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So stoppte Hammelburg die Affenbande

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2. Bundesligen: So stoppte Hammelburg die Affenbande

30.01.2022 • 2. Bundesligen Autor: Jürgen Schmitt, TV/DJK Hammelburg 595 Ansichten

Während Gäste-Coach Jakob Schönhagen das Geschehen meist stoisch im Sitzen über sich ergehen ließ, war  Thiago  Welter der emotionale Gegenpol.

So stoppte Hammelburg die Affenbande - Foto: Jens Feistel

Headcoach Thiago Welter war mit der Leistung seiner Jungs vollends zufrieden. (Foto: Jens Feistel)

Was nichts daran änderte, dass Hammelburgs Übungsleiter die knapp 90 Minuten auch als Genießer verfolgte. "Ich musste nur zuschauen und mich freuen. Wir haben unsere Taktik sehr diszipliniert durchgezogen und damit das Freiburger Spiel neutralisiert", so Welter.

Die erlaubten 200 Fans waren nicht in die Saaletalhalle gekommen, aber so viele Hände waren es allemal, sodass das Duell des Zweiten gegen den Dritten einen würdigen Rahmen hatte. In Bestbesetzung konnten die Saalestädter antreten, bei denen "Capitano" Oscar Benner und Branko Damjanovic früh erste Akzente setzten, dann dank der Zustell-Dienste von Hannes Krochmann immer besser unterstützt wurden von Moritz Rauber, Moritz Zeitler und Nils Rehmeier (8:6), während Libero Finn Jansen, 16 Jahre jung, seine immer stabilere Abwehrkunst vorführte. Es schepperte also gewaltig auf Seiten der gewieften Affenbande, die sich allerdings keinen größeren Rückstand einhandelte (11:10, 16:15). Für die Fans war es ein hochinteressanter Schlagabtausch mit Highlights wie dem Damjanovic-Block zum 19:16. Mit zwei wichtigen Punkten verschaffte Moritz Zeitler seinem Team eine 23:21-Führung, die mit dem Satzgewinn veredelt wurde.

Die erhoffte Wirkung entfaltet

Mit viel Aufschlag-Druck startete Freiburg einen 4:1-Lauf, den Thiago Welter auch mit einer Auszeit nicht bremsen konnte. Mehr Wirkung entfaltete der Wechsel zu Laurentiu Vinatoru auf der Zuspiel-Position. Über 3:7, 6:8 und 8:10 war beim 10:10 tatsächlich der Ausgleich und durch drei Rauber-Punkte in Folge gar eine 13:10-Führung geschafft, die in ein 16:14 zur zweiten technischen Auszeit mündete. Zwei weitere Hammelburger Punkte verschärften die Ausgangslage der Breisgauer, die mit sechs Punkten in Serie den Saaletal-Express tatsächlich gestoppt hatten, ihrerseits nun mit 22:20 führten, weshalb Hannes Krochmann wieder Regie führen durfte.

Ein erstklassiges Duell steuerte beim 22:22 auf den nächsten Showdown zu, den Nils Rehmeier mit einem Block und Moritz Rauber auf die Spitze trieben, ehe "El Diablo" Damjanovic teuflisch gut den zweiten Satz auf die Hammelburger Seite zog. "Freiburg war immer stark und gefährlich, aber wir haben das bisschen mehr Aufmerksamkeit gezeigt. Außerdem hat die Annahme einen hervorragenden Job gemacht, sodass die Jungs die Strategie selbstbewusst durchgezogen haben", lauteten weitere Welter'sche Komplimente.

Einen Punkt sicher hatten die Volleys also gegen die zuletzt dreimal in Folge siegreichen Gäste, die zum Start in den dritten Satz etwas angeknockt wirkten, was die Anzeigen-Tafel ergebnistechnisch bestätigte (8:3). Thiago Welter ließ seine Stammformation quasi durchspielen, sah angesichts der Dominanz auch gar keinen Grund für personelle Rochaden (12:6, 16:9). Kurzum: Das Angriffsspiel der Heimmannschaft um einen endgültig heiß gelaufenen Damjanovic lief weiter wie am Schnürchen, flankiert von guten Aufschlägen, womit die Gäste kaum zu einfachen Punkten kamen, sich früh in ihr Schicksal ergeben mussten.

"Es gelingt uns immer besser, dass alle im Team ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen", lautete das Fazit von Thiago Welter. Die Ovationen von der Tribüne hatten sich seine Spieler wahrlich verdient. Dass Nils Rehmeier erstmals zum Hammelburger MVP gewählt wurde, war die Kirsche auf die Sahnetorte.

Quelle: Saale-Zeitung

 

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