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Auf Ansturm folgte Dominanz

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Bundesligen: Auf Ansturm folgte Dominanz

08.01.2023 • Bundesligen Autor: cb, SCC Berlin e.V. 568 Ansichten

Mit einiger Verzögerung musste das Berlin-Brandenburg-Derby am Samstag angepfiffen werden, weil sich angesichts des Zuschauerandrangs noch kurz vor Spielbeginn lange Schlangen bildeten.

Auf Ansturm folgte Dominanz - Foto:  Andreas Gora

Das Derby steigt vor geöffnetem Oberrang. (Foto: Andreas Gora)

5.438 Volleyballfans in der Max-Schmeling-Halle wollten sich das Nachbarschaftsduell mit den Energiequelle Netzhoppers KW-Bestensee nämlich nicht entgehen lassen, das einen überaus klaren Verlauf nehmen sollte. Weil die BR Volleys ihre Leistung gegenüber dem ersten Heimspiel des neuen Jahres deutlich steigern konnten, war der 3:0-Heimsieg (25:16, 25:12, 25:17) zu keinem Zeitpunkt gefährdet.

Trotz der verlängerten Wartezeit bis zum Spielbeginn gingen die BR Volleys hellwach in das insgesamt 38. Bundesliga-Derby. Cedric Enard schickte seine aktuelle Bestbesetzung auf den Court, wobei erstmals auch wieder Angel Trinidad auf der Teamliste stehen konnte, Nehemiah Mote (mit Rückenbeschwerden) aber erneut eine Pause bekam. Die starke Kulisse sah einen deutlich engagierteren Start der Hauptstädter als noch am Mittwoch gegen Lüneburg und insbesondere im Block zeigte man sich sehr präsent. Logische Folge war die schnelle Führung (6:1, 11:4). Auch die Aufschlagqualität stimmte vom Beginn an. Stellvertretend dafür standen die Asse von Ruben Schott (14:7) und Marek Sotola (22:12). In einer wilden Satzschlussphase mit spektakulären Ballwechseln hatten die BR Volleys meist das bessere Ende für sich und so blockte der eingewechselte Brasilianer Krauchuk auch zum Gewinn des Auftaktdurchgangs (25:16).

Schott war mit insgesamt sieben Punkte der auffälligste Akteur im ersten Satz, dem zweiten drückte nun immer häufiger Sotola seinen Stempel auf (7:5). Doch für das Highlight sorgte wieder Schott, dessen Zuspiel auf Johannes Tille der eigentliche Ballverteiler höchstselbst zum 11:5 vollstreckte. Der etatmäßige Zuspieler legte auch noch eine Aufschlagserie nach (15:6) und so wurde der zweite Durchgang ebenso zu einer klaren Angelegenheit (21:10). Enard gab Cody Kessel, Arash Dosanjh und Krauchuk immer wieder Einsatzzeit. Wieder war es der brasilianische Diagonalspieler, der auch Satz zwei beendete (25:12). Die Netzhoppers hatten dem druckvollen Spiel der BR Volleys nur phasenweise etwas entgegenzusetzen. Gästecoach Tomasz Wasilkowski reagierte mit einem Zuspielerwechsel (Schmidgall für Keturakis), aber zwei Asse von Brehme (9:4) und weitere Breaks durch Sotola und Schott sorgten erneut früh für klare Verhältnisse (16:8). Kessel blieb in Durchgang drei auf der Platte und konnte sich ebenfalls im Angriff immer wieder durchsetzen (19:11). Ein Netzfehler machte den klaren Heimerfolg schließlich perfekt (25:17), womit die BR Volleys mit der vollen Ausbeute von sechs Punkten zuhause in das neue Jahr gestartet sind. Als Bounce House MVP wurde Anton Brehme gewählt, der nun mit seinem Team in der nächsten Woche das richtungsweisende Champions-League-Match gegen Hebar Pazardzhik in Bulgarien vor seiner breiten Brust hat.

Stimmen zum Spiel
Cedric Enard: "In unserem Spiel war heute sehr viel Gutes. Wir haben vor allem das Level unseres Aufschlags deutlich nach oben geschraubt und das ist es, was wir auch in der Champions League nächste Woche brauchen werden. Daran müssen wir anknüpfen. Die Mannschaft hat die Vorgaben in diesen zwei Heimspielen umgesetzt und wieder Rhythmus aufgenommen. Wir konnten auch die Spielanteile etwas steuern. Jeder ist im neuen Jahr angekommen."

Matheus Krauchuk: "Heute haben wir wieder gesehen, dass unsere gute Arbeit im Training und das hohe Niveau uns in solchen Spielen helfen. Wir haben unsere Leistung auf den Court gebracht. Es macht einfach Freude, solche Momente wie meine Satzbälle vor so vielen Zuschauern erleben zu können. Es herrschte wieder eine tolle Energie in unserer Max-Schmeling-Halle."

BR Volleys Formation
Timothée Carle + Ruben Schott (AA), Anton Brehme + Saso Stalekar (MB), Johannes Tille (Z), Marek Sotola (D) und Satoshi Tsuiki (L) | Eingewechselt: Antti Ronkainen, Matheus Krauchuk, Cody Kessel, Arash Dosanjh

Topwerte
Sotola 14 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks | Schott 12 Punkte, 67 % Angriffsquote | Brehme 8 Punkte, 3 Asse, 2 Blocks

Nächste Spiele
12. Jan | 18.00 Uhr | Hebar Pazardzhik vs. BR Volleys (Champions League)
14. Jan | 17.30 Uhr | Helios Grizzlys Giesen vs. BR Volleys (Bundesliga)

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