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Bundesligen: Die Wölfe kommen

08.03.2022 • Bundesligen Autor: Robert Raff, MTV Stuttgart 1843 e.V. 476 Ansichten

Der Spielplan treibt Allianz MTV Stuttgart unaufhörlich weiter.

Die Wölfe kommen - Foto: Moritz Bosold

Top-Scorerin gegen Wiesbaden. Krystal Rivers, hier im Gespräch mit Tore Aleksandersen (Foto: Moritz Bosold)

Nur wenige Tage nach dem Auftritt in der SAP-Arena zu Mannheim und dem damit verbundenen Erfolg gegen den VC Wiesbaden kommt es am Mittwoch zum erstmaligen Aufeinandertreffen mit dem VfB Suhl. Das Duell mit den Thüringerinnen wird ein echter Gradmesser für Krystal Rivers und Co., gerade was das anstehende Mammutprogramm mit CEV-Cup, (hoffentlich) DVV-Pokal und den Play-Offs anbelangt. Innerhalb einer Woche darf man zweimal gegen Suhl antreten, an besagtem Mittwoch zunächst zuhause, ehe das Team von Tore Aleksandersen am Samstagabend seine Visitenkarte in der Wolfsgrube in Thüringen abgibt.

Nach dem mühsamen Auftritt in Mannheim hieß es auf Stuttgarter Seite schnell die Akkus für die weiteren Aufgaben aufladen. Zügig verschwand man in Richtung der Kabinen, um wenig später mit dem Bus die Heimreise anzutreten. Mit im Gepäck hatte "Stuttgarts schönster Sport" die nächsten drei Punkte und ein paar Erkenntnisse. Erstens: Geschenkt wird auch dem noch ungeschlagenen Tabellenführer der Volleyball-Bundesliga nichts. Wiesbaden hatte den Schwäbinnen einen harten Kampf geboten, gar den ersten Satz recht deutlich gewonnen. Doch, und das war die zweite Erkenntnis dieses Sonntagmittags, auch wenn mal etwas nicht direkt glatt läuft, hat Allianz MTV Stuttgart die Qualität, einen schwachen Start noch in etwas Zählbares umzumünzen. Deshalb war Tore Aleksandersen auch nicht wirklich unzufrieden mit dem Auftritt seines Teams, vielmehr war er froh über die Comeback-Qualitäten seiner Truppe. Zudem konnte sich der norwegische Übungsleiter erneut auf seine Kapitänin verlassen. Krystal Rivers steuerte starke 22 Punkte zum 3:1-Sieg über Wiesbaden bei. Ebenso überzeugte auf Stuttgarter Seite T'ara Ceasar, die sich ihre erste MVP-Medaille der laufenden Saison verdiente. Die junge US-Amerikanerin zeigte auch in Mannheim, warum sie im Winter geholt wurde. Doch bei aller Freude über den Erfolg muss trotzdem darauf hingewiesen werden, dass Allianz MTV den Wiesbadnerinnen im ersten Durchgang relativ wenig entgegenzusetzen hatte. Gerade in der Annahme und beim Timing haperte es enorm. Dass das gegen kommende Gegner wie Istanbul, Dresden oder eben auch dem VfB Suhl noch schwerer bestraft wird, davon ist auszugehen. Dementsprechend wird das Trainerteam am Mittwoch volle Konzentration ab dem ersten Aufschlag fordern.

Denn der VfB ist beileibe keine Laufkundschaft. Durch kontinuierliches Arbeiten, kluge Transfers und gutem Coaching haben sich die Thüringerinnen in den letzten Jahren durchaus zu einem Herausforderer der "Großen" heraufgeschwungen. Einen gehörigen Anteil daran hat Trainer Laszlo Hollosy. Den ehemaligen ungarischen Nationalcoach sieht man bisweilen wie ein Derwisch durch die deutschen Hallen fegen, unbestritten ist aber sein positiver Einfluss auf das Suhler Spiel. Mit Danielle Harbin hat Hollosy eine gefährliche Waffe auf der Diagonalen, die in der laufenden Spielzeit schon 309 Punkte erzielt hat und glänzend mit Zuspielerin Vedrana Jaksetic harmoniert. Auch Mittelblockerin Kayla Haneline punktet regelmäßig und viel und bildet mit ihrer Kollegin Laura de Zwart ein Duo, welches sich jedem Angriff entgegenstellt. Und das meistens erfolgreich. Die Wölfe aus Suhl spielen eine starke Runde und rangieren mit ihren 35 gesammelten Punkten auf Rang fünf im Gesamtklassement. Momentan liegt der VfB von 1991 nur drei Punkte hinter den Zweiplatzierten aus Dresden, könnte also mit einem Sieg in Stuttgart Druck auf die Konkurrenz im Play-Off-Rennen machen. Suhl kommt jedenfalls mit Aufwind an den Neckar, aus den letzten zwei Partien gegen Straubing und Neuwied holten die Gelben die Maximalausbeute von sechs Punkten.

Die Fans in der SCHARRena dürfen sich also auf ein spannendes wie intensives Duell (auch an der Seitenlinie) einstellen. Und auch für Hester Jasper wird das Match gegen Suhl keines wie jedes andere. Die niederländische Außenangreiferin begann ihre noch junge Volleyballkarriere in Deutschland beim VfB. Um 19 Uhr geht es im Neckarpark los, die Partie wird im Stream bei Sport1extra zu sehen sein. 

 

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