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Bocholt kämpft in Neustrelitz um Punkte

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2. Bundesligen: Bocholt kämpft in Neustrelitz um Punkte

04.02.2022 • 2. Bundesligen Autor: TuB Bocholt 1907 e.V. 495 Ansichten

"Eigentlich" deshalb, "weil man im Moment wegen der Corona-Pandemie ja immer erst recht kurzfristig weiß, ob tatsächlich gespielt wird oder nicht", sagt Raimund Schneider, Trainer von TuB Bocholt.

Bocholt kämpft in Neustrelitz um Punkte - Foto: Martin Beltinger

Wichtiges Spiel in Neustrelitz (Foto: Martin Beltinger)

Spieler können kurzfristig erkranken, teilweise verzichten Vereine aber auch freiwillig auf die Spiele. 

So trat der USC Braunschweig am vergangenen Wochenende nicht beim SV Warnemünde an, der so kampflos an drei Punkte kam. Anfang Januar hatte Braunschweig auch schon freiwillig auf die Begegnung in Bocholt verzichtet. Dieses Spiel soll allerdings nach wie vor nachgeholt werden. "Es sind schon spannende Entscheidungen, die die Volleyball-Bundesliga da trifft", sagt Schneider. 

Groß beschäftigen will er sich mit dem Thema aber nicht. Dafür ist die Partie in Neustrelitz schon viel zu sehr im Fokus. "Wir sind topfit, gesund und bislang vollzählig. Obwohl der Gegner uns alles abverlangen wird, werden wir mit Sicherheit nicht chancenlos sein", sagt Schneider. Das Hinspiel in Bocholt ging zwar 1:3 verloren, aber es war deutlich mehr möglich. So gingen der erste und dritte Satz mit 24:26 beziehungsweise 23:25 verloren. "Da haben am Ende jeweils ein, zwei Fehler den Unterschied ausgemacht", sagt Schneider, der mit seinem Team inzwischen auf den zehnten Tabellenplatz abgerutscht ist, aber nach wie vor drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz besitzt. "Neustrelitz hat einige erfahrene Leute in seinen Reihen, die schon Bundesliga gespielt haben. Hinzu kommen ein paar Jungs aus dem Volleyballinternat und jene, die man vom Beachen her kennt. Das Team ist daher sicher schwierig zu spielen", so Schneider. 

Mut macht ihm, dass seine Mannschaft seit dem ersten Aufeinandertreffen mit Neustrelitz viel stabiler in ihrer Leistung und auch im Zuspiel geworden ist. Damals stellten Luis Kubo und Thomas Eickelberg weitestgehend gemeinsam, heute übernimmt entweder Eickelberg oder der lange verletzte Lukas Essing diese Aufgabe. 

Was die Aufgabe in Neustrelitz wiederum erschwert, sind die knapp 600 Kilometer Anreise. "Es ist toll, dass uns eine katholische Kirchengemeinde und einige Firmen unterstützen, damit wir nicht mit fünf, sechs Privatwagen fahren müssen", sagt Schneider. Einige Akteure werden nach der Partie am Samstagabend in Neustrelitz bleiben und dort auf eigene Kosten übernachten, um nicht anschließend die 600 Kilometer sofort wieder nach Bocholt zurückfahren zu müssen. Das macht Schneider schon nachdenklich. "Ein Verein wie die Skurios Volleys Borken, dessen Damen in der Zweiten Bundesliga spielen, kann sich eine Übernachtung in Neustrelitz leisten, um am nächsten Tag gemeinsam wieder nach Borken zu fahren, weil es genügend Unterstützung gibt. Für einen Verein aus Bocholt, der größten Stadt im Kreis Borken, ist das hingegen nicht möglich", sagt Schneider, der weiß, wovon er spricht. Denn er trainiert die vierte Damen-Mannschaft der Borkener. Die Hoffnung hat er aber noch nicht ganz aufgegeben: "Vielleicht ist das eine oder andere Bocholter Unternehmen in Zukunft ja doch bereit, die Zweitliga-Volleyballer zu unterstützen."

 

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