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Dieses Mal Krimi mit Happy End

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Bundesligen: Dieses Mal Krimi mit Happy End

14.11.2022 • Bundesligen Autor: SVG Lüneburg, SVG Lüneburg e.V. 142 Ansichten

Und gleich noch ein 5-Satz-Schlagabtausch hinterher: Vier Tage nach dem 2:3-Drama im CEV Cup gegen Budapest schonte die SVG Lüneburg auch am Sonntag nicht die Nerven der Zuschauer und gewann in der Bundesliga 3:2 (21:25, 24:26, 26:24, 25:20, 15:13) gegen die WWK Volleys Herrsching - dieses Mal nach einem 0:2-Rückstand also ein Krimi mit Happy End.

Dieses Mal Krimi mit Happy End - Foto:  SVG Lüneburg/Behns

Auke van de Kamp sorgte eingewechselt für den Umschwung (Foto: SVG Lüneburg/Behns)

Und anschließend machten 1248 Fans auf den gut gefüllten Rängen Party.

Das kraftraubende Spiel und der Frust vom Mittwoch zeigten keine Nachwirkungen. Die mit der gleichen Starting Six antretenden LüneHünen waren sofort im Spiel und legten ein 8:5 zur ersten technischen Auszeit vor. Zuspieler Joe Worsley variierte gut, setzte die Mittelblocker zu Schnellangriffen oder Jordan Ewert zum Pipe (Angriff aus dem Hinterfeld) ein und vergaß auch die Diagonal- und Außenposition nicht,

Aufschlag anfangs katastrophal

Wenn nur der Aufschlag gekommen wäre! Acht Fehler leisteten sich die Hausherren bei 21 Versuchen, und die Nicht-Fehler waren auch nicht wirklich gut. "Wer keinen Aufschlag ins Feld bringt, kann den Satz nicht gewinnen", überspitzte SVG-Chefcoach Stefan Hübner dann später auch seine Kritik, "das war richtig ärgerlich, weil das sonst eigentlich ein toller Satz von uns war." So aber blieb Herrsching im Spiel, glich aus (12:12) und zog dann vom 16:16 auf 16:20 vor allem dank Stijn van Tilburg (8 von insgesamt 18 Punkten) vorentscheidend davon.

Durchgang zwei lief ähnlich, aus einem 9:5 wurde erst ein 10:10, und als sich die SVG noch einmal um drei Punkte abgesetzt hatte (17:14), machten die Bayern daraus ein 17:19 und schließlich den Satzgewinn. Nun war jenseits des Netzes Außenangreifer Albert Hurt, später Topscorer, on fire. 8 seiner 23 Punkte machte er in diesem zweiten Satz. Für das 0:2 sorgte aber letztlich van Tilburg mit seinen Punkten zum 24:25 und 24:26.

Doch aufgeben ist für die SVG keine Option, schon gar nicht bei dieser Unterstützung der Fans! Zumal inzwischen Auke van de Kamp auf dem Feld war (für Colton Cowell) und seinen Status als Publikumsliebling untermauerte. Er lieferte sofort (auch ein Ass), machte gleich zu Beginn 4 Punkte und im weiteren Verlauf noch 2. Und er pushte und nahm dabei das Publikum mit. Und auch der neu gekommene Jordan Schnitzer (für Xander Ketrzynski) war sofort im Rhythmus. Vor allem kam jetzt der SVG-Aufschlag (nur noch 2 Fehler). Da halfen den Süddeutschen auch neuerliche 8 Punkte von Hurt nicht, die SVG hatte das Heft fest in der Hand (8:5, 16:13, 21:17). Erst in der Crunchtime wurde es nochmal eng (24:24), dann schlug zweimal Lukas Maase zu.

Auke van de Kamp reißt alle mit

Im 4. Abschnitt spielten die Gastgeber wie aus einem Guss, lagen stets zwei, drei Punkte vorne und hatten ihre Fehler längst minimiert. Als Maase dann zwei Asse hintereinander schlug (21:17, 22:17) war der Ausgleich und Tiebreak die logische Folge. Dort ging die SVG nach ausgeglichenem Beginn 7:4 in Führung, ließ Herrsching noch einmal herankommen, führte dann 11:8 und 13:10 und ließ den Sieg fast noch aus den Händen gleiten (14:13), ehe van de Kamp den Deckel draufmachte.

Ein bitteres Ende für die Bayern auch, weil sie zwei Verletzte mit auf die Heimreise nahmen. Zuspieler James Shaw zog sich Mitte des zweiten Satzes bei einem Zusammenprall mit einem Mitspieler eine Platzwunde auf der Nase zu, konnte aber gepflastert weiterspielen. Schwerer erwischte es Diagonalangreifer Stijn van Tilburg, der im Tiebreak böse umknickte und sich das Sprunggelenk ausrenkte. Er wird wohl länger ausfallen. Die SVG wünscht gute Besserung!

Bester Scorer war wieder einmal Ewert (22 Punkte, darunter sogar 5 Blocks), der durchgängig zuverlässig erfolgreich war. Sehr stark auch Pearson Eshenko (12 Punkte, 3 Blocks, 67% Angriffsquote). Zum MVP gewählt wurde aber Hurt, "Das war ein sehr intensives Match", atmete SVG-Trainer Hübner tief durch. "Herrsching hat sehr gut gespielt, wir hatten so ein enges Match erwartet. Der Glaube war bei uns aber immer da, die Leute von der Bank haben viel Energie reingebracht und wir haben die langen Rallys gewonnen. Das tut natürlich auch gut im Hinblick auf Mittwoch, wir fahren jetzt zuversichtlich zum Rückspiel im CEV Cup nach Bukarest."

SVG: Eshenko, J. Worsley, Cowell, Ketrzynski, Maase, Ewert - G. Worsley; eingewechselt: van de Kamp, Schnitzler, Gerken, Böhme.

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