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Deichstadtvolleys: Mutlos in Wiesbaden

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Bundesligen: Deichstadtvolleys: Mutlos in Wiesbaden

17.03.2022 • Bundesligen Autor: (hw), Volleyballclub Neuwied 77 995 Ansichten

Mit 1:3 Sätzen (25:19, 20:25, 15:25, 11:25) unterlagen die Deichstadtvolleys in ihrem nominellen Heimspiel beim VC Wiesbaden.

Deichstadtvolleys: Mutlos in Wiesbaden - Foto: Detlef Gottwald

Vor allem im 1. Satz hatte Rachel Anderson Grund zur Freude (Foto: Detlef Gottwald)

"Neuwied hat sich im Laufe der Saison stark verbessert und sehr gut aufgeschlagen", gab Wiesbadens Trainer Benedikt Frank nach Spielende höflich zu Protokoll. "Wir sind deshalb nicht gut gestartet und mussten erst den Widerstand brechen?"

In der Tat überraschten zunächst die Gäste, die ihr Team umkrempeln mussten. Alexis Conaway fehlte, für sie rückte Haile Watson in den Mittelblock, Die rekonvaleszenten Maddy Halteman und Anna Church wurden nur sporadisch eingesetzt, Maike Henning half als Libera aus, was sie schon einmal in der letzten Saison, auch in Wiesbaden, getan hatte, dies allerdings noch in der 2. Liga. Sie bot dabei wieder eine überzeugende Leistung, die Grundlage für den überraschend deutlichen Gewinn des ersten Satzes war: Die Deichstadtvolleys konnten sich so auf eine solide Abwehr und Ballannahme stützen. Die von Benedikt Frank gelobten frechen Aufschläge setzten die als Spätstarter bekannten Hessinnen gehörig unter Druck. Neuwied konnte sich nach einer Abtastphase einen deutlichen Punktvorsprung erarbeiten und mit 25:19 einen in dieser Deutlichkeit nicht erwarteten Satzgewinn verbuchen, der dem Dutzend mitgereister Neuwieder, wenn auch äußerlich kaum erkennbar, Lust auf mehr machte.

Zweiter Durchgang: Gleich zu Satzbeginn brachte eine Serie an Nachlässigkeiten - doofen Fehlern - den Deichstadtvolleys einen Punktrückstand ein, der zwar noch zum 8:8 und 11:11 egalisiert werden konnte, besonders durch Einzelleistungen von Rachel Anderson, die später zur besten Neuwieder Spielerin gewählt werden sollte. Andererseits kamen Wiesbadens Angreiferinnen dank der eingewechselten Stellerin Jaimeson Lee immer besser in Fahrt, so dass sich ein deutlicher Satzverlust abzeichnete. Eine Aufschlagserie von Maddy Halteman führte noch einmal zu einer Ergebniskosmetik von 20:25. Wiesbaden glich nach Sätzen aus, die Partie schien, ein Comeback der Gäste vorausgesetzt, weiter offen.

Dazu sollte es nicht mehr kommen. Benedikt Franks Schützlinge hatten den Widerstand der Deichstadtvolleys bereits gebrochen. Wiesbaden war ab sofort in allen Belangen überlegen, Neuwieds zaghafte Angriffsversuche wurden Beute von Block und Abwehr, Wiesbadens Angreiferinnen demonstrierten ihre schlagtechnischen Möglichkeiten, die Neuwieder Punktausbeute blieb mit 12 bzw. 11 Punkten pro Satz mehr als überschaubar.

Neuwied hatte resigniert, was ihrem Trainer Dirk Groß besonders zusetzte: "Die heutige Niederlage haben wir durch unsere mentalen Aussetzer selbst verschuldet. Nach dem guten ersten Satz haben wir nicht durchgezogen und das Spiel im 2. Satz mental abgegeben. Unsere Stärke ist das Team als Ganzes und unsere Kampfkraft. Deshalb sind wir mit viel Emotionen ins Spiel gestartet, haben das Überraschungsmoment genutzt. Dann sind wir im 2.Satz einfach abgebrochen und haben nicht mehr das Beste gegeben, das fängt im Kopf an! Ich bin heute richtig unzufrieden, denn die Mannschaft ist inzwischen lange genug dabei, dass so etwas nicht passieren darf", zeigte er seinen Ärger, nimmt aber gleichzeitig die Partie am Samstag ins Visier.

Zum Saisonausklang soll seine Mannschaft noch einmal zeigen, dass sie im Laufe der Zeit auch große mentale Fortschritte gemacht hat. Es stehen vor der Sommerpause noch vier Spiele in 10 Tagen an: Zuerst das letzte Heimspiel gegen SW Erfurt, dann geht es zweimal nach Dresden, einmal nach Vilsbiburg: Auf die Nordosttournee im Februar folgt jetzt eine Südosttournee?

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