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2. Bundesligen: Bonn schließt Saison mit einem Sieg ab

03.05.2022 • 2. Bundesligen Autor: Carlotta Hensel, Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 e.V 406 Ansichten

Ein letztes Mal hieß es von Hallensprecher Denis Leupold: "Samstag, 2. Liga Nord, die Bizeps Volleys gegen den BBSC Berlin." Alte gegen neue Hauptstadt hieß es im letzten Saisonspiel. Auch, wenn die Tabellenplatzierung bereits besiegelt war, wollten die SSF Fortuna Bonn alles geben.

Bonn schließt Saison mit einem Sieg ab - Foto:  Andreas Ennenbach

Bonn jubelt über einen Abschlusssieg in der 2. Bundesliga (Foto: Andreas Ennenbach)

Gerade für ihren Teammanager Albert Klein, der am letzten Spieltag seines Teams aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte und den Bonnerinnen die Nachricht ausrichtete: "Ihr wisst: Der letzte Satz in einer Saison muss gewonnen werden!", wollte Bonn nochmal alles geben.

Schlechter Start in gutes Spiel

Einen schlechteren Start hätten die Bonnerinnen, die an diesem Tag vor einigen Zuschauenden in der Hardtberghalle antreten durften, nicht erwischen können. Aus kaum einer Annahme konnten Chancen verwertet werden, wenige Blockpunkte gelangen und der erste Satz schien in gewisser Weise am Team um Headcoach Sven Anton vorbeizuziehen und ging mit 13:25 an die Hauptstadt.

 Zum Abschluss nochmal ein Sieg

Der erste Satz schien ein Wachrütteln für die Bonnerinnen mit sich gezogen zu haben. So ähnelte die Einstellung des Teams ab Satz Zwei nicht der des Teams, das man noch im ersten Durchgang erlebt hatte.  Die Annahme stabilisierte sich und trotz eines weiterhin starken Auftritts der Berlinerinnen hatte die alte Hauptstadt die Nase vorn. Libera Lina Adams kratzte viele Bälle in der Abwehr, sodass Zuspielerin Jil von der Stein ihre Angreiferinnen variabel einsetzte und sich Bonn mit einem 25:22 belohnte. 

Der dritte Durchgang gestaltete sich als spannend und wurde zu einem echten Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den SSF Fortuna und dem BBSC Berlin. Immer wieder wurden den Fans lange Rallyes geboten, in denen beide Mannschaften punkteten. Mit taktischen Wechseln und letztendlich dem Selbstvertrauen, das Bonn in manchen Spieltagen in dieser Saison fehlte, gelang es Bonn Druck aufzubauen. Letztendlich war es Kapitänin Lena Maasewerd, die den Satzball verwandelte und Bonn den ersten Punkt aus dem letzten Spiel bescherte. Der Satz ging knapp mit 25:23 an Bonn.

Das Selbstvertrauen blieb auch im letzten Satz bestehen. Rukije Muya sorgte ein ums andere  für echte Löcher im Hallenboden auf der Seite der Berlinerinnen. Auch Meret Faller und die eingewechselten Clara Kick und Johanna Brockmann performten im Angriff, sodass Bonn tatsächlich im letzten Spiel einen Sieg holte und den vierten Satz mit 25:21 beendete. 

Mvp wurde auf Bonner Seite zum zweiten Mal Mittelblockerin Meret Faller, die sich sowohl im Block und Angriff als auch in den kurzen Sequenzen, die eine Mittelangreiferin in der Abwehr stehen darf von ihrer besten Seite zeigte und die Bonnerinnen das ein und andere Mal zum Jubeln brachte. Auf Berliner Seite durfte sich Alina Gottlebe-Fröhlich über die silberne Medaille freuen, die den gegnerischen Block oftmals klug umspielte.

  Emotionales Ende der Saison

Gegen Ende wurde es auf dem Brüser Berg nochmal emotional. Zwar gewannen die Bizeps Volleys ihr letztes Spiel, verlieren werden sie allerdings einige Spielerinnen und Trainer. So verlässt Headcoach Anton die Mannschaft nach der zweiten Saison. Als ehemaliger Spieler und Trainer aus der 1. Bundesliga wurde Bonn mit Sven Anton die Chance geboten sich weiterzuentwickeln und von seiner Expertise zu profitieren. Auch menschlich wird mit einem immer lockeren Spruch auf den Lippen Anton im Team fehlen. In einer sehr turbulenten Phase kam er in das Rheinland und war mit dafür verantwortlich, dass man sich in der 2. Bundesliga etablieren konnte. Auch Co-Trainer Frank Goerlach hat bekanntgegeben, dass er in der nächsten Saison nicht mehr als Teil des Trainerstabes zur Verfügung steht. Ein für die Bizeps Volleys harter Schlag, hat Goerlach oder wie in das Team eigentlich nennt "Fränki" jahrelang Aufstiege, Erfolge, Teamevents und in dieser Saison leider auch ein paar Niederlagen mit ihnen erlebt. Mit ihm geht auch ein Co-Trainer, der neben dieser Tätigkeit, immer ein offenes Ohr für jede Spielerin hatte und in der Organisation auch mit Blick auf die Herausforderungen der 2. Bundesliga zu jeder Tages- und Nachtzeit bereitstand. Auch Bernd Werscheck, der aufgrund seiner Tätigkeiten im Beachvolleyball zwar in dieser Saison selten auf der Trainerbank Platz fand, die Mannschaft aber immer im Rahmen seiner zeitlichen Möglichkeiten und mit seiner jahrelangen Erfahrung und seinem Knowhow unterstützte, verlässt die Bonnerinnen. Seine motivierende Art und zugleich fachliche Kompetenz wird Bonn vermissen.

Leider mussten am letzten Heimspieltag auch einige Spielerinnen verabschiedet werden, die in der nächsten Saison nicht mit dabei sein werden.

Die beiden Neuzugänge Lisa Carolin Schubert und Johanna Brockmann zieht es in das Ausland. Glück für die SSF Fortuna Bonn ist, dass es sich dabei wohl nur um kurze Aufenthalte handeln wird und man die beiden hoffentlich in der übernächsten Saison wieder in der Hardtberghalle begrüßen darf. Die beiden haben das Team, auch wenn nur in einer Saison, spielerisch und menschlich verstärkt und für einige Erfolge gesorgt. 

Auch die langjährigen Spielerinnen Stefanie Meurer, Sarah Höckendorf und Luisa Lohmann müssen schweren Herzens verabschiedet werden. Alle drei bilden seit mehr als einem halben Jahrzehnt Konstanten im Team der Schwimm- und Sportfreunde. Das Team wird die drei nicht nur spielerisch vermissen. Zum Glück ist die Bonner Volleyballszene ein über Jahre hinweg familiäres Umfeld, indem man sich immer wieder sieht: Sei es auf der Tribüne, in der Halle, bei Teamevents oder im Privaten. Steffi, Sarah und Luisa werden weiterhin fester Bestandteil des Teams bleiben.

In diesem Sinne geht es für die Bonnerinnen nun in eine kleine Saisonpause, in der die Vorbereitungen nichtsdestotrotz bereits auf Hochtouren laufen. Auch, wenn es erstmal "Adieu 2. Bundesliga Nord" heißt, bedeutet das keinesfalls, das man sich nicht auch ein zweites Mal wiedersehen kann. Außerdem freut sich Bonn auf das bekannte Umfeld in der Dritten Liga, aber auch auf neue Teams und neue Herausforderungen.

Ein großer Dank gilt den Sponsoren und allen Helfenden Händen, die im Stream, in der Halle, bei der Umsetzung des Corona Konzepts und bei jeglichen Hürden und Anforderungen zur Stelle waren und die somit das Projekt 2. Bundesliga im Rheinland möglich machtenDie Bizeps Volleys freuen sich, wenn ihr auch bei dem nächsten Abenteuer: "Zwar eine Liga tiefer und trotzdem einen Schritt weiter" mit dabei seid. 

 

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