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"Da war es um mich geschehen"

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Bundesligen: "Da war es um mich geschehen"

07.09.2023 • Bundesligen Autor: Michael Stolzenberg, Rote Raben Vilsbiburg 671 Ansichten

Keine Frage: Jemanden wie Patricia Nestler hat man gerne um sich herum - auch und gerade in einem Volleyball-Team.

"Da war es um mich geschehen" - Foto:  Rote Raben Vilsbiburg

Patricia Nestler will dem Raben-Team als Libera viel Energie geben. (Foto: Rote Raben Vilsbiburg)

Der Raben-Neuzugang aus Schwerin verstro?mt eine derart freundliche, positive Grundhaltung, dass es gar nicht vorstellbar erscheint, wie das ohne guten Einfluss auf ihre Mitmenschen bzw. Mitspielerinnen bleiben ko?nnte. "Mein Lachen macht mich schon aus", besta?tigt die 22-Ja?hrige, "ich versuche, jeden Tag den Leuten etwas Positivita?t mitzugeben." Abgesehen davon sei es ja so: "Als Libera kann ich keine Punkte machen. Also will ich dem Team mo?glichst viel Energie geben." Sagt Patricia - und strahlt.

Drei Jahre spielte die Neu-Vilsbiburgerin zuletzt in Schwerin an der Seite der deutschen Top-Libera Anna Pogany. "Anna hat mir extrem viel mitgegeben, u?berhaupt habe ich in dem professionellen Umfeld in Schwerin sehr viel gelernt", berichtet Patricia Nestler. "Aber irgendwann kommt der Punkt, an dem man das dann aufs Feld bringen will und muss." Genau deshalb hat sie sich nun der Herausforderung gestellt, bei den Roten Raben die defensive Schlu?sselrolle zu u?bernehmen. Sie traut sich das zu und sagt zugleich: "Die gro?ßte Challenge wird sein, konstante Leistungen zu bringen."

Was ihr dabei helfen sollte, ist die - fu?r eine 22-Ja?hrige - enorme Erfahrung, die sie mitbringt. Denn schon mit 14 gab Patricia beim VCO Dresden ihr Debu?t in der 2. Liga. In der sa?chsischen Landeshauptstadt blieb die gebu?rtige Radebeulerin bis 2020, mischte dabei zeitweise im Bundesliga-Kader des DSC mit, ehe Schwerin rief.

Ihr volleyballerisches Erweckungserlebnis hatte sie einst im Alter von acht Jahren - und zwar mit der in Vilsbiburg gut bekannten Linda Helterhoff. Die Familien befanden sich auf Ostsee-Urlaub, und die damalige Abiturientin Linda spielte am Strand Volleyball mit Klein-Patricia. "Da war es um mich geschehen!", erinnert sich die heutige Libera. Linda Helterhoff wiederum fu?hrte 2014 die Roten Raben als Zuspielerin zum DVV-Pokalsieg.

Nun also wandelt Patricia Nestler im RabenNest auf den Spuren ihrer einstigen Mentorin. Von Sachsen bzw. Mecklenburg-Vorpommern nach Vilsbiburg ist es zwar nicht der ku?rzeste Weg, aber privat ist sie trotzdem nicht allein in Bayern. Denn parallel zu Patricias Wechsel verschlug es auch ihren - ebenfalls Volleyball spielenden - Freund in su?dlichere Bundesliga-Gefilde: Theo Timmermann, Neffe des DDR-Kugelstoß- Olympiasiegers und -Weltrekordlers Ulf Timmermann, ging von Ko?nigs Wusterhausen nach Herrsching und ist seiner Partnerin somit auch ku?nftig ziemlich nahe.

Was u?brigens die gute Laune der Patricia Nestler betrifft, kann's punktuell auch mal eine Unterbrechung geben. Dann na?mlich, wenn sie bei Sport und Spiel nicht das gewu?nschte Erfolgserlebnis hat - was keineswegs auf ein Volleyball-Bundesligamatch beschra?nkt ist, sondern auch fu?r ein Tischtennis-Duell mit Papa im Garten oder fu?rs Kartenspielen gelten kann: "Ich verliere nicht gerne", betont die neue Libera der Roten Raben. "Jeder in meiner Familie kann das besta?tigen!"

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