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Der "Teufel" am Ende zu stark

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2. Bundesligen: Der "Teufel" am Ende zu stark

06.11.2022 • 2. Bundesligen Autor: Timo Baur, TV 1861 Rottenburg e.V. 155 Ansichten

In einem hart umkämpften Spiel, müssen die Rottenburger Jungs nach drei Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen.

Der "Teufel" am Ende zu stark - Foto:  Markus Ulmer

Libero Elsässer mit guter Leistung aber ohne Punkt (Foto: Markus Ulmer)

Vor einer beachtlichen Kulisse von 558 Fans und ca. 30 mitgereisten Auswärtsfans stand das Spiel in Satz drei auf Messerschneide. Am Ende holten sich beide Diagonalangreifer den MVP Titel. Glückwunsch an Hammelburg für ein starkes Spiel und ein tolles Event!

Hart umkämpftes Spiel 

Mit ungewohnten Schwierigkeiten in der Annahme startete Rottenburg in das Spiel. Hammelburg war von Anfang an heiß wie fritten fett und sammelte Punkt für Punkt. Starke Sprungaufschläge brachten den Annahmeriegel immer wieder unter Druck, weshalb auch das Angriffsspiel der Rottenburger lange brauchte, um in Fahrt zu kommen. Es schien als hätte das Trainerteam aus Hammelburg seine Hausaufgaben gemacht, da im ersten Satz kaum einfache Angriffssituationen für das Team von Scheuermann heraussprangen. Trainer Scheuermann wechselte auf der Zuspieler Position und brachte Kuhn für Knobelspiess, der in diesem Spiel den Vorzug erhielt. Das Spiel der Rottenburger stabilisierte sich allgemein, doch sie zollten dem schlechten Start in Satz eins weiterhin Tribut. Genau Gegenteilig verlief Satz Nummer zwei. Plötzlich wackelte die Annahme der Hammelburger und auch die Sprungaufschläge fanden nicht mehr ihr Ziel. Nun Stand die Block-Feldabwehr und Hammelburg lernte den Rottenburger Block kennen. Beim Stand von 11:11 kippte das Momentum komplett und Rottenburg setzte sich zum 17:12 ab. Doch bereits zum Ende des Satzes rehabilitierte sich das bayrische Team trotz einiger Wechsel.

Branko Damjanovic macht das wohl beste Spiel in Hammelburg

Nach der 10-Minuten Pause schien es, als könnte das Team von Kapitän Robin Leber ihr Niveau halten. Nun wurden keine leichten Punkte mehr verschenkt und auf beiden Seiten mehrten sich Spektakuläre Abwehraktionen. Doch ein um das andere Mal konnten die Hammelburger lang umkämpfte Rallyes für sich entscheiden. Was in den letzten Spielen Niklas Lichtenauer für Rottenburg war, war in diesem Spiel Branko Damjanovic für Hammelburg. Der sogenannte "Teufel" brachte den Block und die Abwehr zur Verzweiflung. Immer wieder machte er nach vier oder fünf Netzüberquerung den Punkt aus unfassbar schwierigen Situationen. In Satz drei Stand das Spiel auf der Kippe und beide Mannschaften hätten diesen Satz für sich entscheiden können. Am Ende war es der Teufel der einen Angriff aus dem Rückraum überlegt im Feld verwandelte. Auch in Satz vier ließ sich der Diagonal Angreifer nicht stoppen und war für den guten Zuspieler Lenny Fuchs immer wieder eine sichere Bank. Als Rottenburg mit der Einwechslung von Jakob Elsässer nochmals Aufwind bekam und sich wieder herankämpfte, brachte der kroatische Diagonalangreifer mit drei direkten Aufschlagpunkten Hammelburg auf die Siegerstraße. Am Ende wäre ein Punkt nicht unverdient gewesen und vor allem in dritten Satz zum greifen Nahe. Hinten raus aber zeigten die Hammelburger in den wichtigen Situation, dass sie auf dem aufsteigenden Ast sind und erzwangen das Glück für sich.

Menke und Frölich fehlen

Auf Seiten der Rottenburger fehlten mit Moritz Frölich und Yannick Menke zwei weitere Spieler neben den länger ausfallenden Giulio Wahrlich und Ferdinand Gerstenberger. Auch wenn Trainer Scheuermann damit wichtige Wechselmöglichkeiten und Stimmungsmacher fehlten, hat die Mannschaft oft genug bewiesen, dass die Breite im Kader stimmt. Beide werden aber voraussichtlich im nächsten Auswärtsspiel, in Schwaig, wieder an Board sein.

"Rottenburg kein normaler Aufsteiger"

Die Kommentatoren im Stream und Teammanager und Hallensprecher Olly Wendt bezeichneten die Rottenburger als "keinen normalen Aufsteiger". Dabei beziehen sich die alten Volleyballhasen immer wieder auf die alten Bundesligazeiten des TV Rottenburgs. Das Umfeld in Rottenburg ist hervorragend und profitiert mit Sicherheit von jahrelanger akribischer Arbeit. Dabei vergessen externe Volleyballzuschauer:innen doch gerne, dass Rottenburg nun wieder komplett im Ehrenamt Modell, mit hauptsächlich Spielern aus den eigenen Reihen, agiert. Spieler die, unabhängig der Rottenburger Bundesligazeit, sich über die Bezirksliga, Regionalliga, 3. Liga bis in die 2. Bundesliga hochgearbeitet haben und nun zum ersten Mal in ihrer Karriere die Bundesligabühne betreten. Diese Vergleiche sind also ein Lob für eine tollte Leistung in dieser Saison bisher und so gilt es eine unfassbar knappe Niederlage in Hammelburg auch einzuordnen und lässt bereits freudig auf das nächste Auswärtsspiel in Schwaig blicken. Drei Wochen später steht dann auch das nächste Heimspiel vor der Türe, wo neben dem aktuellen Meister aus Karlsruhe auch eine großartige Nachricht aus dem Volleyballumfeld auf die Zuschauer:innen wartet.

Ausblick 

12.11.22: SV Schwaig vs. TVR, Spielbeginn: 19.30 Uhr

19.11.22: TVR vs. SSC Baden Volleys Karlsruhe, Spielbeginn: 19.30 Uhr

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