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Sprunggelenksorthesen

Im Rahmen der Studie wurden drei verschieden Produkte (Aircast, Safety und Malleoloc), die zur Zeit häufig von Spielern verwendet werden auf ihre Schutzwirkung und Praktikabilität untersucht.

Zur Prüfung der Wirksamkeit wurde der Winkel der Schuhsohle zum Hallenboden bei der Landung und in der Luft mittels Videoaufnahmen von Angriffssprüngen gemessen. Diese Analyse bescheinigt allen Orthesen eine deutliche Reduktion des Verletzungsrisikos.

Außerdem wurden volleyballspezifische (motorische) Testverfahren (Japan-Lauf über 9-3-6-3-9m, Reichhöhenmessung im Sprung) angewandt, um eine eventuelle Bewegungsbeeinträchtigung feststellen zu können. Es ergaben sich sowohl bei der Laufleistung als auch bei der Reichhöhe nur tendenziell schlechtere Ergebnisse als ohne Orthese. Lediglich bei den Bodenkontaktzeiten der Safety-Stütze wurden signifikante Verlängerungen festgestellt. Für einen Mittelblocker kann diese Verzögerung von Bedeutung sein.

Abschließend wurde auch eine subjektive Beurteilung der Orthesen mittels Fragebogen erhoben. Dabei wurde auf Stabilität, Bequemlichkeit, Anlegepraktikabilität, Tragebeschwerden und Einschränkungen der Bewegungsmöglichkeiten Wert gelegt. Unterschiede ergeben sich hier vor allem bei der Bequemlichkeit, Tragebeschwerden und Einschränkungen. Die Aircast-Schiene wird dabei jeweils am besten bewertet, vor Safety und Malleoloc. Trotzdem werden alle 3 Orthesen als wirksame Prophylaxe bezeichnet.

Neben der tatsächlichen Funktion führt die Verwendung der Stützen auch zu einem "Memory-Effekt". Das bedeutet, daß sich die Spieler durch das Tragen der Orthese der Möglichkeit einer Verletzung bewußt sind und ihr durch erhöhte Konzentration entgegenwirken.

Die Verwendung von Sprunggelenksorthesen kann jedoch trotz ihrer Wirksamkeit nicht nur gutgeheißen werden. Das ständige Tragen der Stützen führt einerseits zu Abschwächungen in der umgebenden Muskulatur und auch der Reflexe, die nötig sind um ein Umknicken zu verhindern (KASS, 1995, 5, S 42). Andererseits können auch durch die veränderten Krafteinwirkungen andere Sportschäden auftreten (z.B. Kniebeschwerden).

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Diese Inhalte wurden freundlicherweise von Martin Plessl zur Verfügung gestellt. Die komplette Arbeit kann unter: www.hausarbeiten.de heruntergeladen werden.

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