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Oskar Espeland wechselt aus Polens PlusLiga zur SVG

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Bundesligen: Oskar Espeland wechselt aus Polens PlusLiga zur SVG

17.06.2024 • Bundesligen Autor: SVG Lüneburg 203 Ansichten

Die Volleyball-Ligen in Italien und Polen gelten als die stärksten in Europa - aus der polnischen PlusLiga hat sich die SVG Lüneburg nun ein Talent geangelt, das hier die zuletzt etwas zu kurz gekommene Spielpraxis sammeln will, um dann im Nachbarland die Karriere fortzusetzen.

Denn der Wechsel von Oskar Espeland ist ein Leihgeschäft, sein Vertrag in Czestochowa (voller Name: Exact Systems Hemarpol Czestochowa) soll, so der Plan, ab 2025 weiterlaufen. Zunächst aber besetzt der Außenangreifer bei der SVG die letzte freie Stelle im neuen Kader 2024/25.

Norwegens Nationalspieler kommt auf Leihbasis

Espeland ist ein norwegischer Nationalspieler, der von seinem Land auch fest eingeplant ist für die ersten, im August anstehenden Qualifikationsspiele zur Europameisterschaft 2026. In Czestochowa machte er in der vergangenen Saison 22 von 30 in der Hauptrunde möglichen Spiele, einige auch in der Starting Six. Alles waren aber Teil-Einsätze. Denn der Verein musste lange - letztlich erfolgreich - um den Klassenerhalt kämpfen, der Trainer setzte bevorzugt auf routiniertere Konkurrenten.

Aber der 22-Jährige konnte sein Talent beweisen, weshalb der Club auch künftig auf ihn baut und ihn - nach Sammlung von mehr Spielpraxis - nur verleihen wollte. Czestochowa, eine Großstadt in Südpolen, war früher eine Volleyball-Hochburg des Landes, war Meister und Pokalsieger und spielte noch bis 2010 international, stieg 2017 dann aber nach 30 Jahren in der höchsten Spielklasse ab und versucht sich nun wieder zu etablieren.

"In der letzten Saison habe ich nicht so viel Spielzeit bekommen wie erhofft. In Lüneburg hoffe ich, eine größere Rolle im Team spielen zu können und möchte ein wichtiger Spieler auf dem Court sein", begründet der 1,96-m-Mann seinen Wechsel und fügt an: "Ich hoffe, dass ich mich bei der SVG als Spieler und Mensch weiterentwickeln kann und bin bestrebt, zu überraschen und meine Karriere weiter zu pushen." Geboren ist er in der Kleinstadt Haugesund (38.000 Einwohner), in der Mitte zwischen Bergen und Stavanger. 2018 ging der Rechtshänder als 17-Jähriger ins Volleyball-Internat ToppVolley Norge, zwei Jahre später folgte ein erster Wechsel ins Ausland zu Greenyard Maaseik, dem belgischen Spitzenclub.

Vizemeister, Pokal-Zweiter und Halbfinalist im CEV Cup - nach vorherigem Start in der Champions League - wurde Maaseik damals, trainiert vom heutigen Berliner Chefcoach Joel Banks. Youngster Espeland bekam in allen Wettbewerben nur wenig Einsatzzeit - und dann kam auch noch Corona und er ging zurück in die Heimat, zu Torvastad IL. Da nahm die Karriere Fahrt auf, 2022/23 wurde er als beste Annahmespieler ausgezeichnet und war in der "Mizunoliga" der herausragende Spieler. "Da hatte ich persönlich wirklich eine gute Saison und meinem Trainer Svein Ove Utvik viel zu verdanken", bestätigt der Außenangreifer, dass das sein Durchbruch war.

Außenangreifer mit enormer Sprungkraft

Der Wechsel gleich nach Polen war dennoch eine Überraschung, zumal seine Stärke eher im Angriff als in der Annahme liegt. Entsprechend steinig wurde dieser Schritt - die PlusLiga ist bekannt dafür, dass die Vereine viel Wert auf Aufschlagwucht legen, was auch die SVG gegen Wegiel und Rzeszów erfuhr. "Ja, meine Stärke ist sicher der Angriff, dazu Sprungkraft und das Blockspiel - an der Annahme muss und will ich weiter arbeiten", weiß Espeland. "Ich kenne die Bundesliga, habe die Ergebnisse auch im CEV Cup und in der Champions League verfolgt. Die Spitzenmannschaften sind schon sehr beeindruckend. Und auch über die Fans habe ich schon viel Gutes gehört", freut er sich auf die neuen Erfahrungen.

"Oskar bringt beste athletische Voraussetzungen mit, ist ein guter Springer, ein Flummi, mit guten Schmetterbällen", urteilt SVG-Chefcoach Stefan Hübner, der mehr oder weniger durch Zufall auf den Neuen gestoßen ist. "Ich kannte ihn gar nicht, habe dann ein Highlight-Video aus seiner Zeit in Torvastad gesehen, es hoch interessant gefunden, habe weiter recherchiert und über einige Ecken Kontakt aufgenommen. Bis zum Wechsel war es dann ein längerer Prozess, Czestochowa war ja nicht unzufrieden mit ihm. Aber ich gebe zu: es bleiben ein paar Fragezeichen. Norwegen ist ja nun nicht ein top Volleyball-Land und seine bisherigen Stationen haben die Karriere noch nicht richtig in Schwung gebracht. Aber das kann ja jetzt kommen, das wird total spannend."

Damit sieht der SVG-Kader künftig so aus: Außenangriff: Oskar Espeland, Lorenz Karlitzek, Cole Ketrzynski, Theo Mohwinkel; Diagonalangriff: Axel Juul Larsen, Xander Ketrzynski; Mittelblock: Simon Torwie, Joscha Kunstmann, Blake Leeson; Zuspiel: Michael Wright, Neo Laumann; Libero: Gage Worsley. (hre)

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