe . Ein Blick in die Annalen der internationalen Begegnungen zeigt: bislang gingen die Stuttgarterinnen nie als Siegerinnen vom Feld und konnten sich bei fünf Partien nur einen einzigen Satz sichern. High Noon, zwölf Uhr mittags, also die klassische Zeit für ein Duell, war vorverlegt auf Sonntagmorgen um 8 Uhr. Doch der frühe Anpfiff am längsten Tag des Jahres zeigte sich wie schon in den Gruppenspielen als positiver Faktor. Den ersten Satz sicherten sich Borger/Büthe nach einem 3:6-Rückstand noch mit 21:17. Den zweiten Durchgang gewannen die Stuttgarter Blondschöpfe mit 21:16. Ausschlaggebend war die Ausgeglichenheit des deutschen Meisters, weil beide Spielerinnen äußerst angriffsstark agierten, bis Karla Borger mit einem souveränen Aufschlagass die umkämpfte Partie nach 44 Minuten beendete.

Nur zwei Stunden Pause bis zum Halbfinale - Borger/Büthe als einziges europäisches Team unter lauter Brasilianerinnen. Im Semifinale ging es gegen die Weltmeisterin von 2011 Juliana Felisberta da Silva mit ihrer Partnerin Maria Antonelli, also gegen die Siegerinnen von Stavanger vom letzten Wochenende, die Borger/Büthe im Viertelfinale aus dem Turnier kickten.
Das Ziel für das Halbfinale formulierte Britta Büthe so: "Wir hatten ja schon zwei Viertelfinal-Teilnahmen in den letzten Wochen und in beiden haben wir nicht unsere Leistung abgerufen. Jetzt haben wir uns vorgenommen, unser Spiel zu spielen und uns nicht aus dem Konzept bringen zu lassen." Dies gelang, allerdings nur teilweise. Im ersten Satz hielten die beiden gegen die ausgefuchst spielenden Brasilianerinnen bis zum 6:6 mit, der zweite Satz war sogar bis zum 17:18 völlig offen, doch am Ende siegten die an Position drei gesetzten da Silva/Antonelli in 53 Minuten mit 21:14 und 21:17 und zogen ins Finale ein.

Für Karla Borger und Britta Büthe blieben wiederum nur zwei Stunden Pause, um sich auf das Spiel um Platz drei vorzubereiten. Die Gegner Taiana de Souza Lima/Fernanda Alves aus Brasilien haben diese Saison noch nicht viele internationale Spiele auf dem Buckel, zeigten sich aber genauso siegeshungrig: Nach der ungewöhnlichen Anzahl von drei anstrengenden Spielen am Sonntag war selbst im kleinen Finale die Ernte erst in der Verlängerung einzufahren. Karla Borger und Britta Büthe unterlagen nach umkämpften 72 Minuten äußerst knapp mit 1:2 (21:17, 19:21, 15:17). Der undankbare vierte Platz wurde mit einem Trostpflaster von 24 000 Dollar Preisgeld und 560 Weltranglistenpunkte aufgewertet. "Es war ein sehr schweres Turnier unter diesen Wetterbedingungen mit all den ganzen Top-Teams am Start. Ich bin stolz auf das Team und hoffe, die beiden können es kurz so nach der Enttäuschung auch sein", sagte Trainer Srdjan Veckov.

Nächster Halt sind die Weltmeisterschaften in den Niederlanden, die am Wochenende beginnen.
Die Vorrunde findet in Den Haag, Amsterdam, Apeldoorn und Rotterdam statt. Die Vize-Weltmeisterinnen von 2013 starten im Pool J in Amsterdam und treffen dort auf Lauren Fendrick/Brooke Sweat aus USA (Dienstag, 30. Juni, 10 Uhr) und Evgenia Ukolova/Ekatarina Birlova aus Russland (Montag, 29. Juni, 12 Uhr) - beide Teams sind Borger/Büthe von der FIVB World Tour wohl bekannt. Das vierte Team in der Gruppe ist ein unbeschriebenes Blatt: Priscilla Agera/Isabela Eyetsonetan aus Nigeria (Sonntag, 28. Juni, 10 Uhr).

Nach dem überraschenden Gewinn der Silbermedaille im Juli 2013 im polnischen Stare Jablonki, der ersten Frauen-WM-Medaille eines europäischen Teams überhaupt im Beachvolleyball, wollen Karla Borger und Britta Büthe beim ersten Saisonhöhepunkt des Jahres an diese Leistung anknüpfen.

Der Gewinn der deutschen Meisterschaft 2014 und die tolle Bilanz der bisherigen Saison gerade mit dem Vorstoß ins Halbfinale in St. Petersburg zeigen, dass mit den beiden Stuttgarterinnen zu rechnen ist.

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