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Wimpernschlag entscheidet gegen den RCS

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2. Bundesligen: Wimpernschlag entscheidet gegen den RCS

21.01.2024 • 2. Bundesligen Autor: Linus Tepe, RC Sorpesee 1956 e.V. 121 Ansichten

"Dass es so, so schwer wird gegen euch zu punkten, das hätte ich dann doch nicht gedacht?" zollte Gästetrainer Jens Tietböhl, langjähriger Jugendnationaltrainer aus Berlin den Gastgeberinnen mit Blick auf eine tolle Block Feldabwehr Leistung des RCS Respekt und erntete dafür eine Menge Applaus von der Tribüne im Schulzentrum.

Wimpernschlag entscheidet gegen den RCS - Foto:  Ralf Litera

Fighteten um jeden Ball - am Ende reichte es nicht ganz für den RC Sorpesee. (Foto: Ralf Litera)

Handball, Schalke und Co. hatten zwar einige Lücken in die Blaue Wand des RCS gefressen, die angereisten Fans aber bedauerten ihr erscheinen wohl in keiner Sekunde der Partie. 2:3 in den Sätzen 106:107 in den Ballpunkten, im Handball oder Fußball wäre es wohl das Unentschieden gewesen, im Volleyball gewann am Ende das Team mit dem Plus an Erfahrung und das war an diesem Abend der BBSC Berlin.

Was die Gäste aus der Hauptstadt an Erfahrung mit ins Schulzentrum brachten war dabei schon eine Kampfansage vor dem Spiel. Mit der ungarischen Ex-Nationalspielerin Kristina Bognar und Maren Fromm geborene Brinker standen dann kurzerhand zwei Altinternationale auf dem Parkett, die ihr Handwerk eindrucksvoll beherrschten und dem ohnehin starken BBSC Team aus dem Hinspiel nochmals Extra-Power verpassten. Davon unbeeindruckt startete der RCS schwungvoll in die Partie. Aus einer gewohnt sicheren Annahme konnte Michelle Henkies ein schnelles Spiel aufziehen und riss immer wieder Lücken in den Berliner Block. Beim 10:6 hatte der RCS den Start gemeistert und es entstand ein Schlagabtausch von Feinsten. Eine Ralley jagte die andere und Berlin kam näher heran. Beim 18:19 nahmen die Gastgeberinnen die Crunch Time in Angriff, in der sie trotz starkem Punkt zum 23:24 einen Wimpernschlag zu spät kamen. 23:25 und damit 1:0 für Berlin.

Wer dachte, dass sich nun die Wettkampfhärte und mentale Stäke der Gäste langsam durchsetzen würde, rieb sich verdutzt die Augen. Der RCS nahm den Kampf voll an. Beim 11:14 aus RCS Sicht schaltete das Team nochmals einen Gang hoch und lieferte vor allem in Block und Feldabwehr fantastische Aktionen. Der Lohn der Anschluss und ab den 18:17 die Führung, die unter dem Jubel der Blauen Wand auf 20:17 ausgebaut werden konnte. Berlin fighte zurück aber unter tatkräftiger Hilfe der kleinen aber schlagkräftigen RCS Auswechselbank gelang beim 25:23 der verdiente Satzausgleich. 1:1; 48:48 alles wieder auf Null.

Der dritte Satz sah einen taktisch und körperlich anspruchsvollen Schlagabtausch auf weiterhin höchstem Niveau. Führung für Berlin beim 15:11 aber noch vor der zweiten technischen Auszeit der Start der Aufholjagd für den RCS. Kaum hatte das Team den Anschluss zum 19:20 fast wieder hergestellt folgte eine kurze Schwächephase, die die Gäste eiskalt ausnutzten. Beim 24:21 herrschten zwar unterschiedliche Auffassungen über die Entscheidung zum Punkt aber am Ende gingen die Gäste verdient mit 2:1 in Führung. Vorteil Berlin und guter Rat im RCS Team für den Moment teuer.

"Jetzt geben wir einfach nochmal richtig Vollgas!" brachte die aktuell Verletzte Kim Spreyer in ihrer Funktion als Interims-Scout den Plan für Satz 4 auf den Punkt. Und genau das taten die Mädels vom See. Bis zum 11:11 wogte das Spiel hin und her, dann eine kurze Schrecksekunde: bei einem Zusammenprall mit einer Mitspielerin kam die stark aufspielende Zuspielerin der Gäste Kristina Bognar zu Fall und verlor ein Stück Zahn. Nach einer kurzen Auszeit und unter dem Applaus der Fans aber biss die routinierte Regisseurin auf die verbliebenen Zähne und das Spiel nahm weiter Fahrt auf. Der RCS war noch nicht fertig mit der Partie und legte seine wohl stärkste Phase hin. Krachende Aufschläge und dynamische Blocks brachten den Vorsprung und beim 25:19 den verdienten Satzausgleich. 2:2 und erneuter Neustart der Partie.

Im alles entscheidenden 5. Satz gelang dem Team um die glänzend aufgelegten Außen Bonnie Bastert, Kirsten Prachtel und Nicole Freiburg ein Blitzstart. Als Antonia Brenscheidt im Block beherzt zupackte hatte der RCS eine kleine Lücke gerissen und baute diese bis zum 7:2 trotz zweier Auszeiten aus. Berlin aber steckte nicht auf, hatte in Maren Fromm einen Aktivposten und fightete zurück. Beim Seitenwechsel verschlief Trainer Schallow die Auszeit und Berlin nutze die Schwächephase des RCS zum Führungswechsel. Bis zum letzten Punkt, der erneut heftig diskutiert wurde, blieb die Partie so wie sie war: Hochklassig und mega spannend. Am Ende sicherte sich Berlin mit Punkt 107 den Sieg beim 15:12 in Satz 5.

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