volleyballer.de - Das Volleyball Portal

Startseite
LüneHünen wollen die gute Ausgangsposition veredeln

volleyballer.de

Champions League: LüneHünen wollen die gute Ausgangsposition veredeln

10.02.2026 • Champions League Autor: SVG Lüneburg 98 Ansichten

Diese Möglichkeit schien so weit entfernt, dass sich zunächst niemand ernsthaft damit beschäftigt hat - nun könnte die SVG Lüneburg aber tatsächlich für ein neues Wow-Erlebnis sorgen, wenn sie im Pool D der Champions League die nächste Aufgabe meistert. Am vorletzten Spieltag der Gruppenphase steht an diesem Dienstag (20.30 Uhr deutsche Zeit, kostenpflichtiger Stream auf sporteurope.tv) das Auswärtsspiel bei Sporting Lissabon an. Bei einem Sieg der LüneHünen wäre ein Verbleib auf internationaler Ebene gesichert.

LüneHünen wollen die gute Ausgangsposition veredeln - Foto: SVG/Höfel

Foto: SVG/Höfel

Das grandiose 3:1 gegen Rzeszow vom letzten Auftritt in der Königsklasse hat es möglich gemacht, dass nach dem Auftaktsieg Mitte Dezember gegen Lissabon (3:1) nun sogar Träume vom Einzug in die Playoffs zum Viertelfinale reifen. Bringt das Team um Kapitän Jesse Elser einen Sieg von der iberischen Halbinsel mit, würde das den überraschenden Triumph gegen Rzeszow noch veredeln. Zur Erinnerung: Die fünf Gruppensieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein, die fünf Zweiten und der beste Dritte spielen in Playoffs drei weitere Viertelfinalisten aus. Die restlichen Gruppendritten dürfen eine Stufe tiefer im CEV Cup einsteigen (Viertelfinale), für diese Option hat die SVG derzeit ohnehin eine glänzende Ausgangsposition, ist bester Dritter als einziges Team mit sechs Punkten.

Rechenspiele sind
keine Träumerei mehr

Vor den Punkten zählt aber zunächst die Anzahl der Siege. Gelänge nun ein dritter Sieg, würde das die jetzige Position festigen und am Ende vielleicht sogar ebenfalls in die Playoffs führen. Rechenspiele - aber eben durchaus mehr als Träumerei. "Ja, die Ausgangsposition ist ganz gut", muss auch Chefcoach Stefan Hübner einräumen. "Aber Lissabon ist eine erfahrene Mannschaft, und auch sie haben noch eine Chance, dass die europäische Reise weitergeht. Dafür werden sie alles tun. Daher wird das wieder ein schweres Spiel werden. Ich hoffe natürlich, dass wir es so erfolgreich gestalten können wie das Hinspiel."

Denn das war damals eine runde Sache, und der portugiesische Meister hat seitdem nicht zulegen können. Die weiteren drei Matches in der Königsklasse endeten 0:3, zuletzt gegen Rzeszow gab es sogar eine Lehrstunde - beim 9:25, 23:25, 19:25 spielten die polnischen Gäste komplett ohne ihre sonstigen Punktegaranten Karol Butryn und Artur Szalpuk. Leicht geändert hat sich nur der Sporting-Kader. Für den in die Heimat nach Estland (Tartu) abgewanderten Mittelblocker Marx Aru kam der Chinese Yongzhen Li. Der Nationalspieler wurde in den letzten Jahren stets als bester Blocker der chinesischen Liga ausgezeichnet, in Lissabon hat der 27-Jährige aber bisher noch keine tiefen Spuren hinterlassen.

Unbestritten ist der Sporting Clube de Portugal Lisboa (SCP) aber dennoch eine starke Mannschaft, die sich gerade vor eigenen Fans im "João Rocha Pavillon" (3000 Plätze) rehabilitieren will. Cheftrainer João Coelho: "Wir stehen sicherlich vor einem sehr schwierigen Spiel, aber wir wollen auf Augenhöhe mithalten und um unseren ersten Sieg in dieser Gruppenphase kämpfen. Die Lüneburger spielen mit hohem Tempo, mit hervorragenden Angreifern und einem sehr soliden Block." Und Jan Galabov, Außenangreifer der "Lions", wie Sporting auch genannt wird, pflichtet bei: "Natürlich wollen wir unseren Heimvorteil nutzen und vor allem mit unserem Aufschlag mehr Druck auf den Gegner ausüben, um das Spiel besser zu kontrollieren und hoffentlich mit einer insgesamt guten Leistung das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden."

Sporting in Portugal
immer noch das Topteam

In der heimischen Liga führt SCP klar, verlor in 18 Spielen erst einmal und konnte am Wochenende gegen einen Underdog der Liga auch Spieler schonen wie zum Beispiel Zuspiel-Oldie Sergey Grankin (41), den russischen Weltstar. Im Hinspiel ging die meiste Gefahr von Diagonalangreifer Edson Valencia Gonzalez aus (20 Punkte, 57 % Effizienz). Er liegt auch in der Liga weit vorn: in der Top 5 bei der Statistik "Punkte pro Satz" (4,51) und in den Top 20 bei den Topscorern. Mittelblocker Kelton Tavares ist eine Macht im Aufschlag, führt dieses Ranking mit 26 Assen an (dazu viele mit Wirkung). Im Hinspiel hatte er auch drei Asse im Ärmel. Bei den Blockern liegt der Franzose Jonas Aguenier weit vorne: in den Top 5 bei der Anzahl der Kills (39 Kills in 44 Sätzen).

Dennoch: die LüneHünen waren im Dezember-Match in allen Belangen besser. Und was die SVG-Fans, von denen fast 100 (!) zur Unterstützung den Trip nach Lissabon unternommen haben, optimistisch stimmt: Das Angriffsspiel zeigt nach einem Tief wieder beständig aufsteigende Tendenz, am Wochenende auch mit deutlich weniger leichten Eigenfehlern. Und im Gegensatz zu den Auftritten vorher hatte das Aufschlagspiel nun wieder hohe Qualität: 15 Asse, zudem auch sonst ein Service mit Wirkung. Klar ist Lissabon nun ein Gegner von ganz anderer Güte als Warnemünde ...

Aber die Mannschaft ist heiß, weiß, was für eine Chance da in der Luft liegt. Trainer Hübner: "Der Sieg gegen Rzeszow hat uns Selbstvertrauen gegeben. Wir haben gesehen: Es ist was möglich, es kann noch weitergehen. Ich glaube, das setzt Energie frei. Denn die ursprüngliche Ausgangsposition war ja eine Hammergruppe - und jetzt diese Perspektive zu haben, ist natürlich cool."

Weitere Meldungen aus der Kategorie "Champions League"

zurück
volleyballer.de auf Facebook RSS Feed Twitter

Online Poker für echtes Geld auf GGPoker

Sportwetten in der Schweiz

Volleyball Regeln Chat Bot


Werben | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Partner