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Tiebreak-Krimi mit Happy End

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Bundesligen: Tiebreak-Krimi mit Happy End

04.12.2022 • Bundesligen Autor: Michael Stolzenberg, Rote Raben Vilsbiburg 329 Ansichten

Das war ein echter Volleyball-Krimi - und zwar mit Happy End! Die Roten Raben rangen in einem dramatischen Fu?nf-Satz-Match Schwarz-Weiß Erfurt nach 2 Stunden und 22 Minuten mit 3:2 (21:25, 25:12, 27:25, 19:25, 17:15) nieder.

Tiebreak-Krimi mit Happy End - Foto:  Rote Raben Vilsbiburg

Vilsbiburg und Erfurt lieferten sich fünf Sätze lang ein höchst spannendes Match auf Augenhöhe. (Foto: Rote Raben Vilsbiburg)

Vor 657 begeistert mitgehenden Zuschauern in der Ballsporthalle war dies einerseits einer ka?mpferisch imponierenden Teamleistung zu verdanken, zum anderen der u?berragenden Vorstellung von Suvi Kokkonen - die finnische Außenangreiferin machte fabelhafte 34 Punkte bei einer Angriffseffizienz von 55 Prozent und wurde vo?llig zu Recht als MVP ausgezeichnet.

Die Raben starteten mit der gleichen Formation wie beim Auswa?rtssieg am Mittwoch in Neuwied, also mit Wilma Rivera, Dayana Segovia, Suvi Kokkonen, Channon Thompson, Yeisy Soto und Avery Heppell sowie Libera Kirsten Knip. Beide Teams waren von Beginn an voll da und duellierten sich im 1. Satz weitgehend auf Augenho?he. Bei den technischen Auszeiten lag Vilsbiburg knapp vorne (8:7 bzw. 16:15), ehe bei 18:16 eine kurze Schwa?chephase zum 18:20 fu?hrte - und der Satz mit 21:25 an die Ga?ste ging.

Tolle Reaktion der Roten Raben: Mit einem energischen Start zwangen sie Erfurt im 2. Durchgang schon bei 5:1 zur ersten Auszeit, die aber verpuffte. Mit stabiler Annahme und zwingenden Angriffen in Serie stu?rmten die Raben zum 13:6 und letztlich zu einem u?berdeutlichen 25:12, mit dem ein starkes Statement gesetzt und der Satzausgleich geschafft war.

Sehr ausgeglichen dann wieder der 3. Abschnitt: U?ber 8:7 und 17:14 lief dieser Satz mit attraktivem, intensivem Volleyball auf ein hochspannendes Finale zu. Suvi Kokkonen lief heiß und heißer, sie riss mit ihren Angriffsba?llen die Fans immer wieder von den Sitzen. Doch Erfurt fightete zuru?ck und ging, angefu?hrt von Kapita?nin Antonia Stautz, mit 21:23 in Front. Bei 23:24 und 24:25 wehrten die Raben zwei Satzba?lle ab und nutzten den ersten eigenen durch Channon Thompson zum 27:25. Riesenjubel in der Ballsporthalle!

Abermals hatte der Satzverlierer eine Antwort parat: Kampfstarke Erfurterinnen bescherten den Raben im 4. Durchgang einen 5:8-Ru?ckstand, aus dem ein 11:19 erwuchs. Bis auf fu?nf Punkte kam die Gastgeberinnen zwischenzeitlich noch heran, konnten jedoch das 19:25 nicht verhindern. Also: Satzausgleich und Tiebreak!

Hier war das ganze Spektakel dieses Abends noch einmal wie unter dem Brennglas zu erleben: Vilsbiburg lag schnell mit 5:1 und bei 10:6 immer noch mit vier Punkten vorne, als sich die Lage final zuspitzte: Bei 12:12 glich Erfurt aus, bei 14:13 vergaben die Raben einen Matchball, bei 14:15 die Ga?ste. Der pure Wille war es, der in den allerletzten der insgesamt 211 Ballwechsel die Roten Raben u?ber die Ziellinie trug: 17:15, 3:2, Heimsieg, stehende Ovationen der Fans!

(Foto: Hermann Boxleitner)

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