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Drei Punkte aus Lüneburg entführt

Bundesligen: Drei Punkte aus Lüneburg entführt

10.03.2019 • Bundesligen • Autor: Christof Bernier 502 Ansichten

Ihren siebten Bundesliga-Sieg in Folge feierten die Berlin Recycling Volleys am Samstagabend bei der SVG Lüneburg. Auch die schwere Prüfung in der Gellersenhalle bestand das Team von Cheftrainer Cedric Enard mit Bravour und siegte beim Pokalfinalisten mit 3:1 (25:19, 25:17, 22:25, 28:26). Damit schiebt sich der Hauptstadtclub bis auf zwei Punkte an den aktuellen Tabellenführer, die AlpenVolleys Haching, heran.

Drei Punkte aus Lüneburg entführt - Foto: Eckhard Herfet

Foto: Eckhard Herfet

Cedric Enard hatte die Qual der Wahl und setzte auf die Künste von Jeffrey Jendryk und Georg Klein im Mittelblock, die Außenangreifer Moritz Reichert und Samuel Tuia, Benjamin Patch auf der Diagonalposition, Sergey Grankin im Zuspiel und Libero Nicolas Rossard.

Erwartungsgemäß hochmotiviert begannen die Gastgeber und brachten die „Gellesernhölle“ direkt mit Spielbeginn zum Brodeln (0:3), aber die BR Volleys bewiesen kühlen Kopf. Zwei Asse von Tuia und der erste erfolgreiche Block von Jendryk ließen die zahlreich mitgereisten Gästefans jubeln (8:8). Reicherts Aufschlagserie brachte Berlins Volleyballteam Nr. 1 auf Kurs (16:13) und mit variablem Angriffsspiel sowie couragierter Blockarbeit kontrollierten die Männer in Orange fortan das Geschehen. Dazu stimmte weiterhin der Aufschlagdruck, so wie beim eingewechselten Kyle Russell, dessen Service sechs Satzbälle bedeutete. Georg Klein verwertete die zweite Chance zum Satzgewinn (25:19).

Der Folgedurchgang wies starke Parallelen auf. Wieder begannen die „LüneHünen“ schwungvoll (3:5) und erneut fingen die BR Volleys den Gegner mit starkem Service – dieses Mal von Jendryk – ab (7:5). Ein weiterer Berliner Zwischenspurt brachte die Vorentscheidung im zweiten Satz. Patch setzte den Block zum 18:13 und als sich die Auswärtsmannschaft nach der taktischen Auszeit auch leidenschaftlich den nächsten Punkt schnappten, stieß der US-Amerikaner Grankin vor Freude beinahe in die Bande. Jendryk ließ direkt zwei weitere Servicewinner folgen (20:13). So durften die Gästefans nach 50 Minuten und einem Reichert-Angriff die 2:0-Satzführung feiern (25:17).

Zehn Asse hatten die BR Volleys nach zwei Sätzen bereits serviert und waren mit ihrer Risikobereitschaft auch im dritten Satz lange erfolgreich. Zwar führte Lüneburg abermals zur ersten technischen Auszeit (6:8), doch dann übernahmen wieder die Berliner die Kontrolle nach Kleins Aufschlagserie (10:8). Trotz eines weiteren Reichert-Asses und einer 14:11-Führung kam die SVG zurück (18:18). In einer hektischen Schlussphase hatten die Berliner an der ein oder anderen Entscheidung des Schiedsrichters zu knabbern (19:21) und machten dazu plötzlich leichte Fehler (20:24). Reicherts Service war letztlich zu lang (22:25).

Spätestens jetzt war es der, fast schon gewohnt, harte Kampf in Lüneburg. Über die Zwischenstände 6:6, 11:11 und 16:16 schenkten sich beide Teams nichts. Längst gab der eingewechselte SVG- Routinier Matthias Pompe dem Heimteam wichtige Impulse (19:22), aber auch die BR Volleys hatten mit Adam White noch einen Außenangreifer-Pfeil im Köcher (22:22). Drei Chancen auf den Ausgleich vergaben die Lüneburger, bis MVP Samuel Tuia den ersten Matchball zum umjubelten Auswärtssieg verwandelte (28:26). Der Franzose (19 Punkte) war nach Benjamin Patch (26) der zweitbeste Scorer seiner Mannschaft. Dazu wusste Jeffrey Jendryk mit 13 Punkten (davon 5 Asse und 3 Blocks) zu überzeugen.

Moritz Reichert zeigte sich anschließend zufireden „Es war wie immer in Lüneburg. Wenn man sie einmal ins Spiel lässt, wird es richtig schwer. Aber wir haben gekämpft und unsere Chancen, wenn nicht im ersten, eben im zweiten oder gar dritten Versuch genutzt. Am Ende haben wir die Nerven behalten.“ Mit Blick auf die Bundesliga-Tabelle sagt der Nationalspieler: „In erster Linie war der Sieg wichtig, um Platz drei zu festigen. Mit den drei Punkten setzen wir auch die zwei Teams vorn noch einmal unter Druck, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass sie noch einmal entscheidend federn lassen.“ Die Stimmung in der Gellersenhalle war für Reichert wieder einmal erstklassig: „Es war extrem laut, dazu haben natürlich auch unsere Fans beigetragen. In so einem Hexenkessel ist es wichtig, den Rückhalt der eigenen Fans zu spüren.“ Der ist den BR Volleys auch bei ihrem nächsten Bundesliga-Spiel gegen den TV Rottenburg (16. Mrz um 18.30 Uhr) in der Max-Schmeling-Halle gewiss.

 

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