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SWD powervolleys: Anton Brams im Interview

Bundesligen: SWD powervolleys: Anton Brams im Interview

24.04.2015 • Bundesligen • Autor: SWD Powervolleys Düren 974 Ansichten

Anton Brams (27) wird in der kommenden Saison der jüngste Trainer in der Geschicte des Dürener Bundesliga-Volleyballs. Der künftige Chefcoach der SWD powervolleys Düren freut sich auf eine neue Herausforderung, wie er im Interview betont.

Was hat Sie an der Aufgabe in Düren gereizt?
Die Herausforderung. Es reizt mich immer, mich selbst an meine Grenzen zu bringen und so zu wachsen. Außerdem ist die Ausgangssituation in Düren gut. Als Dritter haben wir die Möglichkeit, von der Platzierung noch aufzusteigen. Das ist aus sportpsychologischer Sicht eine bessere Ausgangsposition, als wenn man Erster ist und seine Leistung "nur” bestätigen kann.

Wie bewerten Sie das Potential in Düren?
Das Umfeld ist sehr solide, durch konstante und verlässliche Arbeit, die der Verein seit Jahren leistet, können Spieler sich hier voll auf den Volleyball konzentrieren und brauchen sich keine Sorgen zu machen. Und die aktuelle Mannschaft hat viel Potential. Ich habe die Entwicklung verfolgt, die das Team genommen hat. Das freut mich, weil ich mit Spielern wie Jan-Philipp Marks, Oskar Klingner und Georg Klein früher schon gearbeitet habe. Die Mischung aus talentierten und erfahrenen Spielern stimmt, es gibt eine Kultur innerhalb der Mannschaft, die darauf ausgelegt ist, gemeinsam besser zu werden.

Das klingt so, als würden Sie es begrüßen, wenn die Mannschaft zusammen bleibt.
Ja, ich führe schon Gespräche mit den Spielern. Der Kern soll mindestens zusammen bleiben. Sollte es notwendig sein, dass wir neue Spieler holen, dann werde ich sicherlich auch schauen, was auf der amerikanischen Pipeline möglich ist.

Sie sprechen es an: Sie haben eine sehr enge Verbindung in die Staaten, gehören zum Trainerstab der US-Nationalmannschaft. Welche Erfahrungen haben Sie dort gesammelt? Was davon bringen Sie mit nach Düren?
Wir haben im vergangenen Jahr die Weltliga gewonnen. Und ich habe miterlebt, wie absolute Topstars wie Matt Anderson, Reid Priddy oder Clay Stanley arbeiten. Sie haben schon so viel erreicht und spielen auf Weltklasse-Niveau. Dennoch vergeht kein Tag, an dem Sie nicht an sich arbeiten. Regelmäßig sitze ich mit ihnen zusammen, um Stärken, Schwächen und Entwicklungen zu evaluieren. Sie leben vor, dass sie sich trotz ihrer Klasse nicht als fertig ansehen und immer an sich arbeiten wollen. Diese Einstellung erwarte ich auch von meinem Team. Durch viele großartige Kooperationen mit Weltklasse-Universitäten war es mir außerdem möglich, mit Eyetracking, Forceplatten (Bodenplatten, die den Druck beim Absprung messen) und andern Mitteln den Sport zu analysieren. Auch durch meine Zusammenarbeit mit Redbull in Santa Monica (Redbull Hauptquartier in Nord Amerika) im High Performance Bereichkonnte ich viele neue Ansätze und Methoden lernen, welche ich alle mit nach Düren bringe.

Was gehört sonst zur Sport-Kultur der Amerikaner?
Die Denkweise von Punkt zu Punkt. Sie machen sich keine Gedanken über das große Ganze, wenn sie spielen. Der Ball davor ist egal, der Spielstand auch. Es geht immer nur um den nächsten Ball.

Sie sind mit 27 Jahren der jüngste Trainer in der Geschichte des Dürener Bundesliga-Volleyballs. Flößt Ihnen diese Aufgabe Respekt ein?
Da gibt es keine Anspannung, sondern nur Vorfreude. Volleyball macht mir Spaß, ich habe das nie als Job angesehen. Ich mache das, weil ich Volleyball liebe. Ich habe eine gute Ausbildung, könnte auch was anderes machen, aber ich will diese Aufgabe angehen und habe mich bewusst dafür entschieden. Ich freue mich auf den ersten Punkt im ersten Spiel. Und danach gilt die Konzentration dem zweiten Punkt im ersten Spiel. Außerdem: Whisky wird besser, je älter er wird. Für Trainer gilt das nicht unbedingt.

Haben Sie eine Philosophie als Trainer?
Ich erwarte von den Spielern eine professionelle Einstellung und dass sie sich immer verbessern wollen. Und genau das werde ich auch vorleben. Für mich ist der Prozess wichtiger als das Ergebnis. Wenn ein Spieler einen Ball ins Aus schlägt, aber dabei einen verbesserten Armzug gezeigt hat, dann gebe ich eine positive Rückmeldung. Wenn die Spieler sich immer verbessern wollen, dann kommt das mit den Punkten von selbst. Manchmal gewinnst du, manchmal lernst du dazu.

Und wie sehen die sportlichen Ziele aus?
Ansagen in Form von Tabellenplätzen will ich nicht machen. Ich will eine Mannschaft, die nach jedem Spiel vom Feld geht und sich sagen kann, dass sie alles gegeben hat. Düren ist schon lange ein Gegner, der für die Top-Teams Berlin und Friedrichshafen unangenehm zu spielen ist. Wir wollen mehr als unangenehm sein. Wir wollen, dass sie wissen, dass sie gegen uns verlieren können.

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