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Supinationstrauma - Sprunggelenk

Verletzungen im oberen Sprunggelenk entstehen meist am Ende der Flugphase, wenn der Fuß Bodenkontakt bekommt. Oft ist eine Landung auf dem Fuß eines Mit- oder Gegenspielers für ein Umknicken verantwortlich. Auch schnelle Side-Step-Bewegungen beim Block oder in der Verteidigung können Ursachen sein. Es kommt zu einer großen Krafteinwirkung auf die Außenbänder. Je nach Stärke dieser Kraft, ergeben sich dann die unterschiedlichen Schweregrade der Verletzung. Bei einer nur geringen Gewalteinwirkung bleibt es bei einer Überdehnung des Bandapparates. Größere Kräfte führen dann zu Rissen (Rupturen) von 1-3 Bändern.

Die Grenze zwischen Distorsion , Kapselriß und einfachem Bänderriß sind fließend und eine genaue Diagnose oft schwierig. Je schwerer die Verletzung, um so größer ist aber die Aufklappbarkeit des Gelenkes, die mit einer sogenannten gehaltenen Röntgenaufnahme festgestellt werden kann und in Grad angegeben wird (bis zu 30° bei Riß aller 3 Bänder). Die auftretenden Hämatome und Schmerzen müssen nicht mit der Schwere der Verletzung übereinstimmen. Bänderdehnungen schmerzen manchmal mehr als Risse und bilden große Hämatome.

Selten aber doch immerhin möglich sind, beim selben Unfallhergang auch Knochenbrüche (Frakturen). Dabei reißen die Bänder nicht, und die Kraft wird auf das Wadenbein übertragen, welches dann brechen kann.

Bei der Behandlung stehen grundsätzlich 2 Möglichkeiten zur Verfügung: operativ und konservativ. Die Entscheidung für eine von beiden ist von Fall zu Fall verschieden. So müssen auch dreifache Bänderrisse nicht unbedingt operiert werden, auch wenn das Sprunggelenk in diesem Fall kurzfristig eine bessere Stabilität zeigt. Neuere Untersuchungen zeigen, daß die mittelfristigen Ergebnisse der operativen und konservativen Therapie gleich sind, egal wie groß die Verletzung ist. Dennoch ist bei jungen Sportlern, instabilem Gelenk, beim Vorliegen von Knorpelschäden oder älteren Mehrfachverletzungen eine Operation ratsam.

Die Nachbehandlung der Verletzung sollte aber jedenfalls funktionell und ohne Gips sein, wenn dafür nicht spezielle Gründe vorliegen. Eine längere Immobilisation ist unnötig und verzögert den Heilverlauf. Eine physiotherapeutische Nachbehandlung ist in jedem Fall anzuraten.

Als Prophylaxe gegen Supiantionstraumata gibt es neben den Sprunggelenksorthesen, auf die im Kap. 9 noch näher eingegangen wird, vor allem die Möglichkeit eines speziellen Muskeltrainings (Balancieren auf Therapiekreisel, Wadenheben, Zehenziehen, Fußkantenlaufen).

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Diese Inhalte wurden freundlicherweise von Martin Plessl zur Verfügung gestellt. Die komplette Arbeit kann unter: www.hausarbeiten.de heruntergeladen werden.

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