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China wird im Volleyball immer wichtiger

Die Gewichtung in der Welt des Volleyballs ist kurz davor, sich deutlich zu verschieben. Damit folgt die Entwicklung des Sports jener von Politik und Wirtschaft, denn auch dort rückt Asien und damit China immer stärker in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit. Was für Handel, Produktion und Hochtechnologie gilt, zeigt sich jetzt auch immer stärker im Volleyball. Die asiatische Großmacht spielt eine immer stärkere Rolle als Hochburg des Sports. Eine weitere globale Entwicklung und Verbreitung hängen auch vom Erfolg in China ab.

China wird im Volleyball immer wichtiger - Der Volleyball soll zukünftig verstärkt die Welt erobern. Quelle: Pixabay.com

Der Volleyball soll zukünftig verstärkt die Welt erobern. Quelle: Pixabay.com

Die Machtverhältnisse beginnen sich zu verschieben


Europa galt lange Zeit als traditionelle Hochburg des Volleyballs, doch zuletzt begann sich das Machtzentrum nach Asien zu verschieben. China entwickelte sich zu einem wichtigen strategischen Partner für die internationalen Volleyballverbände. Diese trachten danach, den Sport weiterzuentwickeln und neue Märkte zu erobern. China könnte in den nächsten Jahren für die Umsetzung dieses Plans einen wichtigen strategischen Beitrag leisten.

Daher trafen sich vor wenigen Tagen Vertreter des Fédération Internationale de Volleyball (FIVB) und von Volleyball World mit dem chinesischen Sportminister. Das Meeting mit Gao Zhidan fand im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Mailand/Cortina statt. Dort wollten die Funktionäre gemeinsam mit dem einflussreichen Politiker neue langfristige Strategien zur Entwicklung des Sports diskutieren.

Zuschauerrekorde während der Volleyball-Weltmeisterschaft


Einen besonderen Schwerpunkt legten die Teilnehmer dabei auf die Rolle Chinas in Asien und weltweit. Die Funktionäre waren sich einig, dass die Zukunft des Volleyballs auch in Peking oder Macao mitgestaltet werden wird. Schließlich gilt für den Sport das Gleiche wie für die Wirtschaft. An dem Milliardenmarkt in China kommt niemand mehr vorbei. Die aufstrebende Supermacht in Asien ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch sportlich und medial relevant geworden. Das zeigt sich bereits bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Frauen im Jahr 2025.

Diese erreicht weltweit ein Publikum von bis zu einer Milliarde Zuschauern. Der Großteil davon wurde in China verzeichnet. Dort saßen während der Primetime bis zu 500 Millionen Fans vor den TV-Geräten und verfolgten die Spiele im chinesischen Sportsender CCTV5. Damit übertraf das Event sogar viele andere populäre Sportereignisse in Asien. Doch mit dieser enormen Reichweite werden chinesische Sportsender automatisch zu einem unverzichtbaren Partner für die internationalen Volleyballverbände und deren Sponsoren.

Das vernetzte China sorgt für Masseninteresse


Diese haben schließlich größtes Interesse an einem "Weltsport" Volleyball, der global für Aufmerksamkeit sorgt. Das ist in China durch Kooperationen und neue digitale Initiativen besonders gewährleistet. Influencer und soziale Medien wie Douyin, einer chinesischen Plattform zum Teilen von Videos, sorgen für den regen Zulauf neuer Volleyball-Fans und bringen dem Sport hunderte Millionen Views. Das macht den Sport auch in der digitalen Welt zunehmend zum Massensport.

Absage in Österreich


Umso unverständlicher ist es für die Fans in Europa, wenn hier große Turniere ausfallen. So geschehen aktuell in Österreich. Wie gerade bekannt wurde, wird in Baden dieses Jahr kein World-Tour-Turnier mehr stattfinden. Beach-Volleyball hat in Österreich eine große Tradition und gilt seit Jahrzehnten als Publikumsmagnet. Doch das Turnier 2026 wurde in der Kurstadt abgesagt.

Als Grund dafür gaben die Organisatoren die herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an. Diese würden es nicht zulassen, ein Turnier in der gewohnten Qualität auszurichten. Baden muss daher erstmals seit mehr als 20 Jahren auf sein traditionelles Beach-Volleyball-Turnier verzichten.

Begehrter Veranstalter


Damit kommt die World-Tour erstmals seit langem nicht mehr in die Alpenrepublik. Das ärgert nicht nur die Fans, sondern auch die Buchmacher. Schließlich gilt Volleyball als ideale Sportart für jene Wettfreunde, die Action suchen. Gute Online Casinos für österreichische Spieler bieten Wetten für alle wichtigen Wettkämpfe an. Entsprechend beliebt ist das Angebot.

Doch für die weitere globale Entwicklung von Volleyball ist eine stabile Verankerung auf allen Kontinenten von enormer Bedeutung. Das gilt für das Publikum vor Ort ebenso wie für den digitalen Zugang der Fans zu den Spielen und Turnieren. In Europa konkurriert Volleyball mit Massensportarten wie Fußball oder dem Wintersport. Doch in China könnte er zu einer der populärsten Sportarten aufsteigen und so neue wirtschaftliche Potenziale für Klubs und Spieler eröffnen.

Das zeigte sich im Vorjahr, als China Gastgeber der U21-Volleyball-Weltmeisterschaften der Männer war. Das Land demonstrierte eindrucksvoll seine organisatorische Kompetenz und möchte zukünftig auf diesem Erfolg aufbauen. Schon 2026 soll es so weit sein. China drängt mit den Städten Ningbo und Macau verstärkt auf die Liste der Veranstaltungsstätten für Turniere im internationalen Volleyball.

Verdopplung von Spielern und Anhängern


Damit nicht genug, werden die Anhänger in China 2026 nicht weniger als zehn FIVB-Turniere live erleben können. Das sollte die Stellung von Volleyball in Asien weiter festigen und die interessierte Öffentlichkeit elektrisieren. Davon profitiert auch die Infrastruktur vor Ort und richtet den Blickpunkt der Sportberichterstattung verstärkt auf Volleyball. Das freut die Beteiligten ebenso, wie die Sponsoren und Fans. Das Engagement von China stärkt das weltweite Ökosystem von Volleyball und macht zusätzliches Engagement noch attraktiver.

Schließlich hat die FIVB große Ziele. Sie möchte die Zahl der weltweit aktiven Spieler und Fans von derzeit rund 800 Millionen bis zum Jahr 2032 verdoppeln. Dazu sind jedoch Märkte mit großem Wachstumspotenzial entscheidend. China könnte jener Faktor sein, der die Erreichung dieses Ziels ermöglicht.

Volleyball hat also eine historische Chance. Die verstärkte Einbindung Chinas als Partner lässt auf neue Zielgruppen, mehr Aufmerksamkeit und Investitionen in den Sport hoffen. Damit ist Asiens Großmacht drauf und dran, zum Motor des internationalen Volleyballs zu werden. Diese Entwicklung könnte den Sport für immer verändern.

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