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SV Lohhof: Krachende Einbeiner

2. Bundesligen: SV Lohhof: Krachende Einbeiner

10.03.2015 • 2. Bundesligen • Autor: Richarda Zorn 1037 Ansichten

94 Minuten packendes Volleyball-Derby, zu dem ca. 300 Fans kamen. Die anderen, die Märzsonnenanbeter, verpassten, wie ihre Lohhoferinnen - nicht minder frühlingshaft strahlend - zum 3:1-Sieg über die Roten Raben aus Vilsbiburg aufschlugen.

SV Lohhof: Krachende Einbeiner - Foto: Krex

Christina Kock (links) und Inga Möller machten es Vilsbiburg schwer - hier gegen (Foto: Krex)

Da hat es sich wieder einmal ausgezahlt, sich im Vorfeld intensiv mit der gegnerischen Mannschaft auseinander zu setzen. "Wir wussten, was die Roten Raben können und machen", sagt Lohhofs Trainer Jürgen Pfletschinger. Etwa, dass die beiden Hauptangreiferinnen über Position vier kommen. Und auch, dass sie über die Linie schlagen. "Also haben wir genau dort dicht gemacht." Darüber hinaus sei der Lob eine gern genutzte Vilsbiburger Angriffsvariante. "Darauf waren meine Spielerinnen ebenso eingestellt."

Als im dritten Satz Vilsbiburgs Trainer Ronny Johansson variierte und die erfahrene Norisha Campbell aufs Feld schickte, war die Vorhersehbarkeit der Vilsbiburger Spielweise aber kurzfristig unterbunden. Das Spiel konzentrierte sich schlagartig auf die Mitte. Es kam zu einem Kräftemessen rund um Position drei, hoch über der Netzkante. Campbell auf der einen Seite, Inga Vollbrecht und Carolin Herrmann auf der anderen. 192 Zentimeter gegen 187 Zentimeter. Gleich mehrere Punkte gingen in dieser Phase an die US-Amerikanerin Campbell - "es hätte aber genauso gut anders herum laufen können", relativiert Pfletschinger. Indes: Die Campbell'sche Glückssträhne besorgte den Vilsbiburgerinnen die 17:16-Führung und letztlich den Satzgewinn mit 25:22.

Glück beschert zwar Punkte, wirklich überdauernd sei aber die Leistung. Diese Erkenntnis gab Pfletschinger seinem Team mit in den vierten Satz. Der sollte an die Spielüberlegenheit in den beiden ersten Sätzen anknüpfen - den Sätzen, die taktisch so wunderbar aufgegangen waren. Satz eins: starker Start, ohne Verzögerung ins Spiel gefunden. "Das gelingt uns mittlerweile sehr gut", sagt Pfletschinger zufrieden Anlaufschwierigkeiten waren in der Hinrunde immer wieder auszumachen. Pfletschinger besprach sich mit seinem Sportpsychologen Stefan Brunner, der schon früher im Saisonverlauf auf dieses Problem aufmerksam gemacht hatte. Vieles sei Kopfsache - "daran arbeiten wir in Deutschland viel zu wenig", erklärt Pfletschinger.

Also: Hochgeschwindigkeitsstart. Und stellvertretend für eine erfolgreiche Spieleröffnung wirkte Christina Kock, die am Samstag im Startteam stand. Anpfiff, Aufschlag Kock. 1:0, dann 2:0, und so ging die Aufschlagserie munter weiter, bis zum 5:0. Lohhof ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. 12:6 für den SVL, Vilsbiburg versuchte, Druck aufzubauen, schlug riskant auf und machte Fehler. Mit 25:19 ging der erste Satz an Lohhof. Rote-Raben-Trainer Johansson wird den Satz nach dem Spiel kommentieren und die Lohhofer Aufschläge als so druckvoll beschreiben, dass für sein Team kein klarer Spielaufbau möglich gewesen sei. Druckvoll, aber auch strategisch platziert. "Wir haben vermieden", so Pfletschinger, "auf Isabelle Liebchen aufzuschlagen", die dafür bekannt ist, die Bälle gefühlvoll und effektiv anzunehmen und zurückzubringen.

Satz zwei: Wieder probierten es die Vilsbiburgerinnen, ihren Erfolg über die bereits ausgemachte Angriffsvariante zu suchen. Wieder stellten die Lohhoferinnen ihre bewährte Egalisierungs-Taktik entgegen. Bis zum 10:10 war nicht klar, wessen System aufgehen würde. Doch dann ging es schnell, oder wie es SVL-Trainer Pfletschinger formulierte: "Nach hinten raus wurde es immer leichter." 17:11, 22:15, 25:17. 2:0 für Lohhof.

Und auch im vierten Satz ist es den Vilsbiburgerinnen nicht gelungen, den von Johansson entworfenen Plan umzusetzen und die Lohhoferinnen "vom "Netz wegzuhalten". Gemeint war damit, keine Schnellangriffe von Inga Vollbrecht zuzulassen. Und auch keine von Carolin Herrmann, die am Samstag allerdings eh nicht zu bremsen war. Fast unblockbar schossen ihre Einbeiner ins Vilsbiburger Feld - logische Konsequenz: Tages-Auszeichnung als beste Spielerin. Die Bälle für ihre Kracher erhielt sie von Lisa Keferloher. Die wiederum konnte alle Angriffspositionen nach Belieben bedienen, weil Marion Mirtl, Susanne Pfeiffer und Christina Kock "sehr gut angenommen" haben, so Pfletschinger lobend. Die Eigenfehlerquote, Scout Fabian Zeitler brauchte nicht viel zu zählen, ging im vierten Satz gegen Null. Zeitler notierte eine bemerkenswerte "4". So rauschten die Lohhoferinnen davon und siegten im entscheidenden Durchgang mit einem deutlichen 25:14. Punkt, Satz, Sieg, 3:1.

Damit tauschten Lohhof und Vilsbiburg die Tabellenplätze. Als neuer Dritter rutscht der SVL wieder dicht an die Zweitplatzierten aus Sonthofen heran. Drei Punkte trennen die beiden Teams. In den je fünf verbleibenden Spielen treffen beide Mannschaften auf Gegner, an die sie in der Hinrunde lediglich ein paar Sätze abgeben mussten - die sie aber allesamt besiegen konnten. Doch Sonthofen geriet in den beiden letzten Spielen unerwartet ins Wanken. Gegen Chemnitz gaben sie zu Hause zwei Sätze ab. Und gegen Vilsbiburg verloren sie gar mit 1:3. Auf vage statistische Prognosen, die sich daraus errechnen ließen, will Jürgen Pfletschinger aber nichts geben. "Wir jagen Sonthofen auf jeden Fall", sagt er pragmatisch. "Sie dürfen sich keine Fehler erlauben - wir aber auch nicht."

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