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Bundesligen: VfB mit weiterem Heimerfolg

26.12.2021 • Bundesligen Autor: Ulf Greiser 1640 Ansichten

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen bezwingt in einem phasenweise hart umkämpften Spiel mit 3:0 den Tabellenachten VC Wiesbaden. Dabei standen die Vorzeichen auf einem spannenden Spiel, hatten die Suhler Wölfe doch zuletzt im März (ebenfalls vor Geisterkulisse) zum Abschluss der Vorjahressaison-Hauptrunde eine herbe 0:3-Niederlage einstecken müssen und damit Platz 5 im Playoff-Rennen verspielt. Und es war damals die Dritte von nur drei Heimspielniederlagen insgesamt in der erfolgreichsten Suhler Saison seit Jahren.

VfB mit weiterem Heimerfolg - Foto: Jürgen Scheere

Foto: Jürgen Scheere

Dementsprechend wollte der Gastgeber diesmal den Spieß umdrehen und seiner Favoritenrolle als Tabellenvierter gerecht werden. Doch der Start in das 50. Duell (19 zu 30 Siege) beider Teams seit 1999 misslang den Hollosy-Schützlingen, die einem 0:5-Rückstand hinterherrennen mussten. Die VfB-Damen kamen schwer in Fahrt, liefen meist einem Mehrpunkterückstand hinterher, um anschließend wieder aufzuholen, um danach wieder einige Fehler zu fabrizieren, die von den VCW-Damen um ihre Angriffsachse Künzler/Topic/Kastrup genutzt wurde. Einzig Annick Meijers, die für die angeschlagene Danielle Harbin auf der Diagonalangriffsposition eingesetzt wurde, schien sich auf der neuen Position recht wohl zu fühlen. Da die zweite VfB-Diagonale Jelena Sunjic komplett aussetzen musste, variierte VfB-Trainer Laszlo Hollosy insofern, dass er mit allen drei Außenangreiferinnen von Beginn an startete. Ähnliche personelle Probleme auch bei Wiesbaden-Coach Benedikt Frank, der auf Diagonalangreiferin Lena Große-Scharmann verzichten musste und die sonstige Stammspielerin Tanja Großer erst im Verlaufe des Spiele punktuell einsetzen konnte. Und so hatte man auf beiden Seiten phasenweise einige Abstimmungsprobleme zu verkraften. So ist die Berg- und Talfahrt der Punkteserien zu erklären (0:5, 4:6, 6:11, 14:15, 16:16, 18:21, 21:21), Suhl ging erstmals beim Stand von 23:22 in Führung und konnte den Satz noch glücklich mit 25:22 gewinnen. Sicherlich ein Knackpunkt in diesem Duell auf Augenhöhe, denn Wiesbaden konnte zuletzt immer mindestens einen Satz gewinnen.

Zwar starteten die Gäste aus der hessischen Landhaupstadt beim 2:4-Zwischenstand ähnlich erfolgreich wie im ersten Satz, aber die Suhler VfB-Damen präsentierten sich jetzt viel konzentrierter und aggressiver am Netz. Kayla Haneline war ein ums andere Mal erfolgreich im Block, Suhl entschärfte mehrere Angriffe der Wiesbadener Topscorer Laura Künzler sowie Lilly Topic und führte zur ersten technischen Auszeit mit 8:5. Dieser Vorsprung wurde trotz langer, hartumkämpfter Ballwechsel konstant gehalten und bis zum 25:21-Satzerfolg verteidigt. Deutlich mehr Druck im Aufschlagsspiel und bei den variableren Angriffsaktionen brachten den Ausschlag zugunsten der Gastgeberinnen.

Mit dem Schwung der 2:0-Satzführung im Rücken begann Suhl noch effizienter und konnte beim 10:4 die erste Gästeauszeit erzwingen. Doch der VC Wiesbaden, um ihre olympiavergoldete US-Libera Justine Wong-Orantes, kämpfte weiter und konnte trotz zwischenzeitlichem 7-Punkterückstand (16:9) bis auf 22:20 herankommen. Dabei profitierten die Gäste auch von dem ein oder anderen Fehlangriff von Danielle Harbin, die im dritten Satz von Beginn an für Annick Meijers agierte, aber noch sehr angeschlagen wirkte. Doch da die Suhler Feldabwehr um eine starke VfB-Libera Elisa Lohmann diesmal konstanter agierte, hatte man keine Zweifel mehr am Suhler Erfolg. Und nach der zweiten taktischen Auszeit von Laszlo Hollosy (22:20) landete der VCW-Aufschlag im Aus und das erneute vorweihnachtliche Punktegeschenk der Hessinnen nutzte der VfB zum 25:20-Satzgewinn und einem am Ende klar erscheinenden 3:0-Spielgewinn.

Als wertvollste Spielerinnen wurden auf Wiesbadener Seite Außenangreiferin Laura Künzler gewählt, die goldene MVP-Medaille ging an VfB-Mittelblockerin Kayla Haneline.

Der VfB Suhl LOTTO Thüringen kletterte mit den gewonnenen 3 Punkten und nach 10 absolvierten Spielen in der Bundesligatabelle auf den 2. Tabellenrang. Ein erfreulicher Zwischenstand zum Jahreswechsel, wobei die Hinrunde ja noch nicht abgeschlossen ist und das Spiel gegen Stuttgart erst im März nachgeholt wird. Trotzdem ein unerwartetes Bild und viel Grund zum Feiern über die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel bei den Suhler Wölfen. Und die Hoffnung auf das nächste Heimspiel wieder vor stimmungsvoller Zuschauerkulisse, wenn am 15. Januar der SC Potsdam zum Rückspiel in der Antenne Thüringen Volleyballarena Wolfsgrube antreten muss - da ist dann auch noch eine 0:3-Rechnung aus dem Hinspiel offen.

Doch vorher heißt es - Frohe Weihnachten und einen gesunden Start ins neue Jahr!

 

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