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Topleistung bringt drei "Matchballspiele" im Playoff-Finale

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Bundesligen: Topleistung bringt drei "Matchballspiele" im Playoff-Finale

05.05.2023 • Bundesligen Autor: Christof Bernier 691 Ansichten

Die BR Volleys konnten am Donnerstagabend das zweite Playoff-Finale um die Deutsche Meisterschaft beim VfB Friedrichshafen dominieren und siegten in drei klaren Sätzen mit 25:18, 25:11 und 25:16. Ein in allen Belangen überzeugender Auswärtsauftritt beschert den Berlinern damit nun die Möglichkeit, am Samstag (06. Mai um 20.00 Uhr) die Meisterschaftsentscheidung in eigener Arena herbeizuführen. Mit einem pickepackevollen Volleyballtempel hinter sich möchten die Titelverteidiger das Aufbäumen des VfB abwehren.

Topleistung bringt drei "Matchballspiele" im Playoff-Finale - Foto: Günter Kram

Foto: Günter Kram

Während Cedric Enard auf die gleiche Startformation wie vor drei Tagen setzte, nahm Mark Lebedew eine Veränderung aufseiten des Rekordmeisters vor (Vojin Cacic für Tim Peter im Außenangriff). Die Berliner erwischten mit Johannes Tille am Service einen Blitzstart und so sah der australische Heimtrainer sich direkt zur ersten Auszeit gezwungen (3:0). Im Anschluss pflückte sich Marek Sotola mit seiner unwiderstehlichen Höhe per "Spreadblock" den Angriff von Luciano Vicentin. Friedrichshafen war von der Rolle, während die BR Volleys, entgegen der Befürchtungen, keinesfalls mit dem Licht in der Bodensee-Airport Arena fremdelten und an ihre starke Aufschlagleistung aus Spiel eins nahtlos anknüpften (10:5, 16:10). Der Auftaktsatz war zwar durch Diskussionen zerfahren, aber die Hauptstädter bauten ihre Führung unbeirrt aus (24:16), bis Michal Superlak per Aufschlagfehler diesen Durchgang beendete (25:18).

Die deutlich hörbaren Berliner Fans hatten weiter allen Grund zur Freude. Wieder eröffnete Tille mit einer Serie (3:0) und Ruben Schott legte mit seinem zweiten Ass des Spiels nach (7:1). Lebedew ersetzte anschließend die Leistungsträger Vicentin und Vincic, die nächsten Asse kamen aber von den Gästen durch Brehme (10:2) und Sotola (12:2). Es gelang alles in dieser Phase und die nächsten Highlights gehörten Nehemiah Mote im Angriff und Block (16:4). Es wurde deutlich, weil die BR Volleys nun vor Selbstvertrauen strotzten (22:9). Der zu diesem Zeitpunkt bereits achte Block durch Tille ließ letztlich ein 25:11 auf der Anzeigetafel stehen.

Die Hoffnungen der Heimfans, dass die Berliner nachlassen könnten, erstickte der deutsche Zuspieler direkt mit dem nächsten Ass (1:0). Friedrichshafen bekam keine Konstanz ins Spiel und Schott & Co nutzten das mit ihrem variablen Angriffsspiel konsequent aus (10:6). Kein Stück ließen die Hauptstädter in Aufschlag und Block nach (18:11). Mote blieb über die Mitte erfolgreich und Satoshi Tsuiki glänzte ebenfalls in seinen Elementen Abwehr und Annahme (20:14). Jeder Berliner war an der Aufschlaglinie in Topform - auch der eingewechselte Antti Ronkainen trug ein Ass zum Auswärtssieg bei (23:14). Nach 72 Minuten setzte Topscorer Sotola den krachenden Schlusspunkt (25:16).

Zum zweiten Mal durfte sich Johannes Tille in diesem Finale über die MVP-Medaille freuen, weil der 25-Jährige abermals in allen Belangen zu überzeugen wusste. Durch die Nacht reisen nun beide Teams nach Berlin, werden nach der Ankunft Freitagmorgen verschnaufen und begegnen sich dann am Samstagabend in der Max-Schmeling-Halle wieder, wo noch mehr Zuschauer als in Finale eins die BR Volleys zum dritten Sieg schreien möchten.

Stimmen zum Spiel
Anton Brehme: "Wir haben uns einfach gut und locker gefühlt. Dadurch lief bei allen der Aufschlag und dann können wir unseren besten Volleyball spielen. Ich hoffe, dass wir diese Leistung am Samstag noch einmal so abrufen. Dann bin ich überzeugt, dass wir uns erneut durchsetzen werden. Friedrichshafen kann uns aber natürlich nochmal vor Probleme stellen, wenn sie ihren Aufschlag wiederfinden."

Johannes Tille: "Obwohl es ein Finale ist, verspüren wir keinen Druck und stattdessen einfach Lust auf Volleyball. Wir haben sie zu keinem Zeitpunkt ins Spiel kommen lassen und wirklich ganz viel richtig gemacht. Am Samstag werden wir wieder genauso Vollgas geben und der VfB ist gezwungen, etwas zu verändern. Ich habe am Sonntag Geburtstag und das ist für mich persönlich Zusatzmotivation, dieses Finale direkt am Samstag vor unserem Publikum zu entscheiden."

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Nehemiah Mote (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen

>>> Matchreport <<<

Topwerte
Sotola 17 Punkte, 4 Blocks | Carle 10 Punkte | Mote 7 Punkte, 3 Blocks | Brehme 7 Punkte, 3 Asse | Tille 3 Asse

Playoff-Finaltermine
Spiel 3 | 06. Mai | Samstag | 20.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle
Mögliches Spiel 4 | 11. Mai | Donnerstag | 20.30 Uhr | Bodensee-Airport Arena
Mögliches Spiel 5 | 14. Mai | Sonntag | 16.00 Uhr | Max-Schmeling-Halle

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